Der D-Table: Küchentisch und Tablet in einem

24.03.2017 | Dilara Suzuka
Ein Tisch der etwas anderen Art: Der D-Table lässt sich zum Essen und Trinken, aber auch zum Spielen und Surfen nutzen. (Foto: kueche und architektur)

Seit die Menschheit die Technik von Computern und Smartphones für sich entdeckt hat, werden die Datenträger immer kleiner und die Geräte immer größer. Während es vom Handy zum Smartphone noch schier ein Meilenstein war, gelang der Sprung zum Tablet als Fotoapparat, E-Reader und großes Smartphone recht schnell. Und nun? Nun wurde der D-Table entwickelt: Der erste interaktive Tisch, auf dessen Oberfläche gleichzeitig gegessen und gesurft werden kann.

 

Der D-Table kann als Esstisch oder als virtuelle Tischtennisplatte gleichermaßen genutzt werden. (Foto: kueche und architektur)

Der D-Table kann als Esstisch oder als virtuelle Tischtennisplatte gleichermaßen genutzt werden. (Foto: kueche und architektur)

Was ist der D-Table?

Der D-Table ist eine Abkürzung für „Design-Table“ und steht für die Symbiose aus High-Tech und exklusivem Design. Fünf hochluxuriöse Modelle hat der italienische Designer Danilo Cascella bereits in Kooperation mit dem südkoreanischen Konzern Samsung entwickelt, für den er 2013 zu arbeiten begann. Tatsächlich soll der D-Table wie ein normaler Küchentisch behandelt werden, auf dem gegessen und getrunken werden kann. Räumt man den Tisch ab, bleibt die interaktive Oberfläche zurück: Hier kann man wie am Computer Spiele spielen, im Internet surfen, shoppen, lesen oder Filme schauen.

 

 

 

Der D-Table kann selbstverständlich auch im Büro als Schreibtisch und Präsentationsfläche genutzt werden. (Foto: D-Table)

Der D-Table kann selbstverständlich auch im Büro als Schreibtisch und Präsentationsfläche genutzt werden. (Foto: D-Table)

Woraus besteht der D-Table?

Möglich ist dies mit einer Beschichtung aus einem sehr kratzfesten, robusten und dennoch enorm feinen Material. Cascella hat dafür wahlweise Carbon-Fasern gewählt, die eine extreme Steifigkeit bei gleichzeitig geringer Bruchwahrscheinlichkeit aufweisen und sehr leicht im Gewicht sind (daher seine Nutzung beim BMW i3) – oder Piton, eine Verbundplatte mit einer Stärke von 19 mm, die eine lackierte, kratzfeste Oberfläche in supermatt und eine Antifingerprint-Beschichtung aufweist.

Auch, wenn man es sich kaum vorstellen kann: Der D-Table wurde vor seiner Produktion wiederholte Male auf seine Korrosionsbeständigkeit getestet und perfekt isoliert, sodass er tatsächlich als normaler Küchentisch benutzt werden kann – nur Schneiden sollte man wohl nicht darauf. Der Hersteller verspricht aber, dass die Oberfläche widerstandsfähig gegen verschüttete Flüssigkeiten und sogar aggressive Reinigungsmittel sei. Dennoch gibt man am Ende den Tipp, mit einem soften Wischtuch zu reinigen – sicher ist sicher.

 

Wie kann der D-Table genutzt werden – und was kostet er?

Auf der Luxusyacht darf der D-Table natürlich nicht fehlen - auch wenn dies bisher nur eine Visualisierung ist. "Preis auf Anfrage" lässt aber Vermutungen anstellen. (Foto: kueche und architektur)

Auf der Luxusyacht darf der D-Table natürlich nicht fehlen – auch wenn dies bisher nur eine Visualisierung ist. “Preis auf Anfrage” lässt aber Vermutungen anstellen. (Foto: kueche und architektur)

Die Multi-Touch-Oberfläche reagiert bei Einschalten wie ein Smartphone oder Tablet und ist mit WiFi neben Filmen, Spielen und Buchinhalten auch als Haus-Automationstool nutzbar. Der D-Table kann aber nicht nur als privates Unterhaltungstool, sondern auch im Büro als Präsentationsfläche genutzt werden. Beamer, Tablet und videogesteuerte Telefonie entfallen somit.

Bislang ist der D-Table nur in ausgewählten Stores in Italien erhältlich; beim Online-Store Cascella kann aber auch eine Anfrage aus Deutschland und Österreich versendet werden. Preis auf Anfrage – wagen Sie es?

Wenn Sie erst einmal klein anfangen möchten, können Sie auch mit dem Sony Xperia Projector starten: Hier projiziert ein tragbares Gerät die tablet-ähnliche Oberfläche auf den Küchentisch oder die Arbeitsplatte in der Küche.

 

Zum Autor
Dilara Suzuka
Redakteurin

Die Küche war für Dilara schon immer ein magischer Anziehungspunkt; als Nesthäkchen mit vier Geschwistern drehte sich schon im Familienhaushalt immer alles um den heiligen Ort des Zusammenseins beim Essen, Kochen, Hausaufgaben machen, Malen, Diskutieren, Entscheidungen verkünden. Auch in ihrer WG während des Studiums kreuzten sich in der Küche sämtliche Lebenswege. Die Webdesignerin entschied deshalb, dass es an der Zeit wäre, diesem Altar des Essens und der Entscheidungen auch im Internet ein bisschen mehr Leben einzuhauchen. Los geht’s.