Dieser Artikel wurde ursprünglich am 12. Mai 2017 veröffentlicht unter dem Titel „Fenix NTM: Der neue Trend für Arbeitsplatten“ und am 27. Mai 2021 überarbeitet, aktualisiert und ergänzt.
Samtmatte Oberflächen sind der Trend der Stunde. Sie vermitteln eine ruhige und puristische Haptik, strahlen Hochwertigkeit und skandinavisches Understatement aus. Aus der Küchenbranche ist Mattlack, Softmattlack, samtmatter Lack oder zumindest die täuschend echte Replikation in Schichtstoff nicht mehr wegzudenken.
Matte Oberflächen in der Küche: Antifingerprint-Eigenschaft ist ein Muss
Matte Oberflächen in der Küche sind mittlerweile viel stärker gefragt als hochglänzende Küchen oder Küchen in Hochglanzlack. Wie jedes Material ist auch Mattlack in den vergangenen fünf Jahren durch eine Entwicklungsphase gegangen: was zunächst gut aussah, erwies sich rasch als äußerst pflegeintensiv.
Fingerabdrücke und Flecken werden auf Mattlack viel schneller sichtbar als auf Hochglanzoberflächen – und halten sich deutlich hartnäckiger. Speziell rund um Türgriffe oder auch an den Druckstellen griffloser Fronten kann man eine Ansammlung von Fingerabdrücken quer durch die ganze Küche sehen. Die Stunde der Antifingerprint-Beschichtung hatte geschlagen.
Fenix NTM: revolutionär pflegeleicht
Eines der ersten Produkte für matte Oberflächen mit revolutionär schmutzabweisenden Eigenschaften war Fenix. Bereits bei seinem Erscheinen 2013 bediente das Material – entwickelt von einem internationalen Forschungsteam – gleich zwei wichtige Trends auf dem Küchenmarkt: die Nachfrage nach matten Oberflächen und das Verlangen nach intelligenten Materialien für den Küchenbereich.
Der hochentwickelte Schichtstoff Fenix NTM sieht aus wie echter Mattlack, ist aber um ein Vielfaches widerstandsfähiger und kratzfester. Die ultraverdichtete, porenfreie Oberfläche lässt weder Flüssigkeiten noch Schmutz eindringen und ist daher äußerst pflegeleicht.
Vor allem aber bringt Fenix eine Antifingerprint-Eigenschaft mit, an der sich die Küchenbranche im Jahr 2017, als Fenix erstmals auf dem deutschen Markt bekannt wurde, messen lassen musste. Bis heute reichen nur wenige andere Oberflächen an die Antifingerprintfähigkeit und durchdringende Mattheit von Fenix heran. Wie kann das sein?
Woraus besteht Fenix NTM, das Material für matte Oberflächen?
Fenix NTM (Nano Tech Matt) ist ein extrem mattes Nanotech-Material, das – wie herkömmlicher Schichtstoff auch – auf ein stabiles Trägermaterial wie Rohspan, MDF, Leichtspan oder Pappelspan aufgetragen wird. Die Beschichtung erfolgt in mehreren Stufen und unter Verwendung von Acrylharzen, welche anschließend durch eine spezielle Nano-Technologie unter Einsatz der Elektronenstrahlhärtung veredelt werden.
Dank der mit bloßem Auge nicht erkennbaren, winzigen Nanoteilchen wird der Produktionsvorgang des Auftragens um ein Vielfaches beschleunigt und effizienter als bei normalen Schichtstoffplatten. Zudem entsteht durch die Ansammlung kleinster Teilchen eine extrem gleichmäßige, softe Struktur, die in ihren Eigenschaften dennoch hart und widerstandsfähig ist.
Das nur 0,9 mm dünne Material kann auf Küchenfronten, Arbeitsplatten, Wangen und als Nischenverkleidung aufgetragen werden und eignet sich somit hervorragend in der einheitlichen, raumübergreifenden Gestaltung ganzer Küchenräume aus einem einzigen Material.
Welche Eigenschaften zeichnen Fenix NTM aus?
Der Werkstoff Fenix NTM ist nicht nur besonders matt, sondern fühlt sich auch samtweich an. Das strahlt eine Wärme auf den gesamten Küchenraum ab, selbst wenn dunkle Farben gewählt werden. Die geringe Lichtreflexion schluckt alle äußeren Lichteinflüsse.
Anfassen ist übrigens erlaubt: Im Gegensatz zu anderen matten Oberflächen besitzt Fenix eine enorm effektive Anti-Fingerprint-Beschichtung, die sehr einfach zu reinigen ist und keine Spuren hinterlässt. Während herkömmliche Mattlack-Küchen stets Fingerabdrücke offenbaren, kann eine Fenix-Oberfläche bei herkömmlicher Beanspruchung normalen Spuren standhalten.
Eine weitere Eigenschaft, die Fenix NTM auszeichnet und von anderen Produkten auf dem Markt abhebt, ist, dass das Nanotech-Material stark beanspruchbar, abriebfest und kratzfest ist. Damit eignet sich der Trägerstoff perfekt für die Küche, in der wie in einer Werkstatt auch mal gehobelt wird – hier fallen bekanntlich Späne.
Kein Problem für den Super-Schichtstoff: Das Material weist eine besonders hohe Resistenz gegenüber Chemikalien und Lösungsmitteln auf und kann somit ohne Bedenken mit säurehaltigen, haushaltsüblichen Reinigungsmitteln gepflegt werden.
Fenix NTM besitzt zudem eine anti-statische, antibakterielle Oberfläche, die wasserabweisend und schimmelsicher ist und sich somit ideal für den Umgang mit Lebensmitteln und Flüssigkeiten eignet. Die Lebensmittelsicherheit wurde bei Fenix NTM zusätzlich in Bezug auf den Einsatz der Nano-Technologie geprüft, die mitunter umstritten ist. Der Schichtstoff gilt jedoch nachweisbar als unbedenklich in der Verarbeitung von Arbeitsplatten.
Wie ein Phoenix aus der Asche: thermische Reparatur bei Fenix-Oberflächen
Der Nano-Schichtstoff Fenix NTM hat seinen Namen nicht von ungefähr – es hat mit einer seiner herausragenden Eigenschaften zu tun: Oberflächliche Mikrokratzer können mittels thermischer Reparatur ausgebessert werden, in dem zum Beispiel einfache Kratzer mit dem Bügeleisen und einem Handtuch „glattgebügelt“ werden. Klingt komisch? Funktioniert aber tatsächlich. Das Material steht also wie ein Phoenix aus der Asche wieder auf – und ist extrem langlebig und wandelbar.
Dennoch markiert diese thermodynamische Eigenschaft auch eine kleine Schwäche des Werkstoffs: es ist nicht gänzlich feuerfest und sollte bei heißen Töpfen und Pfannen mit Vorsicht behandelt werden. Allerdings ist der Werkstoff beständig gegen trockene Hitze bis zu 150°C. Eine Teetasse darauf abzustellen, ist also kein Problem; eine Pfanne hingegen schon.
So lässt sich Fenix in der Küche verwenden
Fenix NTM bietet als revolutionär neue Technik in Mattlack-Optik viele Anwendungsgebiete in der Küche. So kann es als Material für Arbeitsplatten, Fronten, Spritzschutzwände und sogar Einrichtungsgegenstände wie Tische, Stühle, Regale und Trennwände eingesetzt werden.
Mittlerweile ist Fenix auf dem deutschsprachigen Markt enorm gefragt und kann durchaus als beliebteste matte Oberfläche in der Küche bezeichnet werden. Während viele Küchenproduzenten vor einigen Jahren noch versuchten, mit dem Nanotech-Material mitzuhalten, kooperieren sie inzwischen offen mit Fenix und bieten das Produkt serienmäßig im Sortiment an. Erhältlich ist das Produkt beispielsweise bei den Herstellern eggersmann, LEICHT, rational und next125 erhältlich sowie über den Bezugskatalog von selektionD-Küchen.
Welche Farben gibt es aktuell von Fenix NTM?
Fenix ist derzeit in 20 verschiedenen, zeitlosen Farben für vertikale und horizontale Oberflächen erhältlich. Die Verfügbarkeit variiert allerdings von Hersteller zu Hersteller.
Fenix wird bevorzugt für dunklere Oberflächen eingesetzt – zum einen, weil hier die lichtschluckenden Eigenschaften („opak“) besonders gut zur Geltung kommen, zum anderen, weil man auf diesen Arbeitsplatten und Fronten Fingerabdrücke eher sehen würde als auf hellen Modellen. Fenix in Schwarz („Nero Ingo“), Grau (z.B. „Grigio Londra“) oder Beige („Beige Arizona“) ist daher sehr beliebt, aber natürlich auch in Weiß („Bianco Kos“) oder Hellgrau („Bianco Dover“) erhältlich.
Mittlerweile gibt es auch farbige Fenix-Varianten, darunter ein sattes Rot („Rosso Jaipur“), Grün („Verde Comodoro“) oder Blau („Blu Fes“).
Übrigens: wer auf metallische Oberflächen in der Küche setzt, sollte sich das Schwesternmaterial Fenix NTA („Nano Tech Alloy“) ansehen. Mehr erfahren Sie unter diesem Link zu Fenix NTA.
Weiterentwicklung: Fenix NTM Bloom für nachhaltige Rohstoffe
Der Fenix-Hersteller Arpa Industriale drückt es auf seiner Homepage sehr schön aus: „Nachhaltigkeit ist nicht etwas, wovon man träumt, sondern etwas, das man selbst beeinflusst und realisiert.“ Daher hat sich das Unternehmen entschlossen, ab sofort Fenix auch in einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Serie für Oberflächen anzubieten.
In der Kollektion Fenix NTM Bloom wird die Zusammensetzung des Materials modifiziert. Der Kern aus Papierschichten und wärmehärtenden Harzen auf Phenolbasis wird zum Teil durch die Lignin-Technologie ersetzt. Lignin ist ein natürlicher Klebstoff für Holzfasern und ersetzt 50% des im Harz enthaltenen Phenols (=Industriechemikalie zur Herstellung von Kunststoff).
Durch diese Veränderung wird die Herstellung von Fenix überdies regionaler: die meisten der wichtigen Inhaltsstoffe stammen dann aus verantwortungsvoll bewirtschafteten, lokalen Wäldern.
Fenix NTM Bloom ist bislang mit vier wunderschönen, gedeckten Farben am Markt: „Rosso Askja“ (ein samtiges Bordeauxrot), „Azzuro Naxos“ (ein weiches Nachtblau), „Giallo Kashmir“ (ein heller Ockerton) und „Verde Brac“ (ein warmer Eukalyptus–Grünton).
Fazit zu Fenix NTM: innovativ, abwechslungsreich, extrem matt
Das qualitativ wertvolle Hochleistungsmaterial Fenix NTM kann eine echte Alternative zu Mattlack, herkömmlichem Schichtstoff oder einem Mineralwerkstoff darstellen und bietet den Vorteil der leichten Bearbeitung und Verformung. Zudem kann Fenix in verschiedenfarbigen Dekoren, von zeitlos bis klassisch, angefertigt werden. Dank der extrem matten Oberfläche wirken Weißtöne wie Winterlandschaften oder ein Grau wie eine stille Wasseroberfläche.
Der italienische Hersteller Arpa Industriale liefert mittlerweile sein innovatives Material Fenix NTM in die ganze Welt aus. Für Endkundinnen und Endkunden ist es einfacher, diese Oberflächen über ein lokales Küchenstudio zu beziehen. Erkundigen Sie sich hier bei Ihrem Küchenfachhändler vor Ort und lassen Sie sich die Vorzüge von Fenix NTM, Fenix NTA und Fenix NTM Bloom erläutern.