5 Vorteile von Premium-Küchen, die Sie kennen sollten

15.05.2019 | Frederik Dix
Die Küche wird zum neuen Statussymbol: immer mehr Menschen investieren in Premium-Küchen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Das hat Gründe. (Foto: SieMatic)

Premium-Küchen definieren sich nicht nur über ihren Preis. Es ist auch die hohe Funktionalität und das gewisse Extra, welches Küchen im teureren Segment so attraktiv für jede Zielgruppe macht. Wir stellen 5 Gründe für den Kauf von Premium-Küchen zur Diskussion.

 

In einem Artikel über Bauherren und ihr Eigenheim stellte der SPIEGEL erst kürzlich fest: „Jede Einbauküche wird sorgfältiger gekauft als ein Haus.“* Das mag sein. Gründe hierfür gibt es viele: das vielfältige Angebot des globalen Küchenmarkts, die technologische Weiterentwicklung von Küchenmaterialien und Küchengeräten – oder einfach auch das gesteigerte Interesse an gesunder Ernährung, welches mit einem Rückzug in die heimische Küche einhergeht und die Menschen zurück an die eigenen, dabei bitteschön hochwertigen, Töpfe treibt.

 

 

Markt für Premium-Küchen wächst: 5/10 Herstellern im gehobenen Küchensegment

Man setzt auf Qualität, und das mithin nicht mehr nur auf dem Teller, sondern auch in der Küchenumgebung. Während die durchschnittlichen Verkaufszahlen auf dem Küchenmarkt stagnieren oder sogar leicht rückläufig sind, wächst das Premiumsegment unvermittelt weiter. Die Küche wird als das neue Statussymbol gehandelt, für das die Menschen zunehmend mehr Geld ausgeben. In der Top 10-Liste der deutschen Küchenhersteller finden sich mit bulthaup, SieMatic und Poggenpohl immerhin drei Premium-Küchen-Hersteller wieder und mit LEICHT und Schüller (respektive deren Designlabel next125) zwei Hersteller auf stark gehobenem Niveau.

Auch die restlichen Küchenhersteller der Top 10-Liste, namentlich Nobilia, Häcker, Nolte, Bauformat und Ballerina, agieren nicht mehr nur in der breiten Masse, sondern heben das Abverkaufsniveau ihrer Küchen deutlich an. Der Durchschnittspreis für im deutschsprachigen Raum verkaufte Küchen kletterte 2018 auf 7.106 Euro**, eine signifikante Steigerung in den vergangenen vier Jahren (2014: 6.054 Euro). Noch rasanter wächst die gehobene Küchenpreisklasse ab 10.000 Euro: heute machen Premium-Küchen bereits 23,2% des Gesamtumsatzes aus.

 

 

Der Markt für Premium-Küchen wächst: in der Top 10-Liste der deutschen Küchenhersteller operieren rund die Hälfte der genannten Firmen im höherwertigen Segment. (Foto: Poggenpohl)

Der Markt für Premium-Küchen wächst: in der Top 10-Liste der deutschen Küchenhersteller operieren rund die Hälfte der genannten Firmen im höherwertigen Segment. (Foto: Poggenpohl)

 

 

Gründe für Interesse an Premium-Küchen: Bewusstsein für echtes Handwerk und Individualität

Diese Zahlen haben ihre Gründe. Sie sind weniger ein Zeichen gesteigerten Konsums und Wohlstands, denn eines allmählich zurückkehrenden Bewusstseins für echtes Handwerk, natürliche Materialien und Individualität. Hochwertige Küchen verrichten länger ihren Dienst – und dieser ist maßgeschneiderter auf die Wünsche des Kunden angepasst als eine Verlegenheitslösung aus dem Einrichtungshaus. Wir haben fünf Gründe gesammelt, weshalb Sie beim Kauf auf Premium-Küchen setzen sollten.

 

 

1 Lebensdauer von Premium-Küchen: wer billig kauft, kauft doppelt

Günstig ist nicht immer gleich schlecht. Es gibt Elemente einer Küche, an denen man durchaus sparen kann. Dazu zählen beispielsweise Küchengeräte wie Kühlschrank, Induktionsfeld oder Backofen, die auch als Vorjahresmodell einen sehr guten Dienst tun. Ebenso verhält es sich mit der Armatur: wer nicht auf technologische Neuheiten mit Heißwasserfunktion und Messbecher-Rädchen setzt, kann bedenkenlos zu einem günstigeren Modell greifen.

Woran man allerdings nicht sparen sollte, ist zweifellos der Korpus sowie die Materialien von Fronten und Arbeitsoberflächen. Hier greift die alte Regel: wer billig kauft, kauft doppelt. Statt zu robustem HPL-Schichtstoff, Hochwert-Laminat oder Holz greifen Kunden dann beispielsweise zu günstigen Lackierungen oder Folienfronten, die weder stoß- und kratzfest, noch langlebig sind. Folien laufen z.B. Gefahr, sich über die Jahre hinweg vom Grundmaterial zu lösen und überdies Schmutz und Staub an den Klebelinien anzusammeln.

Ebenso verhält es sich mit dem Grundkorpus. Kücheninseln, die auf Gehrung gearbeitet sind, extra belastbare Schübe und Auszüge besitzen oder mit hochwertigen Scharnieren für ein reibungsloses Öffnen und Schließen der Schranktüren sorgen, finden sich in der Regel im höherwertigen Preissegment angesiedelt – und sind von längerer Lebensdauer als ihr günstiges Pendant aus dem SB-Warenhaus.

 

 

Wer auf hochwertige Materialien wie Stein, Mattlack oder HPL-Schichtstoff setzt, hat auch in vielen Jahren noch etwas von seiner Küche - und tut sich leichter mit der Pflege. (Foto: Dross & Schaffer selektionD)

Wer auf hochwertige Materialien wie Stein, Mattlack oder HPL-Schichtstoff setzt, hat auch in vielen Jahren noch etwas von seiner Küche – und tut sich leichter mit der Pflege. (Foto: Dross & Schaffer selektionD)

 

 

2 Anpassbarkeit & Individualisierung von Premium-Küchen

Die Individualisierung ist so alt wie die Menschheit selbst: um sich von anderen zu unterscheiden, wurden Hymnen, Flaggen, Sprachen und Bekleidungsstile entwickelt. In Zeiten der Globalisierung dehnt sich die Individualisierung nicht mehr nur auf Völker, sondern auf jeden Einzelnen aus. Das muss nicht schlecht sein: Individualisierung ist schlicht auch der Wille, etwas auf sich und seine Bedürfnisse zuzuschneiden.

Doch genug der Theorie. Im Küchenraum ist die Individualisierung so wertvoll wie nie. Während Küchenmöbel von der Stange günstig sind, lassen sie sich schwer auf besondere Raumverhältnisse oder persönliche Vorlieben anpassen. Hohe Räume oder Dachschrägen können mit Maßanpassungen bis zur Decke ausgenutzt werden. Wer viel kocht oder mit mehreren Personen gleichzeitig in der Küche arbeitet, ist vielleicht mit zwei Spülbecken besser beraten, deren Anordnung ebenfalls individuell abgestimmt werden sollte. Und wer auf einen cleanen, puristischen Look setzt, kann in hochwertigen Küchen die Geräte vollintegriert in der Küchenschrankwand verbergen lassen.

Das Schöne: hierzu können sich Kunden maximal individuell beraten lassen und auf die Kreativität erfahrener Planer setzen. Raffinierte Planungsdetails und eine effektive Raumausnutzung gibt es beim Online-Drag & Drop-Küchenkauf nicht dazu. Wer noch dazu auf altes Handwerk und ehrliche Materialien – oder besonders ausgefallene Sonderanfertigungen – setzt, wählt ein Küchenstudio mit angeschlossener Schreinerei, die liebevolle Unikate für Premium-Küchen produzieren.

 

 

Premium-Küchen bieten einen hohen Grad an Individualisierung - auch bei anspruchsvollen Raumverhältnissen. (Foto: Dross & Schaffer Ludwig 6)

Premium-Küchen bieten einen hohen Grad an Individualisierung – auch bei anspruchsvollen Raumverhältnissen. (Foto: Dross & Schaffer Ludwig 6)

 

 

3 Übergang zum Wohnbereich bei Premium-Küchen

Im hochwertigen Küchen-Segment seit Jahren als Trend hochgelobt, ist die Öffnung des Küchenraums zum Wohnzimmer hin – und die Gestaltung von raumübergreifenden Schränken mit Vitrinencharakter und entsprechend wohnlicher Beleuchtung – noch nicht im günstigen Segment angekommen. Wer eine harmonische Gestaltung von Ästhetik und Funktion wie auch von Wohn- und Küchenraum erzeugen möchte, sollte sich in spezialisierten Küchenstudios beraten lassen.

Statt einzelner Küchenzeilen werden in Fachstudios Küchenräume geplant: das bezieht die Gestaltung von Licht, Böden und Wänden ebenso ein wie eine wohngerechte Farbberatung. Immer mehr Küchenhersteller im Premiumsegment fertigen nun auch Möbel wie Raumtrenner, Schränke und Sitzecken an, die den idealen Übergang vom Kochen zum Wohnen kennzeichnen.

 

 

Immer mehr Hersteller wie SieMatic, LEICHT, bulthaup, Poggenpohl oder Häcker konstruieren eigene Regale, die an Wohnzimmervitrinen erinnern - und einen gekonnten Übergang zum Wohnbereich in Premium-Küchen bilden. (Foto: SieMatic)

Immer mehr Hersteller wie SieMatic, LEICHT, bulthaup, Poggenpohl oder Häcker konstruieren eigene Regale, die an Wohnzimmervitrinen erinnern – und einen gekonnten Übergang zum Wohnbereich in Premium-Küchen bilden. (Foto: SieMatic)

 

 

4 Hohe Funktionalität von Premium-Küchen

Für Laien sind hochwertige Premium-Küchen von solchen aus dem Niedrigpreissortiment manchmal schwer zu unterscheiden. Klar: auf den ersten Blick sehen auch günstige Materialien oder nachgeahmte Optiken schön aus. Die geringe Strapazierfähigkeit günstiger Materialien, die schnell verkratzen oder keinen hohen Temperaturen und Dämpfen ausgesetzt werden dürfen, zeigt sich für den Kunden dann erst im Laufe der Benutzung.

Hierbei sind wir beim Stichwort Funktionalität angekommen: Premium-Küchen müssen, entgegen aller Annahme, nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Sie behandeln den Küchenraum eher wie eine Werkstatt, in der robust gearbeitet werden darf. Das hält eine gute Küche aus. Die hohe Funktionalität hochwertiger Küchen zeigt sich neben ihrer Widerstandsfähigkeit (siehe Punkt 1) auch in der komfortablen Handhabung im Küchenalltag. Will heißen: Türen öffnen sich durch leichten Druck elektrisch, Armaturen werden per Sensor ausgelöst, Backöfen antizipieren Kochprozesse und überwachen sie automatisch, Schränke und Schubladen sind ergonomisch an Ecken und Kanten angepasst und werden auf bestimmte Funktionen zugeschnitten (Bsp.: Spülenunterschrank, Abfallsammler, Brotschrank). Wer gut leben und kochen will, stellt Funktionalität vor Form.

 

 

Premium-Küchen setzen, entgegen aller Annahmen, vor allem auf Funktionalität (natürlich in ausgewogenem Verhältnis zum Design). Moderne Geräte wie beispielsweise der Backofen aus der Miele Generation 7000 antizipieren Vorgänge allein durch Bewegung. (Foto: Miele)

Premium-Küchen setzen, entgegen aller Annahmen, vor allem auf Funktionalität (natürlich in ausgewogenem Verhältnis zum Design). Moderne Geräte wie beispielsweise der Backofen aus der Miele Generation 7000 antizipieren Vorgänge allein durch Bewegung. (Foto: Miele)

 

 

5 Das gewisse Extra von Premium-Küchen

Wir haben es zu Beginn angesprochen: eine gute Küche kommt selbstverständlich auch ohne überflüssigen Schnickschnack aus; das Hauptaugenmerk liegt auf kurzen Laufwegen, beständigen Materialien, funktionaler Schrankeinteilung und einem Wohlfühlcharakter. Dennoch kann eine Küche, für die der Kunde bereit ist, mehr Geld in die Hand zu nehmen, auch richtig Spaß machen. Das hat viel mit Elektronik und auch ein wenig mit weiterentwickelter Mechanik zu tun. Die private Küche tastet sich an Gourmetfunktionen heran: wer besonders gesund kochen möchte, setzt auf Dampfgarer und Sous-Vide-Funktionen, wer ein Weinkenner und -genießer ist, wählt das ästhetische Aussehen eines Weinklimaschranks.

Wärmeschubladen helfen, Teller und Tassen für Gäste zu erwärmen oder Lebensmittel durch Niedriggaren ganz besonders sanft zuzubereiten. In die Kücheninsel integrierte Sektkühler oder automatische Eiswürfelzubereiter beim Kühlschrank sind ein Hingucker auf jeder Küchenparty. Und Pocket-Schränke verbergen das gewisse Extra einer Küche – wie etwa eine integrierte Kaffeebar – vor den Augen der Besucher. Die Liste ist schier endlos: die heutige moderne, hochwertige Küche ist eine Hommage an Design und Ästhetik, Mechanik und Funktionalität. Und an den Menschen, der seine eigene Küche daheim als das neue Statussymbol ansieht.

 

 

Premium-Küchen halten das gewisse Extra bereit. Das kann eine tolle Sitzecke, ein aufregender Naturstein oder ein exklusiver Weinklimaschrank sein. In jedem Fall auch immer eine Investition in die Zukunft. (Foto: Gaggenau)

Premium-Küchen halten das gewisse Extra bereit. Das kann eine tolle Sitzecke, ein aufregender Naturstein oder ein exklusiver Weinklimaschrank sein. In jedem Fall auch immer eine Investition in die Zukunft. (Foto: Gaggenau)

 

 

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*https://www.spiegel.de/plus/kostenfallen-beim-eigenheim-so-koennen-sich-bauherren-schuetzen-a-801948ed-b1e0-43c8-9b1e-c65538bc365b

** Quelle: „Der Küchenprofi“ 1/19, S. 33.

 

Zum Autor
Frederik Dix
Redakteur

Mit Sägespäne im Haar und Holzleim an den Händen wuchs der Sohn eines Möbelschreiners praktisch in der Werkstatt seines Vaters auf, lernte früh, mit Hammer und Säge umzugehen und probierte sich an selbstgezimmerten Kunststücken, die an die arme Verwandtschaft verschenkt wurden. Dennoch sollten sich die handwerklichen Fähigkeiten in seinem Architekturstudium bemerkbar machen. Heute sieht Frederik in Küchenräumen sofort den Raum zur Verbesserung, das Zusammenspiel von Materialien – und wer das ein oder andere Stück selbst gezimmert hat.