7 Stauraum-Tipps für die Küche

06.11.2017 | Susanne Scheffer
Die SieMatic MultiMatic-Interior-Serie ist eine intelligente Stauraumlösung auf höchstem Niveau: Alltagsgegenstände finden dort säuberlich aufgereiht ihren Platz; jede Halterung ist individuell einstellbar. (Foto: SieMatic)

Auch große Räume benötigen unsere 7 Stauraumtipps für die Küche: Weil gute Küchen nicht nur schön, sondern ebenso funktional sein müssen. Mit diesen Tipps nutzen Sie verloren geglaubte Stauräume und schaffen ein puristisches Küchenbild. Die Stauraumtipps für die Küche eignen sich für Neuanschaffungen ebenso wie für vorhandene Küchenräume.

 

Die Küche ist eine Werkstatt – und diese Werkstatt will mit gut funktionierenden Werkzeugen ausgestattet sein, die schnell zur Hand sind und nach Benutzung zügig wieder verräumt werden können. Oberstes Gebot für genügend Stauraum in der Küche: Jedes Objekt muss seinen festen Platz haben. Damit vermeiden Sie nicht nur ungünstiges Übereinanderstapeln, sondern sparen auch Zeit während des Kochvorgangs. Zudem wirkt eine aufgeräumte Küche sofort größer und – je nach Küchenstil – puristischer und eleganter.

Wir haben 7 Stauraumtipps für die Küche zusammengetragen, mit denen Sie den Platz in Ihren Küchenschränken optimal nutzen und endlich wieder Platz auf der Arbeitsplatte schaffen. Diese Stauraumtipps beachten Sie am besten schon während der Küchenplanung – doch auch später lässt sich die Küche durchaus noch optimieren.

Wer die guten Vorsätze gleich in die Tat umsetzen will, kann sich hier bei einem unserer professionellen Küchenpartner vor Ort umsehen.

 

Jede Schublade im Haushalt lässt sich optimieren - selbst die, die sich um das Spülbecken herum schmiegt und eigentlich eine "leere" Blende sein sollte. (Foto: Blum)

Jede Schublade im Haushalt lässt sich optimieren – selbst die, die sich um das Spülbecken herum schmiegt und eigentlich eine „leere“ Blende sein sollte. (Foto: Blum)

 

 

Stauraumtipps für die Küche, Teil 1-3: Befreien Sie Ihre Arbeitsplatte

 

1 Nutzen Sie die Spüle als Arbeitsfläche

Gehören Sie zu den Menschen, die ihr Spülbecken in der ersten eigenen Wohnung oder WG noch vorrangig dafür genutzt haben, um schmutziges Geschirr darin zu stapeln? Sie haben sicherlich damals schon gemerkt, dass das nicht die beste Idee war, um Stauraum oder Platz fürs Spülen zu gewinnen.

Zum Glück lassen sich heutige Spülen viel besser nutzen: Sie sind in der Regel größer, breiter und mit mehreren Einlegeböden erhältlich, sodass man schmutzige Kochtöpfe auf dem mittleren Rost abstellen kann, während man im unteren Bereich frisches Wasser zum Spülen von Lebensmitteln einlässt und die oberste Fläche mit einem Schneidebrett als Arbeitsstation nutzt.

BLANCO, Franke, eisinger und KWC bieten hierfür XXL-Becken, Multifunktionsschalen, verschiebbare Schneidebretter und ausrollbare Gitterablagen an.

 

Spülen werden zunehmend funktionaler - anstatt als pure Wasch- und Spülzone können sie zukünftig auch als Arbeitsplatz zum Schneiden und Vorbereiten genutzt werden. (Foto: BLANCO; Blancoaxia, Silgranit PuraDur)

Spülen werden zunehmend funktionaler – anstatt als pure Wasch- und Spülzone können sie zukünftig auch als Arbeitsplatz zum Schneiden und Vorbereiten genutzt werden. (Foto: BLANCO; Blancoaxia, Silgranit PuraDur)

 

 

2 Räumen Sie mit einer Modulwand auf

Stauraumtipps für die Küche können auch bei einer Küche, die seit Jahren in Benutzung ist, Anwendung finden. Lassen Sie sich beispielsweise nachträglich zu einer Modulwand beraten: Diese hübsch ins Küchenbild integrierten Ablagen und Haken passen ideal an jede Küchenrückwand und sorgen dort für Ordnung bei Spülschwämmen, Küchenbürsten, Küchenrollen und Geschirrtüchern.

Clever kann auch die integrierte Ablage für Kochbücher oder Tablets sein, mit der das Buch oder Gerät einen festen Stand hat und ohne Berührung zur schmutzigen Arbeitsfläche als Rezeptvorlage dienen kann. Marken wie LEICHT, SieMatic und eggersmann bieten bereits spezielle Rückwandlösungen dafür an; sie können jedoch auch extern hinzugekauft werden.

 

 

Stauraumtipps für die Küche zum Nachrüsten: Modulare Rückwandsysteme arbeiten mit einer Reling, Ablagen, Haken etc. - so lässt sich die Rückwand nicht nur optisch schön gestalten, sondern auch kleine Gegenstände handlich verstauen. (Foto: next125 cube)

Stauraumtipps für die Küche zum Nachrüsten: Modulare Rückwandsysteme arbeiten mit einer Reling, Ablagen, Haken etc. – so lässt sich die Rückwand nicht nur optisch schön gestalten, sondern auch kleine Gegenstände handlich verstauen. (Foto: next125 cube)

 

 

3 Nutzen Sie den Eckschrank mit ausfahrbarem Tableau

Ein Großteil der heutigen Küchen wird noch immer in L- oder G-Form gebaut, also „über Eck“. Daraus ergeben sich eine Menge sogenannter „toter Winkel“, die schwierig in der Schrankinnengestaltung sind und auch als Arbeitsfläche eher sperrig zu erreichen sind.

Mittlerweile gibt es hier aber diverse Lösungsansätze, um diesen Hohlraum nicht zu verschenken: Eine davon ist Qanto, ein ausfahrbares Tableau mit 2 oder 3 Stockwerken, das bei Benutzung herausgefahren und nach der Küchenarbeit problemlos wieder in den Hohlkörper versenkt werden kann. Toller Nebeneffekt: Sperrige Geräte wie eine Küchenmaschine haben hier einen dauerhaften Platz, lassen sich aber im Alltag verstecken.

Eine weitere Lösung sind sogenannte Le Mans-Rondellauszüge oder intelligente Eckschrank-Schubladen in Dreiecksform, z.B. von Blum.

 

Mit dem Eckregal „Qanto“ wird der schwierige 90°-Winkel von L- und G-Küchen genutzt. Zeitgleich sorgt er dafür, dass sperrige Gegenstände von der Bildfläche verschwinden. (Foto: Häcker Moskau)

 

 

Stauraumtipps für die Küche, Teil 4-7: So optimieren Sie Ihre Küchenschränke

 

4 Setzen Sie auf Schubladensysteme

Nicht nur der Eckschrank ist ein Sorgenkind in der Küche, das es zu umgehen gilt – auch herkömmliche Küchenschubladen sehen nur ein einziges Mal wirklich aufgeräumt aus, nämlich beim Einzug. Fast jeder hat in seiner Küche die ein oder andere Schublade, in der sich Küchenwerkzeug oder notwendige Helfer wie Backpapier, Kunststofftüten und Topflappen stapeln. Die Folge: Man hat Gegenstände nicht gleich zur Hand und das Chaos nimmt stetig zu.

Wer mit modernen Schubladensystemen, zum Beispiel der L-Box oder Q-Box von LEICHT oder der MultiMatic-Interior-Serie von SieMatic arbeitet, gewinnt nicht nur seinen Überblick zurück, sondern auf gleichem Raum auch mehr Platz. Mithilfe dieser Schubladenlösungen kann Besteck sortiert, Gewürze aufgereiht und große Ölflaschen sorgfältig verstaut werden. Der Koch hat überdies sein Werkzeug gleich zur Hand.

 

Alles im Griff und stets zur Hand: Smarte Innenraumlösungen für Küchenschubladen und Küchenschränke machen das Arbeiten in der Küche nicht nur angenehmer, sondern auch optisch schöner. (Foto: LEICHT)

Alles im Griff und stets zur Hand: Smarte Innenraumlösungen für Küchenschubladen und Küchenschränke machen das Arbeiten in der Küche nicht nur angenehmer, sondern auch optisch schöner. (Foto: LEICHT)

 

 

5 Nutzen Sie auch Schranktüren als Stauraum

Sie haben richtig gelesen: Nicht nur die Innenräume von Schubladen und Küchenschränken lassen sich intelligent mit den richtigen Stauraumtipps für die Küche aufräumen, sondern auch deren Schranktüren. Einige Küchenhersteller haben sich hierfür smarte Türlösungen erdacht, die mit stabilen Hängegestellen zum Platzhalter für Geschirrtücher, Putzmittelflaschen oder Lebensmittel werden.

SieMatic lässt dabei seinen Kunden besonders viel Spielraum beim Stauraum: Die Schranktüren der hochwertigen MultiMatic-Serie sind seitlich mit mehreren vorgebohrten Löchern gestanzt, in die die Ablageflächen nach Belieben eingesetzt werden können. Abstände können so nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden.

Auch Blum, Hersteller von Beschlägen und Schranklösungen, sowie Kesseböhmer, Produzent von innovativen Vorratsablagen, haben intelligente Module erdacht, die in alle modernen Küchenschränke integriert werden können und das Staugut nicht nur sortieren, sondern auch ein besseres Heranreichen ermöglichen.

 

Die MultiMatic Interior-Serie von SieMatic bietet individuellen Stauraum auf vielfältige Weise. Selbst die Platzierung des Stauguts ist individuell wählbar. (Foto: SieMatic)

Die MultiMatic Interior-Serie von SieMatic bietet individuellen Stauraum auf vielfältige Weise. Selbst die Platzierung des Stauguts ist individuell wählbar. (Foto: SieMatic)

 

 

6 Schaffen Sie sich extra Stauraum durch einzelne Küchenmodule

Auch dieser Hinweis zählt zu den Stauraumtipps für die Küche, die sich für bereits vorhandene Küchen eignen. Sie besitzen seit Jahren eine schöne, moderne Küche und sind eigentlich auch zufrieden damit – wenn nicht der mangelnde Stauraum wäre. Viele Menschen können sich im Laufe eines (Küchen-)Lebens nur schwer von Anschaffungen trennen. Kommt neues Kochgeschirr, ein Vorrat an Lebensmitteln oder neue Teller und Tassen hinzu, wird es schnell eng in der vormals geplanten Küche. Hier kann ein einzelnes Modulteil helfen, Platz im Küchenraum zu schaffen und die Ablageflächen zu räumen.

Hersteller wie Naber, bulthaup oder SieMatic bieten mit einzelnen Küchenmodulen Schränke an, die als „Küche in der Küche“ genutzt werden können, beispielsweise mit einem 2. Herd, einer alleinstehenden Kücheninsel oder einem einzelnen Schrankteil, in dem weiteres Staugut untergebracht werden kann. Oftmals sind diese Module komplett individualisierbar und können somit auf Ihre bisherige Kücheneinrichtung angepasst werden. Sie lassen sich einzeln im Raum oder aber an die bisherige Küchenzeile angegliedert aufstellen.

Lesen Sie hier mehr zu Modulküchen und flexiblen Kochstationen.

Das elegante, freistehende Küchenmodul der Serie "URBAN" von SieMatic kann auch ergänzend zu einer bestehenden Küche als Stauraumspender genutzt werden. Da es im Aufbau einem Wohnschrank ähnelt, passt es perfekt als Vitrine in den Übergang von offener Küche zu Wohnraum. (Foto: SieMatic)

Das elegante, freistehende Küchenmodul der Serie „URBAN“ von SieMatic kann auch ergänzend zu einer bestehenden Küche als Stauraumspender genutzt werden. Da es im Aufbau einem Wohnschrank ähnelt, passt es perfekt als Vitrine in den Übergang von offener Küche zu Wohnraum. (Foto: SieMatic)

 

 

7 Lassen Sie Ihre Geräte zu Einbaugeräten werden

In europäischen Breitenkreisen werden – im Gegensatz zu beispielsweise Amerika – Elektrogeräte wie Backofen und Geschirrspüler häufig bereits als fester Bestandteil der Küche geplant und als Einbaugerät in eine Küchenzeile integriert. Alleinstehende Backofen-Herd-Kombinationen sind hier eher selten, da die Geräte in Europa kleiner als die amerikanischen Modelle sind und überdies Platz gespart werden kann.

Was Amerikaner uns allerdings oftmals voraushaben, sind Einbauversionen kleinerer Geräte: Kaffeemaschine, Eiswürfelspender und Weinkühlgerät nehmen in deutschen Küchen immer noch viel Platz auf der Arbeitsfläche (und daneben) ein, obwohl diese Geräte mittlerweile ebenfalls in Küchenzeilen integriert werden können. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Küchenzeile dank des einheitlichen Designs puristischer wirkt, sondern auch, dass unsere Arbeitsfläche endlich wieder frei sind zum Schneiden, Kneten, Ausrollen und Bearbeiten von Lebensmitteln. Übrigens sind Einbaugeräte auf Brusthöhe auch besser für den Rücken: Man kann Gegenstände aus Backöfen leichter entnehmen, wenn man sich hierfür nicht umständlich bücken muss.

 

 

Einbaugeräte wie der Kaffeevollautomat (rechts im Bild) sparen Platz auf der Arbeitsfläche ein - und werden heutzutage überdies rückenschonend auf Brusthöhe verbaut. (Foto: Neff)

Einbaugeräte wie der Kaffeevollautomat (rechts im Bild) sparen Platz auf der Arbeitsfläche ein – und werden heutzutage überdies rückenschonend auf Brusthöhe verbaut. (Foto: Neff)

 

Zum Autor
Susanne Scheffer
Redakteurin

Kochen ist Lebensfreude, gemeinsame Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Und so sieht auch unsere Redakteurin die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich stehen bei jeder Party zurecht die coolsten Leute in der Küche neben dem Kühlschrank mit kühlem Bier und den letzten Guacamole-Resten. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: Auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.