Fenix NTM: Der neue Trend für Arbeitsplatten

12.05.2017 | Frederik Dix
Fenix NTM ist ein revolutionärer neuer Schichtstoff aus Nanopartikeln, der eine starke Ähnlichkeit zu mattem Softlack aufweist. (Foto: ARPA)

Samtmatte Oberflächen sind der Trend der Stunde: Nicht nur deutsche Autobauer liebäugeln mit Mattlack, sondern auch deutsche Küchenhersteller. Nach Jahren des Hochglanzlacks bricht nun die Stunde des Mattlacks an – und mit ihm ein hochentwickelter Schichtstoff namens Fenix NTM, der Mattlack verblüffend ähnlich sieht und revolutionär haltbar gegenüber Widerständen im Küchenalltag ist.

 

 

Das hauchdünne Nano-Material wird wie ein Schichtstoff auf eine Trägerplatte aufgetragen - und ist dennoch extrem widerstandsfähig. (Foto: Arpa)

Das hauchdünne Nano-Material wird wie ein Schichtstoff auf eine Trägerplatte aufgetragen – und ist dennoch extrem widerstandsfähig. (Foto: Arpa)

Was ist der Werkstoff Fenix NTM?

Fenix NTM (Nano Tech Matt) ist ein extrem mattes Nanotech-Material, das wie herkömmlicher Schichtstoff auf ein stabiles Trägermaterial wie Rohspan, MDF, Leichtspan oder Pappelspan aufgetragen wird. Die matte Oberfläche wird durch eine spezielle Nano-Technologie unter Einsatz der Elektronenstrahlverhärtung veredelt.

Dank der mit bloßem Auge nicht erkennbaren, winzigen Nanoteilchen kann der Produktionsvorgang um ein Vielfaches beschleunigt und effizienter gemacht werden. Zudem entsteht durch die Ansammlung kleinster Teilchen eine extrem gleichmäßige, softe Struktur, die in ihren Eigenschaften dennoch hart und widerstandsfähig ist.

Das nur 0,9 mm dünne Material kann auf Küchenfronten, Arbeitsplatten, Wangen und als Nischenverkleidung aufgetragen werden und eignet sich somit hervorragend in der einheitlichen Gestaltung ganzer Küchenräume aus einem einzigen Material.

 

 

Die Oberfläche der extrem verhärteten Fenix-Oberfläche ist nicht nur besonders matt, sondern fühlt sich auch samtig weich an. (Foto: Arpa)

Die Oberfläche der extrem verhärteten Fenix-Oberfläche ist nicht nur besonders matt, sondern fühlt sich auch samtig weich an. (Foto: Arpa)

Wodurch zeichnet sich Fenix NTM aus?

Der Werkstoff Fenix NTM ist nicht nur besonders matt, sondern fühlt sich auch samtweich an. Und Anfassen ist erlaubt: Im Gegensatz zu anderen matten Oberflächen besitzt Fenix eine enorm effektive Anti-Fingerprint-Beschichtung, die sehr einfach zu reinigen ist und keine Spuren hinterlässt. Während Mattlack-Küchen stets Fingerabdrücke offenbaren, kann eine Fenix-Oberfläche bei herkömmlicher Beanspruchung normalen Spuren standhalten.

Ein weiteres Plus gegenüber bisherigen Marktprodukten ist, dass Fenix NTM stark beanspruchbar, abriebfest und kratzfest ist. Damit eignet sich der Trägerstoff perfekt für die Küche, in der wie in einer Werkstatt auch mal gehobelt wird – hier fallen bekanntlich Späne.

Kein Problem für Fenix: Das Material weist eine besonders hohe Resistenz gegenüber Chemikalien und Lösungsmitteln auf und kann somit ohne Bedenken mit säurehaltigen, haushaltsüblichen Reinigungsmitteln gepflegt werden.

Fenix NTM besitzt zudem eine anti-statische, antibakterielle Oberfläche, die wasserabweisend und schimmelsicher ist und sich somit ideal für den Umgang mit Lebensmitteln eignet. Die Lebensmittelsicherheit wurde bei Fenix NTM zusätzlich in Bezug auf den Einsatz der Nano-Technologie geprüft, die mitunter umstritten ist. Der Schichtstoff gilt jedoch nachweisbar als unbedenklich in der Verarbeitung von Arbeitsplatten.

 

 

Wie ein Phoenix aus der Asche

Mittels Wärmeeinwirkung und Feuchtigkeit können Kratzer problemlos ausgebessert werden. (Foto: Rehau)

Mittels Wärmeeinwirkung und Feuchtigkeit können Kratzer problemlos ausgebessert werden. (Foto: Rehau)

Der Nano-Schichtstoff Fenix NTM hat seinen Namen nicht von ungefähr – es hat mit einer seiner herausragenden Eigenschaften zu tun: Oberflächliche Mikrokratzer können mittels thermischer Reparatur ausgebessert werden, in dem zum Beispiel einfache Kratzer mit dem Bügeleisen und einem Handtuch „glattgebügelt“ werden. Das Material steht also wie ein Phoenix aus der Asche wieder auf – und ist extrem langlebig und wandelbar.

Dennoch markiert diese Eigenschaft auch eine kleine Schwäche des Werkstoffs: Fenix ist nicht gänzlich feuerfest und sollte bei heißen Töpfen und Pfannen mit Vorsicht behandelt werden. Allerdings ist der Werkstoff beständig gegen trockene Hitze bis zu 150°C.

 

 

FENIX NTM kann für Arbeitsplatten, Küchenfronten und Spritzschutzwände in der Küche verwendet werden. (Foto: Northern Contours)

FENIX NTM kann für Arbeitsplatten, Küchenfronten und Spritzschutzwände in der Küche verwendet werden. (Foto: Northern Contours)

So lässt sich Fenix in der Küche verwenden

Fenix NTM bietet als revolutionär neue Technik in Mattlack-Optik viele Anwendungsgebiete in der Küche. So kann es als Material für Arbeitsplatten, Fronten, Spritzschutzwände und sogar Einrichtungsgegenstände wie Tische, Stühle, Regale und Trennwände eingesetzt werden.

Das qualitativ wertvolle Hochleistungsmaterial kann eine echte Alternative zu Glas oder einem Mineralwerkstoff darstellen und bietet den Vorteil der leichten Bearbeitung und Verformung. Zudem kann Fenix in verschiedenfarbigen Dekoren, von zeitlos bis klassisch, angefertigt werden. Dank der extrem matten Oberfläche wirken Weißtöne wie Winterlandschaften oder das Grau wie eine stille Wasseroberfläche.

Der italienische Hersteller Arpa liefert mittlerweile sein innovatives Material Fenix NTM in die ganze Welt aus – fragen Sie hier bei Ihrem lokalen Küchenhändler nach und lassen Sie sich die Vorzüge vor Ort erläutern.

 

Zum Autor
Frederik Dix
Redakteur

Mit Sägespäne im Haar und Holzleim an den Händen wuchs der Sohn eines Möbelschreiners praktisch in der Werkstatt seines Vaters auf, lernte früh, mit Hammer und Säge umzugehen und probierte sich an selbstgezimmerten Kunststücken, die an die arme Verwandtschaft verschenkt wurden. Dennoch sollten sich die handwerklichen Fähigkeiten in seinem Architekturstudium bemerkbar machen. Heute sieht Frederik in Küchenräumen sofort den Raum zur Verbesserung, das Zusammenspiel von Materialien – und wer das ein oder andere Stück selbst gezimmert hat.