küchenwohntrends 2018: Ein neues Messekonzept

15.05.2018 | Sophie Engelhard
Die küchenwohntrends 2018 stellte ein neues Messekonzept vor: "Lebensräume" wurde konzipiert, um den Messebesuch erlebbarer zu machen. (Foto: küchenwohntrends)

Die Welt der Küchen im Messefieber: Nach der Mailänder EuroCucina im April stand nun die „ küchenwohntrends 2018 “ auf der Agenda der Fachhändler und interessierten Endkunden. Am 6. und 7. Mai tauchten Münchens beliebte Eventlocations Zenith, Kohlebunker und auch das Kesselhaus in die Einrichtungs- und Designwelt ein. Mit Neuheiten der Hersteller wurden die Besucher wenige Wochen nach der EuroCucina in Mailand zwar – wie erwartet – nicht überrascht, jedoch konnte das Messekonzept der küchenwohntrends 2018 mit einer neuartigen Standgestaltung überzeugen. Unsere Impressionen und besonderen Highlights der Messe haben wir für Sie zusammengefasst. Lesen Sie mehr:

 

 

Innovatives Pop-Up-Projekt “Lebensraum” auf der küchenwohntrends 2018

„Lebensraum“ wurde konzipiert, um den Messebesuch erlebbarer zu machen. Das neue Konzept wurde im renovierten Kohlebunker präsentiert: Die Veranstalter der trendfairs GmbH arbeiteten eng mit einem renommierten Architektenduo zusammen und kreierten sieben verschiedene Lebensräume, welche einen Einblick in moderne Wohnkonzepte mit Wohnzimmer, Küche, Esszimmer und Schlafzimmer boten. Diese wurden großzügig und detailliert in der loftartigen Halle einander gegenübergestellt. Auch nach oben hin gab es keine Begrenzung, ausgenommen der meterhohen Decke des charaktervollen Kohlebunkers im Industrial Look. Die Offenheit der Räume und insbesondere das einfallende Tageslicht erschufen eine angenehme Atmosphäre zum Bestaunen, Inspiriertwerden und vor allem zum Erleben.

In die Lebensräume flossen Produkte von jeweils bis zu 11 verschiedenen Marken ein. Die Kombination ist der entscheidende Faktor dieses Konzepts. Eine luxuriöse next125-Küche wurde beispielsweise neben einer mit hochwertigem Rosenthal-Porzellan gedeckten und von edlen Occhio-Lampen beleuchteten Tafel präsentiert. Die jeweiligen Produkte dieser Marken verkörpern Luxus; eine Kombination der Luxusartikel hat die Wirkung gesamtheitlich an den Messebesucher vermittelt. Selbstverständlich geht es letztlich immer noch um die einzelnen Produkte der Hersteller. Die Art der Präsentation ist allerdings eine sehr durchdachte Idee, welche aus reichlich Erfahrung entstand und das Standard-Konzept einer Messe herausfordert.

Dieses Projekt stand nicht nur bei der Planung der jährlichen Küchenmesse im Mittelpunkt, sondern auch bei der Umsetzung – die sieben Lebensräume waren das Highlight der Premium-Messe. Die meisten Besucher der drei Gebäude fanden sich im Kohlebunker, welcher die perfekte Location für ein neues Konzept wie dieses ist.

 

Als Gebäude für das Pop-Up-Projekt "Lebensraum" wurde der Kohlebunker im Industrial-Look gewählt. Die lichtdirchflutete, rustikale Location bot eine besondere Atmosphäre für die Premium-Produkte. (Foto: küchenwohntrends)

Als Gebäude für das Pop-Up-Projekt “Lebensraum” wurde der Kohlebunker im Industrial-Look gewählt. Die lichtdurchflutete, rustikale Location bot eine besondere Atmosphäre für die Premium-Produkte. (Foto: küchenwohntrends)

 

 

Podium-Events auf der küchenwohntrends 2018

Im Zenith wurde eine Vielzahl von einzelnen Messeständen aufgebaut. Der Veranstalter legte auch hier Wert auf die Offenheit der Messestände sowie auf die Vermischung der unterschiedlichen Themen der Unternehmen. So wurden aus Technologie-Unternehmen und Holz-Verarbeitern Nachbarn und der Messebesucher konnte sich beim Rundgang von den unterschiedlichen Eindrücken inspirieren lassen.

Auch das Podium verschmolz mit den restlichen Messeständen. An beiden Messetagen wurden verschiedene Experten der Branche eingeladen, Vorträge und Präsentationen im Zenith abzuhalten. Die Podium-Events trugen stark zur Qualität der Messe bei und bereicherten den Besuch der Fachleute sowie der Konsumenten. Gäste wie u.a. Uwe Linke (Experte für Raumpsychologie), Markus Fröde (Eventkoch u.a. für den Miele Dialoggarer), Barbara Friedrich (ehemalige Chefredakteurin bei Architektur & Wohnen) und Willi Bruckbauer (CEO BORA) teilten ihr Wissen und ihre Meinungen vor zahlreichen Interessenten.

 

Eine Vielzahl an Podium-Events mit spannenden Themen und erfahrenen Experten bereicherten den Messebesuch. (Foto: küchenwohntrends)

Eine Vielzahl an Podium-Events mit spannenden Themen und erfahrenen Experten bereicherten den Messebesuch. (Foto: küchenwohntrends)

 

 

Die Zukunft der Küche als Debatte auf der küchenwohntrends 2018

Am Nachmittag des zweiten Messetages leitete Barbara Friedrich einen spannenden Talk unter dem Motto: „Quo vadis Küche“. Die Zukunft der Küche stand im Mittelpunkt. An den unterschiedlichen Gedanken und Antworten der Sprecher Markus Schüller (CEO Schüller-Küchen) , Sarah Maier (Architektin und Designerin) und Willi Bruckbauer zeichnete sich ab, dass auch innerhalb der Küchenbranche verschiedene Ansichten und Erwartungen gegenüber der Entwicklung der Küche herrschen.

Fakt ist: Die Gesellschaft verändert sich und somit auch der Stellenwert des Kochens und der Küche. Die einen blicken der vielleicht nicht mehr so fernen Zukunft mit 3D-Druckern und Robotern in der Küche entgegen und die anderen sehen eine Evolution des Kochens, welche sich wieder hin zu immer natürlicher werdenden Lebensmitteln und den Roh-Essenzen der Küche entwickelt.

Über die ferne Zukunft kann viel philosophiert und diskutiert werden, relevant sind für die meisten Küchenhersteller und -interessenten in erster Linie jedoch die aktuell herrschenden Trends sowie die nahe Zukunft. Diese sehen die Veranstalter der küchenwohntrends 2018 vor allem im Lebensraum, in welchem gekocht, gegessen und gewohnt wird.  Die Verschmelzung der verschiedenen Bereiche stand im Fokus der diesjährigen Messe und spiegelte sich in mehreren Punkten – so auch in den Themen und der Lage des Podiums – wider.

 

 

Das zukunftsorientierte Unternehmen BORA bot den Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis: Im gläsernen Kubus ging es hoch hinaus. 30 Meter hoch über München schwebend, durften die Gäste ein ganz besonderes Lifestyle-Feeling erleben. (Foto: küchenwohntrends)

Das zukunftsorientierte Unternehmen BORA bot den Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis: Im gläsernen Kubus ging es hoch hinaus. 30 Meter hoch über München schwebend, durften die Gäste ein ganz besonderes Lifestyle-Feeling erleben. (Foto: küchenwohntrends)

 

 

BORA auf der küchenwohntrends 2018

Eine Marke, die vielen Besuchern wohl am eindrücklichsten in Erinnerung an die küchenwohntrends 2018 bleiben dürfte, ist BORA. Das Lüftungstechnik-Unternehmen präsentiert nicht nur seine Produkte am einzigartigen Messestand – mit raffiniertem Einsatz von hellem Holz und bunten Töpfen – sehr ansprechend. Passend zum Lebensraum-Thema der Messe legte BORA den Fokus neben den technischen Produkten auch gekonnt auf das Erleben – also auf den Lifestyle – der Marke.

BORA macht sich mittlerweile nicht nur als Vorreiter der Kochfeldabzüge einen Namen, sondern glänzt ebenfalls mit eigenem Radsportteam und eigens entwickeltem Konzept „10 | 10“. Das 10 | 10 Prinzip wird u.a. in 10 verschiedenen Editionen eines kleinen BORA-Kochbuchs vorgestellt. Die Kochbücher wurden in Kooperation mit Sterneköchen wie Johann Lafer kreiert. Die Idee hinter dem Prinzip ist es, gesunde und köstliche Gerichte schnell und einfach zuzubereiten. Die exklusiven Rezepte könnten vielfältiger kaum sein. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Nach 10 Minuten Vorbereitungszeit und 10 Minuten Kochzeit sind die Speisen fertig auf dem Teller. Durch diese geringe Zubereitungszeit bleibt mehr der wertvollen Zeit des gemeinsamen Genießens und Beisammenseins.

BORAs CEO Willi Bruckbauer ist der Meinung, dass sich die Küche immer weiter von der funktionalen Einbauküche entfernt und hin zum schönen Möbel entwickelt. Die in Mailand vorgestellte Neuheit – der BORA Classic in Schwarz – wurde nun ebenso in München präsentiert und verkörpert durch die optische Verschmelzung mit dem Kochfeld die Vision Bruckbauers.

Neben der guten Stimmung am BORA-Messestand bleibt vor allem ein weiteres Highlight in den Köpfen und Fotogalerien der Besucher: Der bekannte BORA-Foodtruck mit gläsernem Kubus war im Rahmen der BORA-Revolution-Tour mit in München. BORA präsentierte die „hohe Kunst des Genießens“ und bekochte die Gäste in 30 Metern Höhe mit Blick über München. Im schwebenden Cube ging es dank Kran hoch hinaus und auch der Gaumen wurde dank BORA-Köchen himmlisch verwöhnt – natürlich mit 10 | 10-Rezepten. Das Unternehmen steht für hohe Standards, wenn es darum geht, das Alltägliche besonders zu machen – wenn es um Lifestyle geht.

 

 

Einzigartigkeit trifft hier definitiv zu. BORA weiß, wie man Kunden von sich begeistert und unvergessliche Erlebnisse kreiert. (Foto: küchenwohntrends)

Einzigartigkeit trifft hier definitiv zu. BORA weiß, wie man Kunden von sich begeistert und unvergessliche Erlebnisse kreiert. (Foto: küchenwohntrends)

 

 

Die küchenwohntrends und die Eurocucina

Rückblickend war die küchenwohntrends 2018 in München ein erfolgreiches Erlebnis mit Blick auf die Zukunft der Küche und dem Fokus auf die Verschmelzung von Lebensräumen. Die Neuheiten an technischen Produkten und innovativen Designs wurden allerdings hauptsächlich auf der EuroCucina in Mailand vorgestellt. Beide Messen wurden mit unterschiedlichen zentralen Aspekten verwirklicht und haben trotz der terminlichen Nähe verschiedene, nachhaltige Eindrücke bewirkt. Wir sind gespannt, wie sich das neue Messekonzept „Lebensraum“ weiterentwickelt und blicken der küchenwohntrends 2019 in Salzburg neugierig entgegen.

 

Zum Autor
Sophie Engelhard

Ob nun bei Freunden zu Hause, oder in einem Restaurant – dort wo Küchen sind, gehen Menschen glücklicher, als sie gekommen sind. Sophie liebt es, Küchen in ihrer Vielfalt kennenzulernen und ist begeistert, Inspiration und Tipps mit Freunden zu teilen. Ob es nun um den Landhaus- oder den puristischen Großstadtstil geht, ist unwichtig für die zugezogene Münchnerin, die ursprünglich vom schönen Bodensee kommt. Denn gerade die Vielfalt der Küchen ist eins ihrer Lieblingsthemen.