Das Frankfurter Brett

28.10.2016 | Frederik Dix
Das Original-Frankfurter Brett "Mono" in Eiche: Eine echte Bereicherung für Alltag und Küchenleben. (Foto: frankfurter-brett.de)

Sie kochen für eine gesellig große Runde, es gibt viel zu schnippeln, und Sie benötigen lediglich: Ein Brett. Das Frankfurter Brett. Oder auch „die Werkbank für die Küche“, wie die Erfinder es nennen würden. Was dieses tolle Brett ausmacht? Erfahren Sie es hier.

 

Die "Gebrüder Schreiter", wie sich Johannes und Joseph auf ihrer Homepage nennen, haben über 3 Jahre an ihrem genialen Konzept geknobelt. (Foto: frankfurter-brett.de)

Die „Gebrüder Schreiter“, wie sich Johannes und Joseph auf ihrer Homepage nennen, haben über 3 Jahre an ihrem genialen Konzept geknobelt. (Foto: frankfurter-brett.de)

Zusammenfassung des folgenden Textes:

  • das Frankfurter Brett besteht aus einer Fläche zum Schneiden sowie daran befestigten Bügeln mit Behältern für Küchenzutaten, Küchenabfällen und Küchengeräten
  • Ziel ist die platzsparende, mobile Arbeitsstation für Profis und Hobbyköche
  • das Brett ist in 4 Ausführungen erhältlich
  • es ist angelehnt an die Frankfurter Küche und hat eine lobenswerte Erwähnung im German Design Award 2017 gewonnen

 

Wenn Küchen für ihre intelligente Ausstattung gelobt werden, denkt man dabei selten an ein Schneidebrett. Überhaupt hätte nach tausenden von Jahren der Evolution niemand mehr so recht daran geglaubt, dass man ein Küchenbrett überhaupt noch modifizieren könne. Aber genau das haben die Brüder Johannes und Joseph Schreiter jetzt geschafft: Das Frankfurter Brett ist ein cleveres Gadget für die Küche mit Schneidefläche, Auffangbehältern und Aufbewahrungsboxen für Küchengeräte. Doch warum wird es das „Frankfurter Brett“ genannt? Nochmal von vorn.

 

Für das originelle Konzept des Frankfurter Bretts gab es eine "Special Mention" für exzellentes Produktdesign des renommierten German Design Awards 2017. (Foto: GDA)

Frankfurter Küche: Vorbild fürs Frankfurter Brett

Namensgeber für das Frankfurter Brett war tatsächlich die Frankfurter Küche. Die Frankfurter Küche ist vielen ein Begriff für eine kompakte, funktionell ausgestattete Küchenzeile aus den 30er Jahren, in der Handlungsabläufe rationalisiert und vereinfacht wurden. Sie gilt als der Urtyp der modernen Einbauküche, die Arbeitsgänge verkürzen und den Arbeitsplatz selbst kompakt halten sollte. Heute sind Wohnküchen zwar darauf ausgelegt, viel Platz für gemeinsame Kochabende zu bieten, aber dennoch haben deutsche Küchenausstatter einen Hang zum Minimalismus.

Das spiegelt sich in der Simplizität der Küchengeräte wider: Zum Beispiel im überaus praktischen Frankfurter Brett, das für überraschenden Funktionen nun eine „Special Mention“ für exzellentes Produktdesign beim German Design Award 2017 erhielt.

 

Alles, was man zum Arbeiten in der Küche braucht: Das Frankfurter "Mini (Mono)"-Brett mit einem stabilen Bügelsystem und Servierfläche. (Foto: frankfurter-brett.de)

Alles, was man zum Arbeiten in der Küche braucht: Das Frankfurter „Mini (Mono)“-Brett mit einem stabilen Bügelsystem und Servierfläche. (Foto: frankfurter-brett.de)

Was ist das Frankfurter Brett genau?

Zunächst einmal ist das Frankfurter Brett, nunja, ein Brett. Ein Schneidebrett aus robustem, hellen Eichenholz oder Bambus, auf dem sich alle möglichen Lebensmittel für die nächste Mahlzeit kleinschneiden lassen.

Der Clou: Im Brett selbst befindet sich ein patentiertes, ausziehbares Bügelsystem, an dem sich Behälter für Zutaten, Abfall und Schnittgut befestigen lassen. Das spart Arbeitsfläche und Zeit, weil man direkt vom Brett herunter arbeiten kann. Sogar Küchenwerkzeuge nehmen die Behälter auf: Bis zu 12 kg halten Brett und Halterung aus.

Küchenarbeiten können so zügig und sauber vonstattengehen, der Koch hat seine Zutaten im Blick und später beim Anbraten alles gleich zur Hand. Mit dem Frankfurter Brett kauft man nicht nur eine originelle Idee, sondern auch echte Wertarbeit: Die Schneidebretter werden in Frankfurt gefräst und von Hand bearbeitet und geölt; die Basis darin aus Beton gegossen, die Bügel pulverbeschichtet und eingesetzt. Die zugehörigen Behälter entsprechen der weltweiten Gastro-Norm und sind aus den robusten, einfach zu reinigenden Materialien Edelstahl oder Kunststoff gefertigt.

 

Für wen ist das Frankfurter Brett geeignet?

Die Brüder Schreiter haben das Frankfurter Brett über drei Jahre in Profi-Küchen entwickelt, folglich ist es vor allem für Profis und Gastronomen interessant, die schnell viele Zutaten auf einmal schnippeln und vorbereiten müssen.

Wer aber ein leidenschaftlicher Hobbykoch ist, dürfte von dem Brett ebenfalls profitieren: Auf ihrer Homepage adressieren Johannes und Joseph Schreiter „Herdhelden, Kochenthusiasten, Sterneköche, Struktur-Junkies, Detailfanatiker, Messerschwinger, Handarbeiter und Gourmets“.

 

Das Frankfurter Brett ist in 4 verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich in Material, Aussehen und Funktionsgrad unterscheiden. (Foto: frankfurter-brett.de)

Das Frankfurter Brett ist in 4 verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich in Material, Aussehen und Funktionsgrad unterscheiden. (Foto: frankfurter-brett.de)

In welchen Ausführungen gibt es das Frankfurter Brett?

Das Frankfurter Brett ist derzeit in vier Ausführungen erhältlich.

Das Original „Mono“ ist aus Bambus oder Eiche gefertigt, verfügt über herausziehbare Bügel an drei Seiten und nimmt etwa 7kg an Gewicht auf. Abmessungen 500 x 360 x 40 mm. Preis Eiche: 349 €, Preis Bambus: 289 €.

Die kleine Version des Klassikers aus Bambus kommt als „Mini“ mit nur zwei Bügeln für Behälter daher und fasst 3kg Gewicht. Es eignet sich speziell für kleine Küchen mit begrenzter Arbeitsfläche. Abmessungen 390 x 230 x 40 mm. Preis: 199 Euro.

Der „Phoenix“ ist die professionelle Weiterentwicklung des „Mono“-Originalbretts. Es ist größer als sein Vorgänger und fasst unglaubliche 12kg, sodass auch Ölflaschen, Gewürze und Werkzeuge in den Behältern platziert werden können. Das Brett ist aus Polyurethan gefertigt und mit einer Schicht aus Bambus, Eiche, Ahorn oder Kunststoff überzogen. Abmessungen 600 x               450 x 70 mm. Preis: 449 Euro.

Auch Phoenix hat einen kleinen Bruder: Das Phoenix Mini. Es setzt sich aus den gleichen Materialien zusammen, verfügt aber über eine kleinere Fläche und fasst „nur“ 7 kg. Abmessungen 450 x 300 x 70 mm. Preis: 379 €.

Alle Modelle sind beidseitig nutzbar, können als mobile Arbeitsstation überallhin transportiert werden und werden mit Anti-Rutsch-Silikonringen geliefert.

Zum Autor
Frederik Dix
Redakteur

Mit Sägespäne im Haar und Holzleim an den Händen wuchs der Sohn eines Möbelschreiners praktisch in der Werkstatt seines Vaters auf, lernte früh, mit Hammer und Säge umzugehen und probierte sich an selbstgezimmerten Kunststücken, die an die arme Verwandtschaft verschenkt wurden. Dennoch sollten sich die handwerklichen Fähigkeiten in seinem Architekturstudium bemerkbar machen. Heute sieht Frederik in Küchenräumen sofort den Raum zur Verbesserung, das Zusammenspiel von Materialien – und wer das ein oder andere Stück selbst gezimmert hat.