Ess- und Schreibtisch in einem: Alles im LOT

18.07.2017 | Dilara Suzuka
Alles im LOT? Mit diesem ausklappbaren und mobil bewegbaren Tisch schon. (Foto: TECTA)

Der massive Tisch LOT knüpft an alte Bauhaus-Traditionen an. Dank versteckter Rollen lässt er sich spielerisch leicht im Raum bewegen und ausklappen. Erfahren Sie, was Wolfgang Hartauer zu diesem Entwurf bewegt hat und wie funktional ein Tisch gestaltet sein kann.

 

Auf leisen Rollen fährt der massive Esstisch in den Raum hinein. Alles wirkt kinderleicht, die Bewegung ist flüssig, eine Person allein kann den Tisch verrücken. Der ist sogar ausklappbar: Von 1,80 Meter Breite auf 2,40 Meter, an denen nun wirklich jeder Platz hat.

Klingt nach einem Gegensatz, der zu schön ist, um wahr zu sein? – Der Tischler und Architekt Wolfgang Hartauer hat das kluge Konzept von LOT als ausziehbaren Schreib- und Esstisch, der sich mobil im Raum bewegen lässt und mit geometrischen Formen spielt, für das Traditionsunternehmen TECTA entworfen.

 

LOT ist als Esstisch und Schreibtisch gleichermaßen praktisch dank seines unkomplizierten Klappmechanismus. (Foto: TECTA)

LOT ist als Esstisch und Schreibtisch gleichermaßen praktisch dank seines unkomplizierten Klappmechanismus. (Foto: TECTA)

 

 

Bauhaus-Konzepte weitergedacht

TECTA prüft die besten Entwürfe von Architekten, Bauträgern und Handwerkern, die sich an das Vermächtnis des Bauhaus-Stils annähern. Das Unternehmen versucht dabei, mit innovativen Techniken und Materialien den Bauhaus-Stil stets fortzuentwickeln und Produkte zeitlos und ökologisch wertvoll zu gestalten.

LOT ist ein Produkt, das diese Kriterien in sich vereint. Wolfgang Hartauer sagt, er habe einen Tisch kreieren wollen, der eine „geschmeidige“ Seite hat – aber gleichzeitig bei Bedarf vergrößert bzw. verkleinert werden kann. Dieses ökonomische Konzept wollte Hartauer über einen Klappmechanismus lösen, um einen bodenständigen Tisch zu schaffen, der ohne komplizierte Faltung oder Verlängerung auskommt. Stattdessen löste Hartauer diese Herausforderung über ein funktionales Design.

 

 

Der harmonische Halbkreis wird um 90° gedreht und dient als funktionale Ablagestütze des zusätzlichen Tischteils. (Foto: TECTA)

Der harmonische Halbkreis wird um 90° gedreht und dient als funktionale Ablagestütze des zusätzlichen Tischteils. (Foto: TECTA)

 

 

Der rechte Winkel dominiert LOT

Der rechte Winkel, der durch den Klappmechanismus bei LOT entsteht, ist zum einen eine Hommage an den kastenförmigen Bauhaus-Stil, zum anderen aber auch namensgebend für das Produkt selbst: Alles im Lot eben. Ist der Tisch aufgeklappt, bildet ein ebenfalls im 90°-Winkel gedrehter Halbkreis die Ablagestütze für den erweiterten Tischteil.

LOT fungiert sowohl als Esstisch als auch als Schreibtisch. Um seinen unterschiedlichen Funktionen gerecht zu werden, wurde LOT mit einem versteckten Rollmechanismus ausgestattet. So kann man den Tisch spielend leicht an der abgerundeten Seite anheben und auf flüsterleisen, kugelgelagerten Rollen in einen anderen Raum schieben oder platzsparend an der Wand parken.

 

 

Dank seiner versteckten, kugelgelagerten Rollen lässt sich der Tisch LOT auch von einer einzelnen Person problemlos durch den Raum transportieren. (Foto: TECTA)

Dank seiner versteckten, kugelgelagerten Rollen lässt sich der Tisch LOT auch von einer einzelnen Person problemlos durch den Raum transportieren. (Foto: TECTA)

 

 

LOT ist als Ess- und Schreibtisch flexibel und mobil

Zusätzliche eingebohrte Magnete sorgen dafür, dass die heruntergeklappte Tischplatte auch beim Verschieben des Tisches am Gestell haften bleibt, ohne zu schlenkern. Die Liebe zum Detail macht den massiven Tisch daher überraschend mobil und flexibel einsetzbar.

LOT ist in Eiche oder Nussbaum massiv, geölt oder lackiert erhältlich sowie in Eiche oder Nussbaum furniert, offenporig lackiert natur, schwarz oder weiß. Der Tisch ist 74 cm hoch, 90 cm tief und 180 bzw. 240 cm breit. Auf Wunsch können Sondermaße berücksichtigt werden. Der Preis liegt bei etwa 4.000 Euro.

 

 

Zum Autor
Dilara Suzuka
Redakteurin

Die Küche war für Dilara schon immer ein magischer Anziehungspunkt; als Nesthäkchen mit vier Geschwistern drehte sich schon im Familienhaushalt immer alles um den heiligen Ort des Zusammenseins beim Essen, Kochen, Hausaufgaben machen, Malen, Diskutieren, Entscheidungen verkünden. Auch in ihrer WG während des Studiums kreuzten sich in der Küche sämtliche Lebenswege. Die Webdesignerin entschied deshalb, dass es an der Zeit wäre, diesem Altar des Essens und der Entscheidungen auch im Internet ein bisschen mehr Leben einzuhauchen. Los geht’s.