Pommes waren nur der Anfang. Längst landen im Airfryer auch Gemüse, Lachs, Hähnchen – und sogar Aufläufe oder Muffins gelingen darin erstaunlich gut. Die Heißluftfritteuse hat sich vom reinen Snack-Gerät zum ernstzunehmenden Küchenhelfer entwickelt. Besonders für alle, die im Alltag schnell, unkompliziert und mit wenig zusätzlichem Fett kochen möchten.
Doch bei dem riesigen Angebot verliert man schnell den Überblick. Welches Modell eignet sich für Familien? Welcher Airfryer passt in eine kleine Küche? Und lohnt sich ein Gerät mit zwei Körben, Dampf-Funktion oder besonders edlem Design? Wir haben 5 beliebte Airfryer verglichen und zeigen, welches Modell zu welchem Alltag passt.

Knusprig, schnell, fettärmer: Was ein Airfryer wirklich kann
Die Grundidee eines Airfryers ist simpel: Heiße Luft zirkuliert mit hoher Geschwindigkeit um die Speisen. Dadurch werden sie außen knusprig, während sie innen saftig bleiben. Im Unterschied zur klassischen Fritteuse wird dafür meist nur wenig oder gar kein zusätzliches Öl benötigt.
Gerade im Alltag ist das ein großer Vorteil. Viele Gerichte gelingen schneller als im Backofen, weil der Garraum deutlich kleiner ist und sich rasch aufheizt. Auch kleine Portionen lassen sich unkompliziert zubereiten – ohne gleich den großen Ofen einschalten zu müssen.
Hinzu kommt: Moderne Airfryer sind erstaunlich vielseitig. Je nach Modell kann man darin nicht nur frittieren, sondern auch backen, grillen, rösten, aufwärmen oder sogar dampfgaren. Trotzdem zeigt der Test: Airfryer ist nicht gleich Airfryer. Leistung, Fassungsvermögen, Bedienkomfort und Ausstattung unterscheiden sich teils deutlich. Manche Modelle sind ideal für Familien, andere eher für kleine Haushalte. Einige punkten mit besonders knusprigen Ergebnissen, andere mit smarter Technik oder einem besonders schönen Design.
>>> Wer statt eines Standgeräts lieber eine integrierte Lösung sucht, findet in unserem ausführlichen Artikel zur Airfryer-Funktion im Backofen alle wichtigen Infos: von den Vorteilen bis zu passenden Geräten.
Alltagstest: Die 5 beliebtesten Airfryer im Vergleich
Für unseren Vergleich haben wir 5 Airfryer getestet, die unterschiedliche Ansprüche erfüllen: vom kompakten Modell für kleine Küchen bis zum großen Dual-Basket-Gerät für Familien. Entscheidend waren dabei nicht nur technische Daten, sondern vor allem der Alltag: Wie einfach lässt sich das Gerät bedienen? Wie gut werden die Ergebnisse? Wie viel Platz braucht der Airfryer auf der Arbeitsplatte? Und für wen lohnt sich welches Modell wirklich?
Das 2-in-1-Gerät: Philips Steam Airfryer 5000 Series Dual Basket
Starting off strong: Der Philips Steam Airfryer 5000 Series Dual Basket zeigt in unserem Vergleich besonders gut, wie vielseitig ein Airfryer heute sein kann. Er besitzt nicht nur alle klassischen Heißluft-Funktionen, sondern kann auch dampfgaren. Er ist damit der erste Dual Basket Airfryer mit Steam-Technologie auf dem Markt.
Und gerade diese Steam-Funktion ist im Alltag ein echter Gewinn: Empfindliche Speisen trocknen nicht aus und gegenüber dem klassischen Kochen bleiben mehr Nährstoffe erhalten. Im Praxistest haben wir im großen Korb Lachs dampfgegart, während im kleineren Korb Bratkartoffeln knusprig wurden. Das Gerät erinnerte bei der Hälfte der Zeit mit einem Erinnerungsalarm an das rechtzeitige Wenden. Das Ergebnis hat überzeugt: Der Fisch blieb saftig, die Kartoffeln bekamen den gewünschten Crunch. Wer mag, kann auch Dampf und Heißluft miteinander kombinieren.
Auch die automatische Dampfreinigungsfunktion ist im Alltag angenehm, weil sich Fettablagerungen im großen Korb und rund um die Heizleitung dadurch leichter entfernen lassen. Zu beachten ist: Durch die zwei nebeneinanderliegenden Körbe ist dieser Airfryer von Philips vergleichsweise platzintensiv.
Gut zu wissen:
- Fassungsvermögen: 9 Liter gesamt; 6 Liter großer Korb, 3 Liter kleiner Korb
- Funktionen: Airfryen, Dampfgaren, Kombination aus Dampf und Heißluft, Backen, Grillen, Rösten, Aufwärmen
- Besonderheiten: zwei Körbe, 12 Programme, HomeID-Rezepte-App, Erinnerungsalarm, Dampftechnologie
- Ideal für: Familien, Vielkocher und alle, die knusprige Ergebnisse mit schonender Zubereitung verbinden möchten


Das Designobjekt: Cosori ICONIC Single
Mit seinem abgerundeten, minimalistischen Design und dem glänzenden Edelstahl passt der Airfryer ICONIC Single von Cosori perfekt in moderne Küchenräume. Aus eben diesem Grund wurde er auch mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.
Das Edelstahlgehäuse ist aber nicht nur schön anzuschauen, sondern im Alltag auch praktisch: Die Heißluftfritteuse ist dadurch besonders langlebig, widerstandsfähig und einfach zu reinigen. Und auch das Innere konnte uns im Praxistest überzeugen. Denn mit 6,2 Litern Fassungsvermögen passt erstaunlich viel in den Korb. Die Ergebnisse waren durchweg stark: alles wurde gleichmäßig braun und schön knusprig. Dazu kommen sechs voreingestellte Funktionen. Neben klassischem Airfryen kann das Gerät auch rösten, backen, dörren, aufwärmen und sogar Teig gehen lassen.
Spannend ist außerdem der DC-Motor. Dahinter steckt ein Gleichstrommotor, der die heiße Luft besonders gleichmäßig und präzise im Garraum verteilt. Für den Alltag bedeutet das: Die Speisen garen schneller, die Ergebnisse werden gleichmäßiger, und die Textur bleibt verlässlich knusprig. Genau das hat sich auch im Test gezeigt. Selbst bei einer gut gefüllten Schublade wurden Kartoffeln, Gemüse und Co. rundum schön gebräunt. Kleiner Wermutstropfen: Der Cosori ICONIC Single besitzt nur einen Korb. Wer Hauptgericht und Beilage parallel zubereiten möchte, ist mit einem Dual-Basket-Modell flexibler.
Gut zu wissen:
- Fassungsvermögen: 6,2 Liter
- Funktionen: Airfryen, Rösten, Backen, Dörren, Aufwärmen, Teig gehen lassen
- Besonderheiten: Edelstahlgehäuse, Touch-Bedienfeld aus gehärtetem Glas, Shake-Reminder, VeSync-App
- Technologie: DC-Motor, TurboBlaze-Technologie, mehrere Lüfterstufen
- Ideal für: Designfans, Paare, kleinere Haushalte und offene Küchen


Der Unkomplizierte: Bosch Serie 6
Im vergangenen Jahr lancierte Bosch erstmals zwei eigene Airfryer: ein XL-Modell der Serie 4 und ein XXL-Modell der Serie 6. Im Test hat uns vor allem das größere Modell überzeugt. Mit einem Fassungsvermögen von rund 7,2 Litern bietet die Heißluftfritteuse viel Platz für mehrere Portionen.
Besonders praktisch ist der beleuchtete Korb mit Sichtfenster. So lässt sich der Garfortschritt jederzeit kontrollieren, ohne die Schublade öffnen zu müssen und dabei Hitze entweichen zu lassen. Das klingt nach einem kleinen Detail, macht die Nutzung aber deutlich entspannter.
Auch die Bedienung bleibt angenehm unkompliziert. Acht Automatikprogramme nehmen einem die wichtigsten Einstellungen ab. Sie kombinieren Zeit und Temperatur für beliebte Airfryer-Klassiker – von Pommes über Gemüse bis hin zu Fisch oder Fleisch. Wer lieber selbst entscheidet, kann Zeit und Temperatur aber auch manuell anpassen. Zusätzliche Kochinspiration liefern der Quick Start Guide und die BetterFood App mit Rezepten rund um den Airfryer.
Gut zu wissen:
- Fassungsvermögen: 7,2 Liter
- Programme: 8 voreingestellte Automatikprogramme
- Bedienung: Touchscreen, Automatikprogramme, manuelle Einstellung von Zeit und Temperatur
- Besonderheiten: beleuchteter Korb mit Sichtfenster, Quick Start Guide mit Rezepten und Kochinspiration
- Ideal für: Familien, größere Haushalte und alle, die unkompliziert airfryen möchten


Der Platzsparende: Ninja Double Stack SL400
Der Ninja Double Stack SL400 löst eines der größten Airfryer-Probleme besonders clever: Er bietet zwei Körbe, braucht dafür aber nicht die Breite eines klassischen Dual-Basket-Modells. Statt die Schubladen nebeneinander anzuordnen, stapelt Ninja sie übereinander. Dadurch ist das Gerät deutlich, laut Hersteller sogar um 30 Prozent, schmaler und eignet sich besonders gut für Arbeitsplatten mit wenig freier Fläche, kleine Küchen oder alle, die einen Airfryer möglichst unauffällig integrieren möchten.
Trotz der schlanken Form bietet der Ninja erstaunlich viel Platz. Insgesamt fasst er 9,5 Liter, verteilt auf zwei gleich große Schubladen. In der Theorie reicht das für bis zu acht Personen. Mit den mitgelieferten Double-Stack-Gittereinsätzen lässt sich sogar auf vier Ebenen gleichzeitig garen.
Im Alltag ist vor allem die flexible Bedienung praktisch. Beide Schubladen lassen sich unabhängig voneinander steuern, also mit unterschiedlichen Zeiten, Temperaturen und Garfunktionen. Die SYNC-Funktion sorgt obendrein dafür, dass beide Körbe gleichzeitig fertig werden. Die Luftzirkulation erfolgt bei diesem Modell über einen rückseitigen Ventilator. Unser Praxis-Tipp deshalb: Grillgut lieber einmal öfter kontrollieren und schwenken, damit die Bräunung möglichst gleichmäßig wird.
Gut zu wissen:
- Fassungsvermögen: 9,5 Liter gesamt
- Funktionen: Heißluftfrittieren, Max Crisp, Braten, Backen, Dörren, Aufwärmen
- Besonderheiten: zwei übereinanderliegende Schubladen, zwei Edelstahlroste, Crisper-Gittereinsätze, Rezeptführer
- Bedienung: zwei unabhängig steuerbare Schubladen, SYNC-Funktion, seitliches Bedienfeld
- Ideal für: kleine Küchen, schmale Arbeitsplatten und alle, die viel Volumen auf wenig Breite suchen


Der Schnelle: Tefal Easy Fry Infrared
Während klassische Airfryer vor allem mit heißer Luft arbeiten, setzt Tefal mit dem neuen Easy Fry Infrared-Modell zusätzlich auf Infrarot-Technologie. Das heißt: Oben sorgt Infrarothitze für intensive Bräunung, zusätzliche Unterhitze unterstützt die gleichmäßige Wärmeverteilung. So werden Speisen außen kross, bleiben innen aber zart und saftig. Laut Hersteller sorgt die Infrarot-Technologie außerdem für ein bis zu viermal schnelleres Aufheizen im Vergleich zu klassischen Heißluftfritteusen.
Mit 7 Litern Fassungsvermögen ist die Tefal außerdem großzügig dimensioniert. Praktisch ist auch das Sichtfenster, das jederzeit einen Blick auf die Speisen erlaubt und die Hitze beisammenhält. Acht voreingestellte Programme, ein Aufwärmprogramm, ein manueller Modus und ein Timer machen die Bedienung außerdem sehr einfach und alltagstauglich.
Gut zu wissen:
- Fassungsvermögen: 7 Liter
- Dual-Heizsystem mit Infrarot-Technologie: Kombination aus Infrarothitze oben und Konduktion unten bei jedem Garen
- Programme: frittieren, rösten, grillen, dörren, backen, aufwärmen sowie ein manueller Modus und ein zusätzlicher Timer
- Besonderheiten: Sichtfenster, Schüssel und Grillrost
- Ideal für: schnelle Alltagsküche


Fazit: Welcher Airfryer passt zu welchem Alltag?
Ein guter Airfryer kann vieles – der richtige Airfryer kann genau das, was man im Alltag wirklich braucht. Wer maximale Vielseitigkeit sucht, liegt beim Philips Steam Airfryer richtig. Für Designfans ist der Cosori ICONIC Single die eleganteste Wahl. Der Ninja Double Stack SL400 punktet in kleinen Küchen mit wenig Stellfläche, während der Bosch Serie 6 XXL vor allem durch Volumen und einfache Bedienung überzeugt. Und der Tefal Easy Fry Infrared ist spannend für alle, die schnelles Aufheizen und kräftige Bräunung suchen. Am Ende entscheidet also weniger die Frage nach dem einen besten Modell – sondern danach, welcher Airfryer am besten zum eigenen Alltag passt.
>>> Ob separates Standgerät oder integrierte Airfryer-Funktion im Backofen: Welche Lösung besser passt, hängt von Küche, Kochverhalten und Platzangebot ab. Eine professionelle Beratung hilft bei der Entscheidung. Hochwertige Küchenstudios in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Studiosuche.
FAQ: Die wichtigsten Fragen vor dem Kauf
Ein Airfryer ist eine Heißluftfritteuse. Heiße Luft zirkuliert mit hoher Geschwindigkeit um die Speisen. Dadurch werden Pommes, Gemüse, Fisch oder Hähnchen außen knusprig und innen saftig – meist mit wenig oder ganz ohne zusätzliches Öl.
Im Grunde gibt es keinen Unterschied. Airfryer ist die moderne Bezeichnung für eine Heißluftfritteuse. Beide Begriffe beschreiben Geräte, die Speisen mit heißer Luft statt mit einem Ölbad zubereiten.
Ein Airfryer ist schneller aufgeheizt, braucht weniger Platz im Garraum und eignet sich besonders für kleinere Portionen. Viele Speisen werden dadurch schneller knusprig als im Backofen. Für große Bleche oder mehrere Ebenen bleibt der Backofen jedoch praktischer.
Der individuell beste Airfryer hängt vom Alltag ab. Für Familien lohnt sich ein großes Modell, für kleine Küchen ein platzsparendes Gerät. Wer mehrere Komponenten gleichzeitig zubereiten möchte, profitiert von zwei Körben. Designfans achten zusätzlich auf Material und Optik.
Im Airfryer gelingen weit mehr als Pommes. Möglich sind Gemüse, Fisch, Hähnchen, Bratkartoffeln, Aufläufe, Gratins, Brötchen und sogar Desserts. Je nach Modell kann man auch grillen, rösten, backen, dörren, aufwärmen oder dampfgaren.
Für ein bis zwei Personen reichen meist etwa 4 bis 6 Liter. Familien oder größere Haushalte sollten eher zu 7 Litern oder mehr greifen. Wer Hauptgericht und Beilage parallel zubereiten möchte, profitiert von zwei Körben.
Ein Airfryer ist nicht automatisch gesund, kann aber fettärmeres Kochen erleichtern. Viele Speisen benötigen deutlich weniger Öl als in der klassischen Fritteuse.
