„Das Ende der Hausarbeit“: Die spannendsten Neuheiten der IFA 2026

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Mehr Flexibilität, aber weniger Entscheidungen: Auf der IFA 2026 ging es weniger um völlig neue Geräte als darum, bekannte Küchentechnik intelligenter und persönlicher zu machen. So kocht sich Pasta nahezu von selbst, Backöfen lernen Lieblingsgerichte auswendig und Kühlgeräte schaffen mehr Platz, ohne größer zu werden. Die innovativsten Neuheiten im Überblick.

Wohin sich die Küche auf der IFA 2026 entwickelt

„Das Ende der Hausarbeit ist in Sicht“, versprach Miele auf der IFA 2026. Zugegeben: Keine kleine Vision. Gemeint war allerdings nicht der eine Roboter, der künftig vom Kochen bis zum Spülen jeden Handgriff abnimmt. Vielmehr geht es um Technologie, die uns die vielen kleinen und oft lästigen Entscheidungen des Alltags abnimmt. Zum Beispiel: Was koche ich heute? Ist die Spülmaschine schon voll genug? Habe ich sie überhaupt eingeschaltet?

Kurz gesagt: Künstliche Intelligenz, aber auch ganz klassische Automatisierungen, sollen künftig unseren Mental Load reduzieren. Also jene Gedanken und Aufgaben, die ständig irgendwo im Hinterkopf mitlaufen und gerade in ihrer Summe erstaunlich viel Energie kosten. Auch Siemens betonte, dass Künstliche Intelligenz kein Selbstzweck sein dürfe. Die Frage bei der Entwicklung neuer Produkte und Funktionen lautet damit zunehmend nicht nur: Was können wir noch? Sondern eher: Was brauchen wir wirklich?

Vielleicht erklärt das auch, warum es auf der IFA 2026 keinen großen Weltpremieren-Regen gab. Im Mittelpunkt standen vielmehr Erweiterungen und Weiterentwicklungen bestehender Geräte. Denn Fortschritt heißt auch, dass Technik einfacher, hilfreicher und im besten Fall beinahe unsichtbar wird.

IFA 2026: Die wichtigsten Neuheiten bei Kochen und Backen

Beim Kochen selbst wurde es auf der IFA 2026 vor allem eines: komfortabler. Kochfelder und Backöfen übernehmen mehr Schritte automatisch, erkennen Gerichte und passen Einstellungen zunehmend selbstständig an.

1. AEG 7000 Kochfeld mit OnePot Pasta-Funktion: Kocht Nudeln fast von selbst

Fast die Hälfte aller täglich zubereiteten Gerichte in Europa enthält Pasta. Und genau die soll sich nun beinahe von selbst kochen – zumindest, wenn es nach AEG geht. Das neue AEG 7000 Kochfeld mit OnePot Pasta-Funktion, das auf der IFA 2026 Weltpremiere feierte, übernimmt dafür einen Großteil der Zubereitung. Pasta, Sauce, Wasser und weitere Zutaten kommen gemeinsam in den mitgelieferten Topf. Anschließend wird nur noch die Portionszahl ausgewählt, denn Temperatur und Garzeit regelt das Kochfeld automatisch. Umrühren oder den Kochvorgang ständig im Blick behalten muss man dabei nicht. Nach rund 15 Minuten soll die Pasta al dente sein.

Spannend ist weniger, dass das Kochfeld automatisiert, sondern wie konkret es alltägliche Entscheidungen abnimmt: Wann kocht das Wasser? Welche Temperatur ist richtig? Wann sind die Nudeln fertig? Genau solche kleinen Schritte verschwinden zunehmend aus dem Küchenalltag. Der Name ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: OnePot Pasta funktioniert vor allem für Gerichte, bei denen Pasta, Flüssigkeit und Sauce gemeinsam im Topf garen. Wer Spaghetti klassisch kocht, abgießt und erst danach mit Pesto vermengt, kocht weiterhin selbst. Erhältlich ist das neue AEG 7000 Kochfeld mit OnePot Pasta-Funktion schon ab Oktober 2026.

2. Siemens iQ700 Backofen: Lernt Lieblingsgerichte auswendig

Der Siemens iQ700 kann bereits mehr als 100 Speisen automatisch erkennen und die passenden Einstellungen selbst vornehmen. Neu ist nun: Der Backofen lernt auch eigene Gerichte. Omas Apfelkuchen, der über Jahre perfektionierte Lieblingsauflauf oder die Lasagne, die immer genau so gelingen soll – solche persönlichen Rezepte lassen sich künftig einfach hinterlegen. Beim nächsten Mal erkennt der iQ700 das Gericht und übernimmt die passenden Einstellungen automatisch. Aus einem persönlichen Lieblingsgericht wird so nach und nach ein eigenes Automatikprogramm. Die neue Funktion soll noch 2026 verfügbar sein.

Innenraum eines Siemens iQ700 Backofens mit frisch belegter Pizza: Die neue Gerichterkennung kann neben bekannten Speisen künftig auch individuell hinterlegte Lieblingsgerichte wiedererkennen.
Siemens Hausgeräte baut den Leistungsumfang seines KI-Backofens aus: Neben mehr als 100 Standardgerichten ist nun Raum für individuelle Favoriten. (Foto: Siemens Hausgeräte)

3. Bosch Green Collection Backofen: mit geringerem CO₂-Fußabdruck

Neben smarten Funktionen und technischen Erweiterungen spielte auch Nachhaltigkeit weiterhin eine wichtige Rolle auf der IFA 2026. Bosch erweitert beispielsweise seine Green Collection, zu der bislang Kühl- und Gefriergeräte gehörten, erstmals um einen Einbaubackofen. Der CO₂-Fußabdruck der verwendeten Produktionsmaterialien soll im Vergleich zu einem herkömmlichen Standardmodell rund 20 Prozent niedriger ausfallen. Zu erkennen ist der Backofen an seinem Griff in Dark Inox. Der setzt nicht nur optisch einen Akzent, sondern führt den Ansatz der Green Collection auch im Detail fort: Das Aluminium des Griffs besteht zu mehr als 85 Prozent aus recyceltem Material, das nach der Nutzung gesammelt und wiederverwertet wurde.

Bosch Green Collection Einbaubackofen in einer hellen Küche: Das Modell der IFA 2026 setzt auf Produktionsmaterialien mit geringerem CO₂-Fußabdruck und einen Griff in Dark Inox.
Der geringere CO₂-Fußabdruck der Produktionsmaterialien wurde vom TÜV im Rahmen des Product Carbon Footprint unabhängig bestätigt. (Foto: Bosch)

4. Miele CulinaryCoach: Schickt Rezepte direkt an den Backofen

Omas handgeschriebenes Kuchenrezept abfotografieren und den Rest dem Backofen überlassen? Genau das zeigte Miele auf der IFA mit dem CulinaryCoach. Der KI-gestützte Assistent in der Miele App lässt sich per Text, Sprache oder Foto mit einer Kochidee beziehungsweise einem Rezept füttern. Dabei kann es sich um ein Familienrezept handeln, aber genauso um die Frage, wie sich ein Lachsfilet zubereiten lässt oder wie das Gericht aus dem letzten Urlaub noch einmal gelingen könnte.

Besonders praktisch wird es in Verbindung mit einem vernetzten Miele-Backofen: Der CulinaryCoach übersetzt das Rezept in die passenden Geräteeinstellungen – etwa Heizart, Temperatur und Garzeit – und überträgt diese direkt an den Backofen. Aus dem alten Rezeptzettel wird damit gewissermaßen ein modernes Automatikprogramm.

Miele CulinaryCoach auf einem Tablet am IFA-Stand: Der KI-Assistent in der Miele App entwickelt aus Rezepten und Kochideen passende Zubereitungsschritte für vernetzte Miele-Backöfen.
Aktuell funktioniert der CulinaryCoach von Miele mit ausgewählten Backöfen; weitere Modelle und Gerätekategorien sollen folgen. (Foto: Küchen&Design Magazin)

5. Bosch, Siemens und Haier: Matt wird zum Gesamtkonzept

Matte Oberflächen sind in der Küche längst mehr als ein kurzlebiger Trend. Bosch und Siemens führten den Look auf der IFA 2026 deshalb konsequent weiter und kündigten unter anderem eine matte Dampfschublade an. Dass nun schon matte Varianten folgen, zeigt, wie schnell sich die Dampfschublade etabliert hat – vorgestellt wurde die neue Produktkategorie nämlich erst im vergangenen Jahr. Bei Siemens soll die matte Dampfschublade ab Januar 2027 erhältlich sein, Bosch kündigt seine Variante ebenfalls für 2027 an.

Auch Haier setzt Matt zunehmend als verbindendes Element seiner Geräteserie ein. Die neue Aura Collection ist in Aura Grey gehalten, einer speziell behandelten Glasoberfläche, die matt und zugleich leicht lichtreflektierend wirkt. Je nach Licht und umgebenden Materialien verändert sich dadurch ihre Anmutung. Zur Kollektion gehören unter anderem Backöfen, Mikrowellen, Kochfelder, Dunstabzüge und Geschirrspüler.

Damit wird die matte Oberfläche zunehmend zum durchgängigen Gestaltungskonzept: Backofen, Kochfeld, Dunstabzug und Dampfschublade lassen sich optisch aufeinander abstimmen.

IFA 2026: Die spannendsten Innovationen im Bereich Spülen

Der Geschirrspüler wird zunehmend zum stillen Mitdenker der Küche. Auf der IFA 2026 zeigten mehrere Neuheiten, wie viel inzwischen automatisch im Hintergrund passiert: von der Beladungserkennung bis zur Trocknung. Drei Lösungen sind uns dabei besonders aufgefallen, aus ganz unterschiedlichen Gründen.

1. Miele G8 Diamond Geschirrspüler: Kamera und KI nehmen Entscheidungen ab

Einräumen, schließen, fertig: Mit diesem Versprechen stellte Miele den neuen Geschirrspüler G8 Diamond auf der IFA 2026 vor. Denn dieser soll nicht nur sauber spülen, sondern selbst herausfinden, was die jeweilige Beladung gerade braucht. Dafür kommt erstmals AutoVision zum Einsatz: Eine Kamera im Innenraum erfasst gemeinsam mit KI, was genau eingeräumt wurde und wie voll die Maschine ist. Stehen viele Töpfe darin, kann die Reinigung entsprechend intensiver ausfallen; bei Kunststoff bekommt etwa die Trocknung mehr Aufmerksamkeit.

Dass man sich danach möglichst wenig um den Rest kümmern muss, übernehmen zwei weitere Technologien. AutoDos dosiert das Reinigungsmittel automatisch, während die neue Heißlufttrocknung ExcellentDry für trockenes Geschirr sorgen soll. Neu gestaltet wurde auch der Innenraum. Das Korbsystem lässt sich flexibler an unterschiedliche Geschirrteile anpassen. Selbst die Besteckschublade kann auf einer Seite abgesenkt werden, sodass dort beispielsweise noch kleine Tassen Platz finden.

2. Lissome R1 Geschirrspüler: Ist nur 28 Zentimeter breit

Lissome zeigte auf der IFA 2026 erstmals in Europa den R1, einen gerade einmal 28 Zentimeter breiten Tischgeschirrspüler. Er steht auf der Arbeitsplatte und braucht dank integriertem Wassertank keinen festen Wasseranschluss. Trotzdem sollen bis zu drei Maßgedecke beziehungsweise 34 Geschirrteile hineinpassen. Ideal also, wenn ein klassisches 60-Zentimeter-Gerät schlicht keine Option ist, zum Beispiel in kleinen Küchen, Apartments oder Ferienwohnungen. Und ganz nach dem Motto „Klein, aber oho“ erkennt im Smart-Modus ein Sensor unter anderem, wie trüb das Wasser ist, und passt Spülgang und Reinigerdosierung entsprechend an. Wer es eilig hat, kann außerdem ein 15-Minuten-Programm wählen.

Lissome R1 auf der IFA 2026: Der nur 28 Zentimeter breite Tischgeschirrspüler mit beleuchtetem Innenraum ist für kleine Küchen, Apartments und begrenzte Arbeitsflächen konzipiert.
Ende 2026 soll der R1 in ersten europäischen Märkten erhältlich sein. (Foto: Lissome)

3. Bosch Q-Trust für Geschirrspüler: Das digitale Zeugnis

Wie gut ist ein Hausgerät eigentlich noch in Schuss? Mit Q-Trust, dem laut Bosch weltweit ersten digitalen Qualitätszertifikat für Hausgeräte, lässt sich genau das überprüfen. Über die Home Connect-App startet ein Selbsttest, der wichtige mechanische und elektronische Komponenten kontrolliert – beim Geschirrspüler etwa Umwälzpumpe oder Filter. Ergänzt werden die Ergebnisse um Angaben wie Gerätealter und bisherige Nutzung, aus denen ein Nutzungs-Score entsteht.

Bosch Q-Trust auf einem Tablet vor einem geöffneten Geschirrspüler: Das digitale Qualitätszertifikat zeigt auf der IFA 2026 unter anderem Gerätezustand, geprüfte Komponenten und Nutzungs-Score.
Zum Start ist das Zertifikat für vernetzte Bosch-Geschirrspüler in Deutschland verfügbar, weitere Gerätekategorien sollen folgen. (Foto: Bosch)

So verändern sich Kühlen und Gefrieren auf der IFA 2026

Beim Kühlen und Gefrieren ging es auf der IFA 2026 auffällig oft darum, aus dem Vorhandenen mehr herauszuholen. Mehr Stauraum auf gleicher Fläche, intelligentere Lagerung und Geräte, die sich stärker an den tatsächlichen Alltag anpassen. Gleichzeitig wächst der Anspruch an den Kühlschrank selbst: Er soll längst nicht mehr nur kalt halten, sondern zunehmend mitdenken.

1. Haier Hydro Hub Kühlschrank: Vorratsmanager und Wasserstation in einem

Beim Hydro Hub denkt Haier den Kühlschrank weiter: Das integrierte AI Food Care System erkennt Lebensmittel mithilfe einer Kamera. Eine KI gibt anschließend Hinweise zur Haltbarkeit und empfiehlt den passenden Aufbewahrungsort. Wer vor dem Kühlschrank steht und sich fragt, wohin die angebrochene Packung, das Gemüse oder der Käse am besten gehört, soll diese Entscheidung also an das Gerät abgeben können. Gleichzeitig entsteht ein digitaler Vorratsüberblick, der sich über die hOn-App auch unterwegs abrufen lässt.

Ebenfalls spannend: Ein separater Bar-Bereich bringt Flaschen und Dosen schneller auf Temperatur, während sich eine integrierte Karaffe automatisch mit gekühltem Wasser nachfüllt. Wer lieber Sprudel trinkt, kann auch den direkt vom Kühlschrank zapfen, denn in das Kühlschrank-Gehäuse lässt sich eine CO₂-Kartusche einsetzen.

Einen Ausblick auf die Zukunft gab Haier auf der IFA 2026 mit dem Prototyp Maestro. Neben dem AI Food Care System 2.0 punktete dieser mit einer zusätzlichen AI Defrost Zone. Die Schublade soll Lebensmittel besonders schonend auftauen und dabei Textur, Saftigkeit und Nährstoffe möglichst bewahren. Ob und wann Maestro tatsächlich auf den Markt kommt, ist bislang allerdings offen.

2. Samsung Bespoke AI Family Hub Kühlschrank: Google Gemini erkennt mehr Lebensmittel

Samsung stellte den Bespoke AI Family Hub mit Google Gemini bereits auf der CES 2026 vor und zeigte ihn zur IFA nun noch einmal in Berlin. Die Kombination soll vor allem die Lebensmittelerkennung verbessern. Während AI Vision Inside bislang nur eine begrenzte Zahl frischer und vorab registrierter verarbeiteter Lebensmittel erkennen konnte, soll Gemini, die KI von Google, deutlich mehr Produkte identifizieren – darunter auch verpackte Lebensmittel oder selbst beschriftete Behälter. Er soll zudem besser nachvollziehen können, was hinein- und herausgestellt wird, und diese Informationen für Rezeptvorschläge und die Organisation der Lebensmittel nutzen. Das entsprechende Update ist inzwischen auch für kompatible Family-Hub-Modelle mit AI Vision Inside verfügbar.

Samsung Bespoke AI Kitchen auf der IFA 2026 mit Bespoke Family Hub Kühlschrank und großem Display: Google Gemini erweitert die KI-gestützte Lebensmittelerkennung und den digitalen Vorratsmanager.
Mehr erkennen, besser organisieren: Google Gemini erweitert die Lebensmittelerkennung im Samsung Bespoke AI Family Hub. (Foto: Samsung)

3. Liebherr Gefriergeräte mit TruAdapt: Der Energiebedarf passt sich dem Alltag an

Ein Gefrierschrank arbeitet rund um die Uhr, aber längst nicht immer unter denselben Bedingungen. Im Keller ist es kühler als in der offenen Wohnküche, im Sommer wärmer als im Winter und manche Türen werden zehnmal am Tag geöffnet, andere kaum. Genau auf solche Unterschiede soll TruAdapt von Liebherr reagieren. Die Technologie erkennt fortlaufend die tatsächlichen Nutzungs- und Umgebungsbedingungen und stimmt den Energiebedarf des Gefriergeräts automatisch darauf ab.

Freistehender weißer Liebherr NoFrost-Gefrierschrank in einer hellen Wohnküche: Mit TruAdapt soll sich der Energiebedarf künftig automatisch an Nutzung und Umgebungsbedingungen anpassen.
Ab 2027 soll die TruAdapt-Technologie in allen freistehenden NoFrost-Gefriergeräten von Liebherr in den Energieeffizienzklassen A bis C verfügbar sein. (Foto: Liebherr)

4. Bosch, Siemens, Samsung und Liebherr: Mehr Platz bei gleicher Größe

XXL-Kühlgeräte sind schon länger auf dem Vormarsch. Bislang bedeutete mehr Stauraum allerdings meist auch, dass die Geräte selbst breiter oder höher wurden. Auf der diesjährigen IFA erspähte man nun Kühl- und Gefriergeräte, die aussahen wie immer – und doch mehr Innenvolumen boten.

So fasst der neue freistehende Kühlschrank von Siemens rund 402 Liter und bietet damit 15 Prozent mehr Platz als sein Vorgänger bei gleichen Außenmaßen. Beim Gefrierschrank fällt der Unterschied noch größer aus: 334 Liter entsprechen hier einem Plus von 35 Prozent. Bosch verfolgt mit seiner neuen Generation eine ganz ähnliche Richtung. Auch hier fassen Kühlschrank und Gefrierschrank 402 beziehungsweise 334 Liter. Damit handelt es sich jeweils um den bislang größten Nutzinhalt dieser Geräteklasse.

Samsung reduziert zusätzlich den Platz, den ein großes Kühlgerät bei einer Küchenplanung rundherum benötigt. Das zur IFA gezeigte French-Door-Modell mit Zero Clearance kommt trotz 648 Litern Nutzvolumen mit lediglich vier Millimetern Seitenabstand und 20 Millimetern Abstand nach oben aus. Spezielle Scharniere ermöglichen dabei einen Türöffnungswinkel von bis zu 108 Grad. Die SpaceMax-Technologie schafft durch eine optimierte Isolierung zusätzlich mehr Innenraum, ohne die Außenmaße zu vergrößern.

Ebenfalls mehr Volumen bietet Liebherr mit dem Gefriergerät FNXa 522i. Dieses kommt auf 359 Liter. Statt klassischem PU-Schaum isoliert hier eine Vakuum-Perlit-Lösung, wodurch die Wände dünner ausfallen können. Das Ergebnis: rund 30 Prozent beziehungsweise 80 Liter mehr Stauraum als bei einem regulären Gefrierschrank mit vergleichbaren Außenmaßen.

Für die Küchenplanung ist das eine ziemlich relevante Entwicklung: Mehr Platz für Lebensmittel, ohne dafür mehr Platz im Raum einplanen zu müssen.

Kleingeräte auf der IFA 2026: Neues bei Kaffee, Airfryer und Küchenmaschinen

Was früher im Schrank verschwand, wird heute bewusst sichtbar inszeniert. Genau deshalb werden Kleingeräte nicht nur funktionaler, sondern auch gestalterisch wichtiger. Auf der IFA 2026 war das bei Kaffee, Küchenmaschinen und Airfryern besonders deutlich zu sehen.

1. Bosch Cookit mit AI Assist: Entwickelt eigene Rezepte

Bei der Bosch-Küchenmaschine Cookit steckt die wichtigste Neuerung in der Software: Ende 2026 soll der neue AI Assist in die Home Connect App einziehen. Im Chat können vorhandene Zutaten, persönliche Vorlieben oder die eigene Ernährungsweise angegeben werden. Eine Künstliche Intelligenz schlägt daraufhin passende Gerichte vor und entwickelt bei Bedarf auch neue Rezepte, die anschließend automatisch in individuelle Abläufe für den Cookit übersetzt werden.

Bosch Cookit mit Smartphone und AI Assist in der Home Connect App: Die KI schlägt aus Zutaten und persönlichen Vorlieben passende Gerichte vor und erstellt neue Rezepte.
Der neue KI-Assistent in der Home Connect App liefert nicht nur personalisierte Empfehlungen direkt im Chat, sondern generiert bei Bedarf völlig neue, maßgeschneiderte Rezepte. (Foto: Bosch)

2. Bosch HomeCafé Serie 4: Die erste halbautomatische Siebträgermaschine der Marke

Mit der HomeCafé Serie 4 steigt Bosch erstmals in die Welt der halbautomatischen Siebträgermaschinen ein. Das Konzept richtet sich an alle, die ihren Espresso selbst einstellen möchten, aber Mahlwerk und Technik gern in einem Gerät vereinen: 30 Mahlgrade und eine präzise Temperaturregelung zwischen 90 und 96 Grad lassen sich individuell einstellen. Hinzu kommt ein 58-Millimeter-Edelstahl-Siebträger. Auch Milch wird weiterhin von Hand aufgeschäumt. Zusätzlich beherrscht die Maschine unter anderem Cold Brew, Americano und Lungo. Die HomeCafé Serie 4 ist ab September 2026 erhältlich.

Mehrere Bosch HomeCafé Serie 4 Siebträgermaschinen auf dem IFA-2026-Messestand: Die erste halbautomatische Siebträgermaschine von Bosch kombiniert integriertes Mahlwerk und manuellen Milchaufschäumer.
Dank der Antistatik-Funktion im Mahlwerk landet das Kaffeemehl immer im Siebträger, sauber und ohne Streuverlust. (Foto: Küchen&Design Magazin)

3. Airfryer von Bosch und Cosori: Mehr Vielfalt

Im vergangenen Jahr stellte Bosch seinen ersten Airfryer vor, auf der IFA 2026 folgte nun gleich eine ganze Gerätefamilie. Das Spektrum reicht vom kompakten Serie 2 für kleine Küchen bis zum Double Stack mit zwei übereinander angeordneten Schubladen und insgesamt zwölf Litern Volumen. Hinzu kommen Modelle mit zwei nebeneinanderliegenden Garkörben beziehungsweise einer großen Schublade, die sich flexibel in zwei Bereiche teilen lässt.

Cosori gehört dagegen schon länger zu den bekannten Airfryer-Marken und erweitert seine designorientierte ICONIC-Serie nun um den ICONIC Dual. Statt eines einzelnen Garraums bietet er zwei getrennte 4,3-Liter-Körbe, die unabhängig voneinander gesteuert werden können. Das Edelstahlgehäuse und das Bedienfeld aus gehärtetem Glas zeigen zugleich, dass der Airfryer immer stärker als Gerät gedacht wird, das dauerhaft sichtbar auf der Arbeitsplatte stehen darf.

Lisa Demmel
Lisa Demmel
Party-Mittelpunkt, Home-Office, Frühstücks-Platz: An die perfekte Küche hat unsere Redaktionsleiterin viele Ansprüche. Beim Kochen sind für sie Schnelligkeit und Effizienz wichtig, bei der Ästhetik wiederum Formgefühl und Nachhaltigkeit. Um ihre Küche noch organisierter, funktionaler oder schöner zu machen, durchforstet sie das Internet nach eindrucksvollen Trends, smarten Geräten und cleveren Hacks.