Die goldene Armatur: “a touch of luxury” von Dornbracht

28.05.2020 | Charlotte Finkenstein
Die goldene Armatur: übertriebener Luxus oder sinnbildliche Verkörperung des Premiumanspruchs moderner Küchen? (Foto: Dornbracht)

Dornbracht hüllt das Designobjekt an der Spüle in ein unvergleichlich luxuriöses Gewand: 2020 präsentiert der Premiumhersteller die goldene Armatur im Mittelpunkt einer Kollektion aus Messing und 23-karätigem Gold.

 

 

Gold im Küchenraum: ein schmaler Grat der Gefälligkeit

Gold macht Menschen hold“ lautet ein altes Sprichwort. Das trifft nicht nur zu, wenn es in klimpernder Form als Münze oder Schmuck in unser Leben tritt. Zwar lässt sich über Geschmack bekanntlich vortrefflich streiten, aber dennoch lehrt uns Gold das ehrfürchtige Staunen, wann immer es einem Gegenstand seine Strahlkraft verleiht. Das so kostbare Material ist ein eleganter Hingucker und erscheint umso ästhetischer, je reduzierter es eingesetzt wird.

Dieses ungeschriebene Gesetz gilt ebenso für den Küchenraum. Es hat durchaus seinen Grund, warum Schwarz seit mehreren Jahren „das neue Edelstahl“ ist, und nicht etwa das glänzende Gold: der Grat zwischen edlem Designobjekt und überdimensionierter Effekthascherei ist schmal. In den letzten Jahren drängt Metall zwar in Form von Fronten und Oberflächen wieder verstärkt in den Küchenraum, wird aber oft in Edelstahl- oder Schwarzstahl-Ausführung abgemildert. Extravagante Kupfer- und Goldtöne bleiben die Ausnahme.

 

 

Goldene Töne im Küchenraum werden zunehmend gern eingesetzt - aber bitteschön reduziert: leicht abgegriffenes Messing kreiert eine unverwechselbare Aura, auch als goldene Armatur. (Foto: Amuneal)

Goldene Töne im Küchenraum werden zunehmend gern eingesetzt – aber bitteschön reduziert: leicht abgegriffenes Messing kreiert eine unverwechselbare Aura, auch als goldene Armatur. (Foto: Amuneal)

 

 

Die Armatur: einzig sichtbares Designelement im heutigen puristischen Küchenraum

Wo nun im Küchenraum kann uns also Gold begegnen, wo es uns in Staunen versetzt, ohne überdrüssig zu wirken? Es bleibt nur eine Antwort: die Armatur. Im Gegensatz zu großflächigen Fronten und vollintegrierten Einbaugeräten ist die (goldene) Armatur eines der wenigen Objekte im Küchenraum, die stehen bleibt, während alles um sie herum verschwindet. Die sich nicht integrieren oder ausfahren lässt, sondern als konsequentes Merkmal dient, wenn schon längst nichts mehr an eine Küche erinnert im reduzierten Design von heute. Last thing standing, wo doch selbst der Dunstabzug längst seinen Weg in das flächenbündige Kochfeld gefunden hat.

Immer mehr Hersteller entdecken dieses Alleinstellungsmerkmal nun als Designobjekt, das sich in Szene setzen lässt. Sicher, goldene Wasserhähne möchte man spotten: genau das, was man antwortet, wenn man scherzhaft gefragt wird, was man wohl anstellen würde mit einem großen Lottogewinn. Allein – ein gewisser Luxus wird auch im alltäglichen Küchensegment zur Normalität.

 

 

Alleinstellungsmerkmal: in reduzierten Küchendesigns bleibt die Armatur häufig als Solo-Designobjekt bestehen. Die goldene Armatur ist eine konsequente Schlussfolgerung, die Aufmerksamkeit auf den Spülbereich zu lenken. (Foto: Dornbracht)

Alleinstellungsmerkmal: in reduzierten Küchendesigns bleibt die Armatur häufig als Solo-Designobjekt bestehen. Die goldene Armatur ist eine konsequente Schlussfolgerung, die Aufmerksamkeit auf den Spülbereich zu lenken. (Foto: Dornbracht)

 

 

Dornbracht und die goldene Armatur: neue Kollektion 2020 zu „Inspiring Brass“

Der Premiumarmaturen- und Spülenhersteller Dornbracht hat die neue Positionierung der Armatur im gehobenen Küchensegment längst erkannt. Vorbei die Zeit, als eine Spüle ihr Dasein im wandgebundenen Teil der Küche, abgewandt vom Blick des Besuchers, fristete. Mit den stolz geschwungenen Rundungen, den akribisch geometrischen Formen und den sorgfältig beschichteten Lackierungen avanciert die Armatur zum Highlight im Küchenraum, ohne ihm die Show zu stehlen.

Für die Saison 2020/21 präsentiert Dornbracht daher die Kollektion „Inspiring Brass – A touch of luxury“. Brass, also Messing, macht tatsächlich den Hauptbestandteil des warmen Goldtons aus, mit dem verschiedene Armaturen des Produzenten überzogen sind. Im Gegensatz zu purem Gold ist Messing günstiger in der Verarbeitung, leichter im Gewicht und etwas beständiger im Gebrauch. Zwar kann auch Messing schnell verkratzen, entwickelt aber im Laufe der Zeit eine eigene Patina. Diese mit charaktervollen, dunklen Schattierungen versehenen Oberflächen empfinden viele Menschen als ein minimalistisches und dennoch strahlkräftiges Statement im Einrichtungsbereich.

 

 

"Inspiring brass - a touch of luxury"heißt die neue Kollektion von Dornbracht für 2020, die die goldene Armatur in den Mittelpunkt stellt und zelebriert. (Foto: Dornbracht)

“Inspiring brass – a touch of luxury”heißt die neue Kollektion von Dornbracht für 2020, die die goldene Armatur in den Mittelpunkt stellt und zelebriert. (Foto: Dornbracht)

 

 

Goldene Armatur mit 23-karätigem Gold und 3 unterschiedlichen Formen

Es ist also nicht alles Gold, was glänzt? Im Fall von Dornbrachts neuer Kampagne schon: die Messingoberflächen der Armaturen werden zusätzlich mit 23-karätigem Gold veredelt. Das intensiviert die Strahlkraft und macht die ohnehin in Handarbeit vollendeten Armaturen zu einem wertschöpfenden Luxusobjekt.

Das Messing-Gold-Gemisch bietet Dornbracht in zwei unterschiedlichen Bearbeitungen an. Ein mattes Finish mit „intensivem Glow“ setzt wertige Akzente im Küchenraum, während die hochglänzende Ausführung alle Blicke auf sich zieht und den Stil dominiert.

Verblüffend ist allem voran die Wandelbarkeit des kostbaren Materials. Die in der Kampagne einbezogenen drei Armaturen von Dornbracht unterscheiden sich deutlich in Form und Stil: „MADISON“ bedient sich eines herrlich nostalgischen Stils mit traditionellen Rundungen, den man heutzutage vor allem im englischsprachigen Raum und gehobenen Etablissements noch vorfindet.

Die blass-goldene Armatur „MEM“ ist geradezu kubistisch-geradlinig; eine technisch austarierte Form, die in ihrer Schnörkellosigkeit fast schon im Gegensatz zum verspielten Goldton steht. Der Klassiker „TARA“ verbindet von beiden Welten das Beste: ein sanft gebogener Auslauf, ein klassischer Körper mit geometrischen Griffen und eine intensive Strahlkraft in warmherzigen Gold verleihen dieser Armatur ein Alleinstellungsmerkmal im Küchendesign.

 

 

Die goldene Armatur ist in drei verschiedenen Formen und zwei Bearbeitungs-Modi erhältlich: hier zu sehen als Modell MEM in matt gebürstetem Messing.. (Foto: Dornbracht)

Die goldene Armatur ist in drei verschiedenen Formen und zwei Bearbeitungs-Modi erhältlich: hier zu sehen als Modell MEM in matt gebürstetem Messing.. (Foto: Dornbracht)

 

 

Veredelungsprozess für die goldene Armatur bei Dornbracht: Liebe zum Detail

Wer nun zweifelt, ob das empfindliche Material Messing sich für eine häufige Arbeitsstation eignet, wie es die Armatur im Küchenraum durchaus ist, dem sei der Veredelungsprozess von Dornbracht kurz erklärt. Das Unternehmen setzt nicht nur auf eine hochmoderne Galvanik, mit der seine Armaturen beschichtet werden, sondern wendet im Vorhinein ein eigens entwickeltes Herstellerverfahren als Vorbehandlung der Oberflächen an. Hierbei kommt ein Mattierungsverfahren zum Einsatz, das den Nährboden für die folgende Prozedur bietet und dabei die Beständigkeit und Qualität der zweiten Beschichtung gewährleistet.

Noch immer erfolgen einige der Schritte des aufwändigen Veredelungsprozesses in ausgesuchter Handarbeit. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Farbtiefe, hohe Beständigkeit und Makellosigkeit in Glanz und Funktion. Die oft zitierte „Liebe zum Detail“ ist hierbei keine leere Phrase, sondern ein täglich gelebtes Unternehmensziel.

 

 

Maßarbeit in makelloser Perfektion: viele Veredelungsvorgänge laufen bei Dornbracht noch durch manuelle Betreuung ab, so auch in der Fertigung der goldenen Armatur. (Foto: Dornbracht)

Maßarbeit in makelloser Perfektion: viele Veredelungsvorgänge laufen bei Dornbracht noch durch manuelle Betreuung ab, so auch in der Fertigung der goldenen Armatur. (Foto: Dornbracht)

 

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Zum Autor
Charlotte Finkenstein

Die freie Journalistin Charlotte Finkenstein beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Genuss: auch privat verbringt die leidenschaftliche Hobbyköchin viel Zeit in den eigenen vier Küchenwänden und erfreut damit regelmäßig Kollegen und Freunde. Nach Stationen im TV bei Kochshows sowie bei kleineren Lebensmittelzeitschriften widmet sich Charlotte nun der Technik hinter dem Essen und blickt für uns Herstellern, Geräten und Kundenversprechungen genau auf die Finger.