Gesetzlich geschlossene Küchenstudios: was nun mit meiner Planung?

18.03.2020 | Susanne Maerzke
Küchenplanung trotz gesetzlich geschlossener Küchenstudios: was nun? (Foto: adobe stock/ Wayhome Studio)

Landauf, landab müssen Küchenstudios in Deutschland gerade ihre Ausstellungsräume schließen; in Österreich wird dies bereits seit dem Wochenende praktiziert. Viele verunsicherte Kunden fragen sich, was nun aus ihrer Küchenplanung – ob bereits eingereicht oder anvisiert – wird. Wir geben einen Überblick, was man als Kunde jetzt erwarten kann, warum gesetzlich geschlossene Küchenstudios keinen Einfluss auf die Planung selbst haben und warum man gerade jetzt überlegen sollte, in Zeiten wie diesen zu investieren.

 

 

Die Welt hat aktuell, so gut es geht, die Pause-Taste gedrückt. Was den einen zum Innehalten verleitet, treibt dem anderen die Sorgenfalten auf die Stirn: was wird nun aus meiner Küchenplanung, die längst besprochen, eingetütet und angezahlt ist? Oder aus meinen Plänen einer zukünftigen Küchenberatung, die in zeitlicher Abfolge zum Hausbau oder Einzug in ein neues Zuhause ansteht?

 

 

Gesetzlich geschlossene Küchenstudios: wo ist dies bereits überall geschehen?

Zunächst einmal das Wichtigste vorab: das World Wide Web – und im Zuge dessen auch die digitalen Medien – werden im Rahmen der gefürchteten Ausgangssperre so gut wie möglich über die geschlossenen Geschäftslokale vor Ort hinweghelfen. Diese sind allerortens nämlich nur noch eine Frage der Zeit. Aktuell ist die Lage von Bundesland zu Bundesland in Deutschland drastisch verschieden, während in Österreich bereits Einigkeit herrscht – hier mussten alle Geschäftslokale, darunter auch Küchenstudios und Wohnmöbelhäuser, ihre Ausstellungsräume bereits schließen. In Deutschland betrifft das bereits flächendeckend Bundesländer wie Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Es wird erwartet, dass auch alle anderen Bundesländer nachziehen.

 

 

Ein ungewohnter Anblick: zumindest vorübergehend müssen Küchenstudios in ganz Österreich und (Stand 18.3.2020) einem Großteil von Deutschland ihre Showrooms geschlossen halten. (Foto: stock/fotografierende)

Ein ungewohnter Anblick: zumindest vorübergehend müssen Küchenstudios in ganz Österreich und (Stand 18.3.2020) einem Großteil von Deutschland ihre Showrooms geschlossen halten. (Foto: stock/fotografierende)

 

 

Gesetzlich geschlossene Küchenstudios: doch die Arbeit der Planer und Monteure geht weiter

Gehen wir nun mal von den bundesweit – in Deutschland und Österreich – durchgesetzten Ladenschließungen aus. Das bedeutet nicht, dass die Köpfe der Unternehmen hinter der verschlossenen Ladentüre nicht weiterarbeiten: Küchenberater, Innenarchitekten und Raumplaner arbeiten zum Großteil von daheim aus an bereits besprochenen Planungspapieren. Tischler und Handwerker arbeiten in Schreinereien und Steinmanufakturen, die nach wie vor geöffnet haben dürfen, da sie grundsätzlich der Öffentlichkeit gegenüber unzugänglich sind. Monteure wiederum dürfen nach Absprache mit den Kunden ihre Arbeit auch in Privatwohnungen fortsetzen und dort unter strengen Sicherheitsauflagen Küchen montieren.

Zu beachten ist: zum derzeitigen Stand der Recherche (18.03., 15.00 Uhr) ist es sowohl in Deutschland als auch Österreich Handwerkern und Mechanikern noch erlaubt, als Teil einer dringend aufrecht erhaltenen Infrastruktur ihrer Arbeit nachzugehen – auch im Falle einer Ausgangssperre der Normalbevölkerung, wie es aktuell in Österreich bereits der Fall ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass sich dieser Umstand bei Verschlechterung der Lage noch ändern könnte.

 

 

Showrooms mögen geschlossen sein jedoch: die Arbeit der Planer, Handwerker und Monteure hinter den Kulissen geht weiter. (Foto: jeshoots)

Showrooms mögen geschlossen sein jedoch: die Arbeit der Planer, Handwerker und Monteure hinter den Kulissen geht weiter. (Foto: jeshoots)

 

 

Achtung! Produktionsstopp in vielen Betrieben

Nicht mehr erlaubt ist in Österreich die vor-Ort-Planung von Küchenfachberatern im Haus der Kunden, wie es aktuell in Deutschland noch möglich ist. Dies kann allein über digitale und auditive Medien erfolgen, also über Mail, Videotelefonie oder das normale Telefon. Die Küchenplanung lässt sich damit aber sehr gut durchführen, siehe nächster Abschnitt.

Hinzu kommt das Erlahmen vieler Produktionsbetriebe. Erste Küchenhersteller wie ewe, DAN Küchen und Häcker haben bereits angekündigt, ihre Produktion zum Schutz ihrer Mitarbeiter in den kommenden Wochen auf Eis zu legen, weil Lieferketten nicht eingehalten werden können oder Lagerbestände nicht das entsprechende Fassungsvermögen aufweisen. Andere Herstellerbetriebe führen ihre Produktion noch fort, sodass aktuell in Auftrag gegebene Küchen noch ausgeführt werden können (Stand: 18.03., 15.00 Uhr).

 

 

Vielerortens sind die ersten Produktionen der Küchenmöbelhersteller eingefroren; bei anderen spricht man von einer Frage der Zeit. Wichtig: eine Küchenplanung auf Papier ist davon nicht betroffen. (Foto: nobilia)

Vielerortens sind die ersten Produktionen der Küchenmöbelhersteller eingefroren; bei anderen spricht man von einer Frage der Zeit. Wichtig: eine Küchenplanung auf Papier ist davon nicht betroffen. (Foto: nobilia)

 

 

Gesetzlich geschlossene Küchenstudios: was können Sie als Kunde erwarten?

Für den Fall, dass Sie bereits eine Küchenplanung in Auftrag gegeben oder aber geplant haben, dies zu tun, können Sie problemlos mit allen Küchenstudios kommunizieren. Alle Studios in Deutschland und Österreich sind fortwährend telefonisch sowie per Mail erreichbar. Bitte beachten Sie: beide Seiten sind an vertragliche Regelungen gebunden, was die Erbringung von Leistung, aber auch die vereinbarten finanziellen Konditionen angeht. Diese werden durch die derzeitige Corona-Lage nicht außer Kraft gesetzt.

Viele Küchenstudios bieten über ihr telefonisches Angebot hinaus verstärkte visuelle Effekte in der Beratungsleistung aus der Ferne an: so können Küchenplanungen beispielsweise über Skype oder FaceTime am Smartphone (und ähnliche Video-Telekommunikationskanäle) durchgeführt werden. Software-Dienste, die sich im Internet herunterladen lassen, bieten einen sogenannten „shared screen“ an, also das Teilen des eigenen Bildschirms mit einem ausgewählten Gegenpartner. Dazu zählen neben Skype auch das bekannte TeamViewer, Zoom oder „gotomeeting.com“. Küchenfachplaner können somit ihre Planungsskizzen auf Ihren Kundenbildschirm daheim projizieren und Sie am Telefon durch die Planung führen.

Sprechen Sie mit Ihrem Händler vor Ort ab, welche Maßnahmen er Ihnen im Falle der Planungsweiterführung (oder auch als Neukunde) bieten kann.

 

 

Über Skype und andere Videotelefonie-Angebote aus dem Internet können sich Kunden und Händler schnell austauschen und Dokumente zur Küchenplanung besprechen. (Foto: adobe stock/Rido)

Über Skype und andere Videotelefonie-Angebote aus dem Internet können sich Kunden und Händler schnell austauschen und Dokumente zur Küchenplanung besprechen. (Foto: adobe stock/Rido)

 

 

Warum sollten Sie wie gehabt mit Ihrer Küchenplanung fortsetzen?

Die derzeitige Situation erschwert für Händler wie für Kunden die gewohnte Kommunikation. Diese ist jedoch nicht unmöglich, insofern sich beide Seiten an gewisse Medien (Videotelefonie, Screen-Sharing etc.) halten.

Speziell Küchen- und Raumplanungen können auf dem Papier trotz gesetzlich geschlossener Küchenstudios sehr effizient von daheim aus vorgenommen und mit dem Gegenüber abgestimmt werden. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er nun mehr Zeit und Ruhe hat, um sich mit seiner Planung auseinanderzusetzen. Mit einem fertigen Küchengrundriss in der Tasche profitiert er, sobald beim Produktionswerk die Bänder wieder anlaufen und gehört zu den ersten, die ihre neue Küche nach überstandener Lage montiert bekommen können.

Der andere, nicht ganz so offensichtliche Grund dient dem Wohle des Händlers: in schwierigen Zeiten wie diesen müssen alle zusammenhalten, und so sollten Sie unter dem Stichwort #supportyourlocalbusiness Ihre Planung nicht verschieben, sondern bereits jetzt in Auftrag geben, damit jeder Händler nach Beendigung des Ausnahmezustands schneller auf die Beine kommt – und da weitermachen kann, wo wir alle derzeit vom Coronavirus gestoppt werden.

 

 

Unterstützen Sie in dieser wirtschaftlich schweren Lage Ihr lokales Küchenstudio, wenn Sie ohnehin die Planung einer Küche für dieses Jahr beabsichtigt haben. Grundriss-Skizzen und Ideen lassen sich auch per Mail und Skype besprechen. (Foto: adobe stock/peshkov)

Unterstützen Sie in dieser wirtschaftlich schweren Lage Ihr lokales Küchenstudio, wenn Sie ohnehin die Planung einer Küche für dieses Jahr beabsichtigt haben. Grundriss-Skizzen und Ideen lassen sich auch per Mail und Skype besprechen. (Foto: adobe stock/peshkov)

 

 

>>> Nutzen Sie die telefonischen und digitalen Kontaktmöglichkeiten und erkundigen Sie sich jetzt beim Küchenfachhändler Ihrer Wahl nach Ihrer persönlichen Küchenplanung! Ansprechpartner in Ihrem Umkreis finden Sie in unserer postleitzahlsortierten Suche.

 

Zum Autor
Susanne Maerzke
Redakteurin

Kochen ist Lebensfreude, gemeinsame Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Und so sieht auch unsere Redakteurin die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich stehen bei jeder Party zurecht die coolsten Leute in der Küche neben dem Kühlschrank mit kühlem Bier und den letzten Guacamole-Resten. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.