Der ausziehbare Tisch von LAIK: iLAIK you

Ausziehbare Tische? Gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind aber deutlich umständlicher in der Handhabung als der neue ausziehbare Tisch von LAIK: dieser lässt sich – sogar vollständig gedeckt – mit einem sanften Schub auffalten. Ebenso toll für die Generation Apple: der iLAIK-Tisch lässt sich sogar individuell konfigurieren.

Der wahre Trumpf beim Möbelkauf: Flexibilität

Möbel, die stilvoll und nachhaltig designt werden: schön und gut. Der wahre Trumpf beim Möbelkauf liegt jedoch woanders – in der Flexibilität und Individualität der Möbel. Diese beiden Schlagworte sind heute kaum mehr wegzudenken aus den Werbekampagnen echter Designschmuckstücke, wie sie beispielsweise das modulare Regalsystem Tylko oder der minimalistische Klassiker des String Regals versprechen.

Fast möchte man den Slogan eines bekannten schwedischen Großmöbelhauses bemühen, wenn es darum geht, „die Möglichkeiten zu entdecken“. Immer mehr Marken erkennen die Chance, die ein modulares Möbelkonzept speziell jungen Menschen bietet: nämlich, mit den sich ändernden Lebenssituationen mitzuwachsen und sich konstant auf die persönlichen neuen Umstände und Vorlieben anzupassen.

Modulare Möbel wachsen mit – so wie der ausziehbare Tisch von LAIK

Das hat in der heutigen Zeit durchaus Sinn. Menschen müssen vielerorts deutlich flexibler auf ihr Arbeitsumfeld und neue familiäre Situationen reagieren: ein neuer Arbeitsplatz winkt im benachbarten Bundesland, die große Liebe findet sich per Online-Dating am anderen Ende der Welt oder die Patchworkfamilie möchte ab sofort unter einem Dach leben. Schwierig, wenn man dafür stets Haus und Hof verkaufen und von vorne anfangen muss.

Flexibel erweiterbare Möbelstücke erleichtern das Umstellen von Lebenssituationen, ob nun von langer Hand geplant oder kurzfristig eingetreten. Dazu zählt neuerdings auch ein äußerst flexibler und robuster Esstisch, der sich dank eines klugen Ausziehmechanismus auf ganz unterschiedliche Personen(anzahlen) einstellen kann: der iLAIK-Tisch der gleichnamigen Firma LAIK.

Sneak peek: ab sofort gibt es ein neues Verständnis für Esstische, die sich ausziehen lassen. Der iLAIK stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. (Foto: LAIK)
Sneak peek: ab sofort gibt es ein neues Verständnis für Esstische, die sich ausziehen lassen. Der iLAIK stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. (Foto: LAIK)

So ist der ausziehbare Tisch iLAIK aufgebaut

Sicher, ausziehbare Tische sind ein gängiges Prinzip im Esszimmer. Das Erweitern der Tischplatte ist jedoch immer mit Aufwand verbunden: ein- und ausklappbare Versatzstücke oder Zusatztischplatten, die unterhalb des Tisches auf ihren Einsatz warten und „eingehängt“ werden müssen – und natürlich ein ewiges Geruckel, bis alles steht und sitzt. Ganz zu schweigen davon, wenn spontaner Besuch ins Haus steht, aber der Tisch bereits gedeckt ist.

Überraschung: mit dem iLAIK-Tisch ist das alles kein Problem! Wie eine Ziehharmonika lässt sich der Tisch auf- und zufalten. Dazu hebt man die Tischbeine einseitig an und zieht die Oberfläche vorsichtig auseinander. Das Produkt ist stufenlos verstellbar und durch einen speziellen Grip an den Tischfüßen auch standfest während des Ausziehvorgangs. Selbst bei gedecktem Tisch ist somit ein vorsichtiges Ausziehen beim iLAIK-Tisch kein Problem.

Möglich macht das eine durchdachte Anordnung von Holzlamellen, die miteinander zu einer Sperrholzplatte verleimt sind. Mittels präziser, computergesteuerter Lasertechnologie wird das Lamellendesign zurechtgefräst und anschließend auf einem Aluminiumgerüst verschraubt. Dieses kann an den Längsseiten ineinandergeschoben werden. Mittig unterstützen faltbare, schwarz gepulverte Aluminiumteile das Konstrukt für den ausziehbaren Tisch.

Wie ein Akkordeon lässt sich der ausziehbare Tisch iLAIK entfalten - und wächst und wächst. (Foto: LAIK)
Wie ein Akkordeon lässt sich der ausziehbare Tisch iLAIK entfalten – und wächst und wächst. (Foto: LAIK)

Farbe und Funktion des iLAIK-Tischs

Erwähnenswert ist, dass der ausziehbare Tisch von iLAIK genauso belastbar ist wie der kompakte Tisch im „Normalmodus“. Das Ganze sei so stabil, erzählt Tobias Jung, einer der drei Firmengründer, das man sich selbst bei einer vollausgezogenen Länge von 2,40 Meter als kräftiger Mann daraufsetzen könne.

Damit nichts verkratzt, wurden die Sperrholz-Lamellen mit einem robusten Strukturlack veredelt, der bislang in sechs verschiedenen Farben erhältlich ist. Der iLAIK-Tisch kann demnach in Weiß, Schwarz, Grau und Graubeige ebenso wie in Orangerot und Blaugrau erstrahlen. Ein zusätzlicher Klarlack über der Farbpigmentierung sorgt dafür, dass die Oberfläche des Tisches noch einmal widerstandsfähiger gegen „Alltagsgefahren“ ist: Frühstücksmesser, Kugelschreiber, Kritzeleien. Denn der iLaik-Tisch soll künftig nicht nur den Essbereich einer Wohnung funktional erweitern, sondern auch als Schreibtisch im Home Office oder im Kinderzimmer seinen Dienst tun.

Im Online-Konfigurator von LAIK finden sich verschiedene Farben für den ausziehbaren Tisch wieder, darunter auch dieses schöne Orangerot. (Foto: Screenshot laik.style)
Im Online-Konfigurator von LAIK finden sich verschiedene Farben für den ausziehbaren Tisch wieder, darunter auch dieses schöne Orangerot. (Foto: Screenshot laik.style)

Der ausziehbare Tisch von LAIK: so konfigurieren Sie ihn

Der um die Hälfte seiner Grundlänge ausziehbare iLAIK-Tisch passt sich nicht nur formal den ständig ändernden Gewohnheiten des Lebens an, sondern kann auch optisch konfiguriert werden. Er ist in den drei Längen 80 cm, 120 cm und 160 cm erhältlich und kann sowohl mit eckiger als auch abgerundeter Tischkante bestellt werden. Zusätzlich entscheiden Kundinnen und Kunden über runde oder eckige Tischfüße, die wiederum in Aluminium oder Eichenholz gewählt werden können. Mittels eines 3D-Konfigurators im Onlineshop von LAIK lässt sich der zukünftige, ausziehbare  Tisch von allen Seiten betrachten und drehen.

Übrigens: auch eine zugehörige Bank gibt es zum iLAIK-Tisch bereits zu kaufen. Diese ist allerdings nicht ausziehbar und lediglich in drei festen Größen erhältlich. Für die Bestuhlung sorgt eine Zusammenarbeit mit der Firma Wilkhahn aus Niedersachsen. Der familiengeführte Mittelständler ist bekannt für hochwertige Büro- und Polstersitzmöbel und produziert ab sofort auch den iLAIK-Stuhl.

Neben der persönlichen Konfiguration ist auch die Wahl eines vorkonfigurierten Tisches möglich. (Foto: Screenshot laik.style)
Neben der persönlichen Konfiguration ist auch die Wahl eines vorkonfigurierten Tisches möglich. (Foto: Screenshot laik.style)

Was kostet der iLAIK-Tisch?

Tatsächlich hat das Ergebnis der persönlichen Konfiguration einen stolzen Preis. Zwischen 1.590,00 Euro und 2.675,00 Euro kostet der iLAIK-Tisch je nach Maß und persönlicher Materialwahl. In besonders exklusiver Ausführung ließe sich der Tisch auch in Massivholz gestalten, beispielsweise in den Varianten Eiche oder Nussbaum furniert. Diese Luxusvariante, erklärt Tobias Jung, läge aber bei rund 3.500,00 bis 4.000,00 Euro pro Tisch. Kein realistischer Ansatz für eine Serienproduktion.

Qualität hat ihren Preis – so auch in diesem Fall. Dafür wird das Produkt z.T. in Handarbeit im süddeutschen Raum gefertigt. (Foto: LAIK)

Der ausziehbare Tisch, der auf Nachhaltigkeit setzt: Made in Germany

Der Premiumpreis ist allerdings nicht allein der genialen – und bereits zum Patent angemeldeten – Idee der Gründer Denis Dostmann und Tobias Jung (beide Schreinermeister) sowie Christian Mühlbauer (Dipl.-Ingenieur) geschuldet, sondern auch der nachhaltigen Produktions- und Vertriebsweise des Teams.

Das übergreifende Fachgeschäft namens Lignum Arts sitzt in Fürstenfeldbruck, nahe der bayerischen Landeshauptstadt München. Das Unternehmen achtet auf ausgewählte, regionale Partner und möglichst kurze Transportwege. So stammt ein Großteil der Hauptlieferanten aus Bayern und Baden-Württemberg; den Laserzuschnitt erledigt eine Münchner Spezialfirma. Kunststoffteile stammen aus dem nahe gelegenen Mammendorf, während die Holzarbeiten – wie das Fräsen der Tischplatten und das Herstellen der Tisch- und Bankfüße – von den Gründern selbst in Fürstenfeldbruck übernommen wird. Lackiert werden die iLAIK-Tischplatten in Eching bei München.

Das Holz selbst wird aus Finnland bezogen und dort nachhaltig angebaut. Es ist nicht nur PEFC-, sondern auch FSC-zertifiziert.

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema beim Produkt iLAIK. Das Holz ist zertifiziert; die meisten anderen Bauteile kommen aus Deutschland. (Foto: LAIK)
Nachhaltigkeit ist ein großes Thema beim Produkt iLAIK. Das Holz ist zertifiziert; die meisten anderen Bauteile kommen aus Deutschland. (Foto: LAIK)

Gut gewählter Name: eine persönliche Beziehung zum Produkt

Schon allein der Name des ausziehbaren iLAIK-Tischs sorgt dafür, dass man das Produkt nicht so schnell vergisst: er bezieht sich auf ein gekonntes Wortspiel aus dem englischen Begriff „I like“ (zu Dt.: „ich mag es“) und der Apple’schen Prägung aller Produkte mit dem „I“ zu Beginn des Namens, beispielsweise das iPhone oder iMac. Das „I“ steht für eine Personalisierung des Produkts – und die besondere Beziehung, die (Apple-)User zu ihren Konsumgütern haben. Ob iLaik diesen Hype wohl auch auslösen kann?

Persönlicher Bezug zum Esstisch: iLAIK fällt auf - schon allein beim Namen. (Foto: LAIK)
Persönlicher Bezug zum Esstisch: iLAIK fällt auf – schon allein beim Namen. (Foto: LAIK)

Ein kleines Aber

Einziger Wermutstropfen in der erfolgreichen Start Up-Geschichte des iLAIK-Tischs? Der Kunde muss hier selber ran – wie zu guten alten IKEA-Zeiten. Der ausziehbare Tisch wird zerlegt geliefert.

Die Marke LAIK, bzw. die dahinterstehende Firma Lignum Arts, bastelt gerade an einer „Toolbox“, also einer Werkzeugkiste, die Käuferinnen und Käufern direkt mitgeliefert wird. Grundsätzlich, das verspricht Tobias Jung, sei das Aufbauen des Tisches im Handumdrehen erledigt. Man arbeite aber bereits exklusiv mit einigen Küchenstudios zusammen, über die man sich den iLAIK-Tisch bestellen und aufbauen lassen könne.

In einigen Küchenstudios - beispielsweise dem Küchenhaus Süd in Frankfurt - kann LAIK schon vor Ort erworben werden. (Foto: LAIK)
In einigen Küchenstudios – beispielsweise dem Küchenhaus Süd in Frankfurt – kann LAIK schon vor Ort erworben werden. (Foto: LAIK)

Fazit zum ausziehbaren Tisch iLAIK: innovativ und komfortabel

Der Begeisterung für das Projekt iLAIK tut das keinen Abbruch. Das Produkt passt hervorragend in eine Zeit, in der Menschen von Kleidung bis zur Raumumgebung gern individuell wählen und mitgestalten wollen. Es ist flexibel erweiterbar und kann problemlos mit umziehen.

Bis zum Jahresende sind die Auftragsbücher allerdings gut gefüllt. Hinzu kommen Lieferschwierigkeiten mit Aluminium und Holz, mit denen aktuell die gesamte Branche zu kämpfen hat. Wer aktuell auf dem Online-Shop von LAIK seinen persönlichen Ess-, Wohnzimmer- oder Bürotisch konfiguriert, bekommt eine Lieferzeit von rund acht bis zehn Wochen angezeigt.

Wer also demnächst seine Bestellung abschickt, kann zum Weihnachtsfest bereits die ganze Familie zu sich einladen – und dann bequem den Tisch ausziehen, wenn sich Spontanbesuch ankündigt.

Susanne Maerzke
Kochen ist Lebensfreude, Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Auch unsere Redakteurin sieht die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich endet jede gute Party zurecht in der Küche neben den letzten Käsehäppchen und einem Glas Wein. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.

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