Mit einer eindrucksvollen Installation lockte Geräteproduzent Gaggenau die Gäste der „Milan Design Week“ vom 20. bis 26. April in den Garten der historischen Villa Necchi Campiglio in Mailand. Eine tempelähnliche Anlage mit Säulengang und Lichthof ließ ein kathedrales Raumgefühl entstehen – und hob die Einbaugeräte der Gaggenau Serie Expressive und Minimalistic buchstäblich auf den globalen Geräte-Olymp.
Im modernen Küchenraum werden Einbaugeräte zunehmend zum Ausdruck der eigenen Ansprüche. Schnell und frisch zu kochen, Lebensmittel langfristig zu kühlen und Genuss in all seinen Facetten zu zelebrieren, ist längst nicht mehr nur eine Frage von funktionaler Expertise. Sondern auch von einer Ästhetik, die Appetit auf mehr macht. Und die sich zugleich auf Augenhöhe in die bestehende Küchenarchitektur einfügen soll.
Doch wie lässt sich technische Spitzenleistung in ein Design übersetzen, das reduziert, klar und minimalistisch im offenen Raum agiert und dennoch wirkungsvoll Präsenz zeigt? Gaggenau, Hersteller luxuriöser Einbaugeräte, hat diese Frage im Rahmen der Milan Design Week aufgegriffen. Und mit einer so anspruchsvollen wie ungewöhnlichen Inszenierung im Garten der Mailänder Villa Necchi Campiglio beantwortet.

Gaggenau auf der Milan Design Week: Ruheoase und Refugium
Jahr für Jahr zieht der Salone del Mobile, die größte und wichtigste Möbelmesse weltweit, hunderttausende Besucher in ihren Bann. Mailand wird dann zum Zentrum für Künstler und Kreative. Und zum Ort von Austausch und Begegnung über die schönen Dinge des Lebens. Beispielsweise zur Frage, wo und wie wir leben wollen und welche Rolle Handwerk und Nachhaltigkeit dabei spielen.
Alle zwei Jahre ist auch die EuroCucina mit an Bord des Messegeschehens. Sie gilt wiederum als internationale Leitmesse für Küchenkultur, Design und Technologie. Längst hat sich das Messedoppel als Trendschau und architektonischen Fingerzeig für das entwickelt, was uns in Zukunft in Küche und Wohnraum erwartet.
Dabei hat die Vielzahl an Ausstellern, Events und Installationen im Laufe der letzten Jahre eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Weit über 300.000 Gäste zählten die Veranstalter allein 2026. Inmitten der Mailänder Altstadt, abgeschirmt von lärmendem Straßenverkehr, langen Warteschlangen und einer Fülle an Emotionen und Eindrücken, hatte Gaggenau mit seinem Pavillon auf dem Gelände der Villa Necchi Campiglio daher erneut ein Refugium aus Ruhe, Klarheit und simpler Eleganz geschaffen. Das Motto des Messeauftritts: Presence.

Tempelartige Anlage mit Signalwirkung
Wer den Garten der Villa Necchi Campiglio betritt – jener geschichtsträchtigen Residenz der gleichnamigen Mailänder Unternehmerfamilie, die sogar mehrfach als Filmkulisse diente – wähnt sich sofort in einem kostbaren Kleinod inmitten begrünter Idylle. Bereits zum dritten Mal nutzte Gaggenau die lauschige Stadtoase als Anlaufpunkt für seine Messepräsenz in Mailand. Nach A Statement of Form (2022) und The Elevation of Gravity (2024) zeigte sich der Münchner Luxusgerätehersteller mit Presence (2026) angekommen auf der gestalterisch obersten Stufe seiner Gerätearchitektur.
Und zwar buchstäblich. Denn der Knotenpunkt der Ausstellung bildete eine tempelähnliche Anlage mit sakralem Lichthof, barocken Betonsäulen und einem Treppenaufgang aus hellem Travertin. Entworfen wurde die Szenerie vom Münchner Architekturbüro 1zu33. Gaggenau sagt, man habe sich bei der Konzeption von der italienischen Moderne und der klassischen Antike inspirieren lassen, um „eine Architektur aus Rhythmus, Proportionen, Licht und Materialität“ zu schaffen.
Entstanden ist ein sonnendurchfluteter, fast museal wirkender Raum im Raum. Er verschaffte jedem Einbaugerät von Gaggenau – innerhalb der gestalterischen Gesamtkomposition aus Stein, Glas und Stahl – eine geradezu einzigartige Produktbühne.

Die Gaggenau Serie Expressive: Blickfang der Villa Necchi Campiglio
So zog vor allem der Backofen der Gaggenau Serie Expressive alle Blicke auf sich. An der Stirnseite des Raumes, als solitäres Gestaltungselement positioniert, hatte das Einbaugerät allen Platz, seine vollkommene optische Wirkung zu entfalten. Ein technologisches Gemälde aus Edelstahl, dunklem Rauchglas und tiefschwarzer Glaskeramik. Mit seiner Schattenfuge und dem mittig platzierten, scheinbar schwebenden Bedienknebel setzte es ein luxuriöses Statement inmitten der hellen Raumumgebung.
Eine dynamische Interaktion zwischen Besuchern und Backofen wurde wiederum über das Lichtspiel im Raum initiiert. So mäanderte das Sonnenlicht – symbolisiert durch ein tieforangefarbenes Leuchten, das allmählich zu einem hellen Weiß changierte – als subtile Wandbeleuchtung hinter dem hochverbauten Ofen entlang. Einen ähnlichen Lichtzyklus können Anwenderinnen und Anwender auch auf dem Display ihres Backofens bei der Benutzung des Geräts verfolgen. Hier signalisiert der Sonnenaufgang den Fortschritt des zubereiteten Garguts.

Die Gaggenau Serie Minimalistic auf der Milan Design Week
Deutlich reduzierter, wenngleich nicht weniger aufwändig, wurde die Gerätekollektion der Gaggenau Serie Minimalistic in das offene Raumszenario integriert. In einem bildgewaltigen Kubus aus hinterleuchtetem, optisch fünffach verspiegeltem Rauchglas ließen sich die grifflosen Einbaugeräte der puristischen Serie zunächst kaum entdecken. Allein der schwebende Bedienring und die filigranen Lüftungsprofile hoben das Gerätetrio aus Backofen, Dampfbackofen und Wärmeschublade in eleganter Formensprache hervor.
Dabei hatte sich die Geräteinstallation bei näherem Hinsehen bis ins Detail der bislang minimalistischsten Einbaugeräteserie von Gaggenau verschrieben. So zielte der vermeintlich mehrschichtige Glaskubus auf die Fünffach-Verglasung der Backofentür ab. Dank ihr hält der Backofen Temperaturen von bis zu 485° Grad standhält, ohne die Hitze unkontrolliert nach außen abzugeben.
Die blendfreie Lichtsensorik, die besonders während der Abendstunden im Pavillon gut zur Geltung kam, imitierte wiederum das Display des Backofens mit Näherungsaktivierung. Zu guter Letzt fanden sich auch die aus Edelstahl gefrästen Lüftungsprofile des Geräts entlang der oberen und unteren Kante des Glaskubus wieder, der damit zum optischen Vergrößerungsspiegel der Serie aufrückte. Ein gekonntes Versteckspiel aus Suchen und Finden – gemäß dem Serienmotto: Two lines, one circle – a statement.

Neue Gaggenau Weinklimaschränke erstmals global präsentiert
Ebenfalls eingebettet in die Raumarchitektur wurde die Kühlgerätewand der Gaggenau Vario Kältegeräte Serie Expressive. In patiniertes Messing gehüllt, verbargen die optisch zentnerschweren Fronten von außen die feine Stilistik aus blendfreiem Licht, bruchsicheren Glasablagen und individuell verstellbaren Aluminiumhalterungen im Inneren der Gaggenau Kühl- und Gefriergeräte.
Erstmals in Mailand präsentierte Gaggenau auch seine Weinklimaschränke mit automatischer Temperier-Funktion auf der Milan Design Week. Infrarotsensoren garantieren hierbei die optimale Lagerung und Kühlung hochwertiger Wein- und Schaumweinflaschen. Diese können auf Wunsch punktgenau auf ideale Servier- und Trinktemperatur gebracht werden.
Mit einer Kapazität für bis zu 110 Flaschen, abhängig vom jeweiligen Modell, bieten die Weinklimaschränke zudem Soft-Close-Auszüge. Zudem einen speziellen Präsentationsbereich, einen sicheren UV-Schutz sowie einen Aktivkohlefilter. Warmes LED-Licht in drei verschiedenen Lichtszenarien knüpft an eine hochwertige Raumumgebung in der privaten Küche an. Und zwar auch dann, wenn die Kochaktivitäten ruhen und der Feierabend bereits eingezogen ist.

Wiedersehen mit der Kochgeräte Serie 400 in der Villa Necchi Campiglio
Ein Wiedersehen gab es in Mailand mit der Vario Kochgeräte Serie 400. Sie punktet als geschätzter Bestandteil des Gaggenau Portfolios vor allem mit ihrer Modularität und Flexibilität. Einzelne Kochfeldmodule wie Induktion-, Wok-, Gaskochfeld oder Teppan Yaki lassen sich zu einer individuellen Arbeits- und Kochstation zusammensetzen. Selbst ein hochleistungsfähiger Dunstabzug mit einem dunklen Aluminiumprofil und saugstarken Motor findet zwischen den einzelnen Kochmodulen Platz – und saugt Dunst und Gerüche direkt da ab, wo sie entstehen.
Auf der Milan Design Week platzierte Gaggenau diesen buchstäblichen „Dauerbrenner“ seines Sortiments in einer wirkungsvoll reduzierten Geräteinstallation aus Basaltstein und gebranntem Holz. Ein archaischer und zugleich kraftvoller Anblick, der die Feuerstelle als naturnahen Ort der Begegnung innerhalb der Gesamtausstellung zur Geltung brachte.

Fazit zu Gaggenau auf der Milan Design Week: Präsenz als Wiedererkennungswert
Mit seiner Ausstellung Presence im Garten der Villa Necchi Campiglio hat sich Gaggenau visuell nicht zufällig auf den Olymp technisch anspruchsvoller Einbaugeräte erhoben. Auf internationalem Parkett suchte die Münchner Marke den Anschluss zwischen einer Architektur und Geräte-Ästhetik, die auch im privaten Zuhause nachwirkt.
Wenn Backofen, Kochfeld und Weinkühlschrank in ihrer gestalterischen Handschrift auf den ersten Blick als Gaggenau Geräte erkennbar sind und optisch dennoch innerhalb einer anspruchsvollen Raumplanung aufgehen, ist das geschafft, was der Hersteller als Hinweis gleich zu Beginn seines Pavillon-Rundgangs mit auf den Weg gab: When nothing is left to add, what truly matters stands out.
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