Das H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst – Einfamilienhaus über den Dächern der Stadt

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Jedes Jahr beauftragt die H.O.M.E., das Designmagazin für moderne Lebensräume, renommierte Architekturbüros mit einem innovativen Konzept für zeitgemäßes und nachhaltiges Wohnen. In einer eigenen Ausgabe werden die Architekturprojekte mit fotorealistischen 3D-Visualisierungen präsentiert. Das H.O.M.E. Haus 2023 stammt von O&O Baukunst: Der Entwurf ist eine kreative Vision für ein Einfamilienhaus im Spannungsfeld zwischen urbaner Nachverdichtung und zukunftsweisender Klimafreundlichkeit. Die diesjährige Küchenplanung stammt von Dross&Schaffer Küchen.

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Neue Perspektiven für Dächer von Bestandsimmobilien

Die Aufgabenstellung für die Architektinnen, Interior Designer und Hersteller lautete, sich mit einem visionären Wohnkonzept für Familienhäuser auseinanderzusetzen. Mit dem H.O.M.E. Haus 2023 skizziert das ausführende Architekturbüro O&O Baukunst eine Zukunft des Wohnens, die nachhaltig und individuell zugleich ist und den weitläufigen Komfort des Einfamilienhauses in die Mitte der Stadt holt – im Einklang mit modernen Anforderungen an Klimafreundlichkeit und ressourcenschonender Bauweise. Namhafte Marken wie Ligne Roset, KFF Sitzmöbel und Strasser Steine sowie das Münchner Planungsbüro Dross&Schaffer Küchen beteiligten sich an der Ausarbeitung.

Das H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst denkt Nachbebauung ganz neu: Architekt Roland Duda, CEO von O&O Baukunst, schuf ein modulares Konzept, das Dächern von Bestandsimmobilien ein ganz neues Potenzial verleiht.

Es gibt momentan sehr viele Anforderungen an Dächer: Energie, Begrünung, Wasserspeicherung, aber ebenso der Reiz des Aufenthalts. Wir wollen die einzelnen Themen nicht gegeneinander ausspielen, sondern vielmehr miteinander verbinden […].

Roland Duda, Architekt des H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst

H.O.M.E. HAUS 2023 von O&O Baukunst: im Einklang mit Klima, Stadtbild und individuellem Wohngefühl

Die architektonische Vision bietet eine zukunftsweisende Alternative zur horizontalen Nachverdichtung in Städten wie München, Berlin oder Köln, in denen platzeffizienter Wohnraum durch enge, lineare Grundrisse und schnell verfügbare Gebäudemodule aus Beton entsteht. Städte bezahlen die Wohnraumverdichtung bislang mit schlechterer Luftqualität durch Reduktion alter Baumbestände, wegfallende Windschneisen sowie einem zunehmend uniformen Stadtbild.

Zudem sei das Potenzial von Baulücken langsam aber sicher verbraucht, so Roland Duda von O&O Baukunst im Interview mit dem H.O.M.E.-Magazin. Der Weg hinaus aufs Dach erscheine da fast schon logisch. Wichtig sei hierfür aber ein Umdenken, betont der Architekt: Neu bauen sei für viele Bauherren und Architektinnen noch immer attraktiver als der Umbau und Erhalt bestehender Gebäude.

Durch visionäre Projekte wie das MuseumsQuartier in Wien oder das Schauspielhaus in Zürich, in denen bestehender Wohnraum ergänzt und umgebaut wurde, verliere die nachhaltige Variante des Bauens jedoch ihre leicht dröge Wahrnehmung. Mit dem H.O.M.E. Haus 2023 verbindet O&O Baukunst nun den Komfort eines Einfamilienhauses mit den Vorzügen gewachsener, urbaner Wohnlagen.

Die Nachverdichtung auf Bestandsimmobilien bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Flächenversiegelungen im Außenbereich der Stadt werden vermieden, städtische Infrastruktur wie Wasser, Strom und Telefonleitungen sind bereits vorhanden. Innenstädte werden neu belebt und Wege zu Arbeit oder Schule kurz gehalten – das kommt wiederum der Verkehrsbelastung zugute. Bestehende Quartiere werden aufgewertet und gut erschlossene Lagen erhalten neues Wachstumspotenzial. Zudem punktet Wohnraum hoch oben über den Dächern der Stadt mit viel Tageslicht, Ausblick und Frischluft.

Die Küche im H.O.M.E. Haus 2023: eine Vision von Dross&Schaffer Küchen

Der Entwurf für die Küche im H.O.M.E. Haus 2023 stammt von Dross&Schaffer Küchen aus München. Mit dem visionären und innenarchitektonisch durchdachten Küchenentwurf zeigen die Planer von Dross&Schaffer Küchen eindrucksvoll, wie der Küchenraum der Architektur des Gebäudes auf Augenhöhe begegnen kann. Planer Felix Schulz kreierte ein fließendes Raumgefüge, das den offenen Charakter des Hauses unterstreicht und gleichzeitig Präsenz zeigt.

Das zentrale Arbeitselement ist die erhabene Kücheninsel aus dem Naturstein Breccia Alba von MCR, aus dem alle drei Naturstein-Elemente im Küchenraum gefertigt sind. An ihm richten sich die wichtigsten Bereiche aus: Durch die Positionierung des Ensembles aus Kochinsel und Spüle haben die Bewohner Freunde, Familie und Gäste beim Kochen sowohl im Esszimmer als auch auf der Terrasse gut im Blick.

Die Planer von Dross&Schaffer Küchen bedachten dabei nicht nur das große Ganze, sondern legten Wert auf kleine Details: So stehen die Fronten an der oberen Kante der Kochinsel leicht über und können so geöffnet werden. Zudem kommt die Kochinsel ohne sichtbare Sockelleisten aus: Durch überstehende Fronten am unteren Ende entsteht eine Schattenfuge Richtung Boden. Der liegende Steinkubus mit aufgesetzter Glasvitrine dient einerseits als Sitzbank und schlägt zugleich einen optischen Bogen zur angrenzenden Terrasse.

Um der Raumhöhe trotz einer weitgehend horizontalen Ausrichtung der Elemente entgegenzuwirken, arbeiteten die Küchenplaner mit einem klugen wie ästhetischen Trick: Sie pflanzten einen Baum in die Arbeitsfläche, der eine optische Linie nach oben zeichnet und so ein ausbalanciertes Bild erzeugt.

Die Küche als „Raum im Raum“

Der Hochschrank, ummantelt mit einer organisch geformten Lamellenfront, bildet die räumlich dimensionierte Abgrenzung des Küchenbereichs im offenen Wohnraum. Versehen mit einer verspiegelten Rückwand wird der Blick durch die Fenster im Rücken nach draußen gelenkt; der Bogen wirkt beinahe wie ein Tor zum Himmel.

Auf der einen Seite birgt der Kubus einen mit Stein verkleideten Spülenschrank, die Rückseite beherbergt einen Teil der sanitären Anlagen. Den Planern von Dross&Schaffer Küchen gelang somit ein Raum im Raum, der die Küche vom Wohnraum abtrennt und auf sanfte Weise Struktur in der sonst offenen Architektur schafft.

Die Küche im H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst: natürliche Farben und Elemente

Natürliche Farben, organische Formen und Elemente aus der Natur ergänzen die technisch anmutende Architektur des H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst um eine wohnliche Komponente. Die Lamellenstruktur aus MDF, die sich um den Hochschrank zwischen Küche und Wohnbereich schmiegt, verleiht dem Kubus optische Leichtigkeit.

Auch die Farben erden den Küchenraum wahrnehmbar. Das tiefe Grün des Lamellenschranks schafft eine Verbindung zur Natur, ebenso wie die sanfte Maserung des Breccia Alba-Natursteins aus Albanien sowie der helle Fliesenboden im Farbton White Rock Salt von GRANITI FIANDRE.

„Wir haben versucht, mit Materialien, Texturen und Kontrasten zu spielen, die die Küche einerseits individuell zum Objekt im Raum werden lassen und gleichzeitig die leichte Architektur des Hauses hervorheben“

Friederike Krech, Innenarchitektin, Dross&Schaffer Küchen

Auch in den Auszügen der Kochinsel sind hochwertige und natürliche Materialien verbaut. Schubladensysteme aus wertigem Echtholz bieten Platz für Töpfe, Pfannen, Gewürze und Kochutensilien direkt am Ort des Geschehens.

Vertikale Nachverdichtung: Mut zur (Bau-)Lücke

Das H.O.M.E. Haus 2023 basiert auf einer leichten, recycelten Stahlkonstruktion, die wiederverwendbar sowie flächendynamisch anpassbar ist. Innovative Glastechnologien und ein natürliches Beschattungskonzept schützen den Wohnraum in luftigen Höhen vor Sonneneinstrahlung. Die Photovoltaik bildet eine optische Symbiose mit der Formensprache des Gebäudes und wird mühelos zum Teil seiner Identität. Ein grüner Dachgarten ermöglicht auch in luftigen Höhen fließende Übergänge zwischen Innen und Außen.

„Es geht darum, mit begrünten Dächern Regenwasser zurückzuhalten und durch Verdunstungskühlung zu einem besseren Stadtklima beizutragen.“

Architekt Roland Duda, Partner bei O&O Baukunst

Solarkollektoren auf der Außenfläche des Dachs erzeugen genug Strom für eine Luftwärmepumpe, die die Fußbodenheizung speist. Im Innenraum setzt O&O Baukunst auf Wohnlichkeit und Wärme: Die Schiebeelemente der Fassade sowie die Dach- und Bodenelemente bestehen aus Massivholz.

Rollos und Vorhänge lassen sich je nach Lichteinfall unterschiedlich platzieren. „Das kreiert eine gewisse Verspieltheit. Wir sehen darin eine Art von Bühne“, erklärt die Architektin und Projektleiterin Olena Kobets im Interview mit dem H.O.M.E.-Magazin.

Das H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst: Virtual Reality-Tour

In einer Virtual Reality-Tour kann die architektonische Vision des H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst direkt erlebt werden. Entdecken Sie die fließenden Innenräume, die durch frei platzierbare Boxen Privatsphäre in den Open Space bringen und erleben Sie das wohnliche und edle Raumgefühl der Küche, die sich majestätisch und harmonisch zugleich in die Architektur einfügt:

Alle Details zum H.O.M.E. Haus 2023 von O&O Baukunst gibt es in der Januar-Ausgabe der H.O.M.E. zum Nachlesen – erhältlich am Kiosk oder unter diesem Link als Zeitschriften-Abo.

Julia Dau
Julia Dau
Das Gefühl grenzenloser Freiheit beim Entdecken einer dampfenden Köstlichkeit in den Garküchen Asiens, wohlige Aufregung beim Anschneiden eines perfekt gegarten Steaks, und manchmal auch Pioniergeist, wenn der Kern des Lava Cake zum ersten Mal weich und unverschämt herrlich duftend über den Teller fließt: Kochen und Essen ist für unsere Redakteurin Abenteuer, Experiment und pure Harmonie. Als studierte Informationsdesignerin mit Leidenschaft für Ästhetik, Innenarchitektur und gutes Essen fasziniert sie besonders, wie alle Sinne in der Küche – und auch ein bisschen in unserem Magazin – verschmelzen.

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