Zeitlose Wärme, expressive Technik: Diese Nussbaum-Küche setzt ein Statement

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Was sichtbar bleibt, darf auffallen: In dieser von Dross&Schaffer Ludwig 6 geplanten Nussbaum-Küche werden die neuen Einbaugeräte der Gaggenau Serie Expressive bewusst in Szene gesetzt. Alles andere verschwindet hinter der durchgehenden Holzfassade: von der Back-Kitchen bis zur verkleideten Aufzugstür.

Drei Kinder, ein lebendiger Alltag und regelmäßig Gäste im Haus: Die Küche sollte für diese Familie nicht nur gut aussehen, sondern jeden Tag zuverlässig funktionieren. Wo zuvor zwei Reihenhäuser standen, entstand deshalb ein großzügiger Neubau, zugeschnitten auf das Leben seiner Bewohner. Die Aufteilung der Etage entwickelte sich Schritt für Schritt – mit Raum für neue Ideen, veränderte Grundrisse und Details, die erst im Verlauf der Planung Gestalt annahmen. Wie daraus ein ganzheitliches Raumkonzept entstand, darüber haben wir mit dem Innenarchitekten und Küchenplaner Matthias Baur von Dross&Schaffer Ludwig 6 gesprochen.

Nussbaum-Küche mit auskragender Natursteinplatte, zwei Barhockern und offener Kaffeenische in der raumhohen Schrankwand.
Vom durchgehenden Furnierbild bis zu den sanften Rundungen: Umgesetzt wurde die Nussbaum-Küche gemeinsam mit einer Schreinerei aus der Nähe von Rosenheim. (Foto: Dross&Schaffer Ludwig 6 © Okan Sayan)

Von Anfang an mitgedacht: Diese Nussbaum-Küche wurde mit dem Haus geplant

Das Münchner Studio Dross&Schaffer Ludwig 6 wurde sehr früh mit der Küchenplanung beauftragt, sogar noch bevor der finale Grundriss der Etage feststand. Bis zur Fertigstellung mag dadurch etwas Zeit vergangen sein, doch die Küche konnte als Teil des Gesamtkonzepts mitwachsen.

Als sich etwa die Position der statisch notwendigen Säule konkretisierte oder die Decke über dem Kochbereich später noch abgehängt wurde, passte das Studio Maße und Entwürfe erneut an. Auch die Beleuchtung wurde frühzeitig auf die Küchenzone abgestimmt. Als Küchenplaner und Innenarchitekt denkt Matthias Baur dabei weit über Schränke, Geräte und Anschlüsse hinaus: Proportionen, Blickachsen, Laufwege und die Übergänge zu Ess- und Wohnbereich wurden als Teil eines ganzheitlichen Raumkonzepts geplant. „Vieles hat sich tatsächlich von Termin zu Termin ergeben. Es macht Spaß zu sehen, wie sich dann langsam alles zusammenfügt“, erinnert er sich.

Und eben dieses ganzheitliche Ineinandergreifen, so finden wir, erkennt man auf den ersten Blick: Von den Fronten bis ins Detail ist alles stimmig, nichts wirkt wie ein Kompromiss. Den Raum prägen raumhohe Fronten aus Nussbaum. Ihr durchgängiges Furnierbild lässt die großzügige Hochschrankzeile ruhig und edel wirken, beinahe wie eine moderne Wandverkleidung. Das dezente Fugenbild gliedert die Fläche, ohne ihre Geschlossenheit zu stören. Dabei verrät die Front zunächst nicht, dass sich dahinter neben Stauraum und Back-Kitchen sogar ein Aufzug verbirgt.

Große Nussbaum-Kochinsel mit Spüle, BORA Kochfeld und Arbeitsplatte aus hellem Naturstein Taj Mahal.
Sanfte Rundungen nehmen der großzügigen Nussbauminsel ihre Strenge und unterstreichen den individuellen Charakter der Maßanfertigung. (Foto: Dross&Schaffer Ludwig 6 © Okan Sayan)

Gaggenau Serie Expressive: Wie Einbaugeräte in dieser Nussbaum-Küche zu Designobjekten werden

Hinter den Fronten wartet noch einiges – doch zuerst geht es um das, was davor umso mehr auffällt. Denn das Einzige, was die geschlossene Nussbaumfront sichtbar unterbricht, ist das Ensemble aus Backofen, Dampfbackofen und Wärmeschublade von Gaggenau. Verstecken sollen sich diese Einbaugeräte ganz bewusst nicht. Mit ihrer markanten doppelten Rahmung, der feinen Schattenfuge und dem mittig platzierten Bedienring wirken sie eher wie präzise gefasste Designobjekte. Nicht umsonst wird deshalb der Gaggenau Backofen der Serie Expressive bereits als „Mona Lisa“ des Küchenraums bezeichnet.

Doch die Geräte überzeugen nicht nur optisch. Der Backofen punktet mit intelligenten Automatikprogrammen, vielseitigen Heizarten – darunter die beliebte Air-Fry-Funktion – und einem neuen Kerntemperaturfühler. Er ermöglicht es, Braten oder Backwaren punktgenau zuzubereiten. Der Dampfbackofen wiederum kombiniert Feuchtigkeit, Hitze und Grill für besonders schonendes und aromatisches Garen. Auch die Wärmeschublade kann weit mehr als Geschirr vorwärmen: Mit vier Heizmethoden und sechs Leistungsstufen zwischen 30 und 80 °C eignet sie sich ebenso zum Auftauen und sanften Schmelzen.

Für Dross&Schaffer Ludwig 6 war es eines der ersten Projekte mit der neuen Serie. „Die Geräte waren damals so neu, dass die Kunden sie zunächst nur von Bildern kannten“, erzählt Küchenplaner Matthias Baur. „Optik und Funktionen haben sie dennoch sofort überzeugt.“

Während die Backöfen auffallen, verschwindet der Side-by-Side-Kühlschrank von Gaggenau

Während die Kochgeräte Präsenz zeigen, verschwindet der großzügige Side-by-Side-Kühlschrank der Gaggenau Vario Serie Expressive hinter maßgefertigten Nussbaumfronten. Im Inneren beeindruckt er mit einem hochmodernen Frischesystem und einem adaptiven Lichtkonzept. Beim Zugriff auf eine Ablage oder Schublade rückt genau dieser Bereich ins „Spotlight“ – für schnelle Orientierung bis in den letzten Winkel. Zugleich setzt das Licht die edlen Materialien wirkungsvoll in Szene: dunkel gebürsteten Edelstahl, anthrazitfarbenes Aluminium und getöntes Glas.

Wie imposant das Kühlgerät tatsächlich ist, zeigte sich schon bei der Anlieferung. Wegen seiner Größe und der hochwertigen Materialien bringt es einiges an Gewicht auf die Waage – zu viel, um es an der damals noch offenen Baugrube vor dem Haus vorbei ins Gebäude zu transportieren. „Einige Tage später, nachdem die Grube geschlossen war, folgte der zweite Versuch. Diesmal mit Erfolg. Auch so etwas kann bei einem großen Bauprojekt passieren. Dann muss man flexibel bleiben“, erzählt Matthias Baur.

Nussbaum mit Überraschungseffekt: Hinter der Front verbirgt sich eine Back-Kitchen

Während die Nussbaum-Küche optisch Ruhe und Eleganz ausstrahlt, verbirgt sich hinter der durchgehenden Front ein weiterer Funktionsbereich. Denn öffnet man die grifflose Taschentür, offenbart sich eine voll ausgestattete Back-Kitchen, auch Dirty Kitchen oder Wet Kitchen genannt. Dort befinden sich ein zweiter Geschirrspüler, eine zweite Spüle, zusätzliche Arbeitsfläche und eine Nische für kleinere Küchengeräte.

Gerade im turbulenten Familienalltag oder wenn Gäste kommen, ist das praktisch: Vorräte und benutztes Geschirr verschwinden aus dem Blickfeld, während der zweite Geschirrspüler hinter geschlossener Tür weitgehend außer Sicht- und Hörweite läuft. Optisch hebt sich die Back-Kitchen bewusst von der Hauptküche ab. Edelstahlfronten treffen hier auf eine Arbeitsplatte aus Nero Assoluto, einem nahezu schwarzen Naturstein mit matter, leicht strukturierter Oberfläche.

Direkt neben der Back-Kitchen liegt eine separate Kaffeenische. Auch sie lässt sich mit einer faltbaren Taschentür vollständig verschließen. Kaffeemaschine, Tassen und Zubehör bleiben dadurch schnell griffbereit, müssen aber nicht dauerhaft Teil des ruhigen Gesamtbilds sein.

Zu Beginn der Küchenplanung stand diese Lösung noch gar nicht fest: „Anfangs war offen, ob die Back-Kitchen ein separater Raum oder Teil einer einzigen, sehr großen Küche werden sollte“, erzählt Küchenplaner Matthias Baur. Entstanden ist schließlich eine elegante Zwischenlösung: eine Art „Küche in der Küche“, direkt erreichbar und dennoch vollständig hinter den Fronten verborgen. Für die fünfköpfige Familie hat sich diese Entscheidung bewährt. „Die Back-Kitchen wird sehr viel genutzt“, bestätigt der Küchenprofi.

Um die Ecke gedacht: Selbst der Aufzug verschwindet hinter der Front

Wer glaubt, die Nussbaum-Küche habe damit bereits alle Geheimnisse preisgegeben, sollte noch einmal um die Ecke schauen. Dort verbirgt sich hinter zwei weiteren Paneelen sogar der Aufzug des Hauses. Eine senkrechte Mittelfuge teilt die breite Tür optisch und lässt sie wie zwei reguläre Möbelfronten erscheinen.

Von außen öffnet sich die Aufzugstür per Push-to-open, von innen genügt leichter Druck. Ist die Tür geschlossen, deutet nichts mehr auf ihre eigentliche Funktion hin. Back-Kitchen, Kaffeenische und Aufzugstür verschmelzen so zu einer einzigen, präzise gegliederten Nussbaumfläche.

Nussbaum und Taj Mahal: Dunkles Holz trifft auf hellen Naturstein

So eindrucksvoll die geschlossene Nussbaumfront wirkt, lebt die Küche zugleich vom subtilen Kontrast. Auf der großzügigen Insel trifft das warme Holz auf den hellen Naturstein Taj Mahal. Seine sanfte Maserung und die gelederte, leicht strukturierte Oberfläche bringen Bewegung in den Raum, ohne die zeitlose Gestaltung zu stören. Die weit auskragende Arbeitsplatte scheint dabei fast über dem Nussbaumsockel zu schweben. Zugleich schafft sie Platz für Barhocker und macht die Insel nicht nur zum Kochplatz, sondern auch zum Treffpunkt für Familie und Gäste.

Für die luftige Wirkung sorgt auch das BORA Professional-Kochfeld mit integriertem Abzug: Da keine klassische Dunstabzugshaube über der Insel nötig ist, bleibt der Blick durch den offenen Raum frei.

Ein weiteres Highlight sind die Griffleisten: Auch sie wurden aus Taj Mahal gefertigt und führen den Naturstein konsequent weiter. „Dadurch entsteht ein sehr elegantes und harmonisches Gesamtbild“, erklärt Küchenplaner Matthias Baur. Statt sich als technisches Detail abzusetzen, werden die Griffleisten also selbst zum Teil der Gestaltung.

Der Naturstein verbindet außerdem Küche und Wohnbereich miteinander. „Auch die Kaminverkleidung besteht aus Taj Mahal – und zwar nicht nur aus derselben Steinsorte, sondern sogar aus demselben Block wie die Küchenarbeitsplatte“, weiß Matthias Baur. Dafür ließ der Profi einen Teil des Materials beim Steinmetz reservieren, bis die genauen Maße des Kamins feststanden. So setzt sich die charakteristische Zeichnung des Steins im Raum fort und lässt Küche, Essbereich und Wohnen noch selbstverständlicher zusammengehören.

Nussbaum-Küche mit Gaggenau-Geräten: So finden Design und High-End-Technik hier zusammen

Diese Nussbaum-Küche beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern vor allem durch ihre Konsequenz. Warme Holzflächen, heller Naturstein und die expressiven Einbaugeräte von Gaggenau setzen starke Akzente, ohne miteinander zu konkurrieren. Alles wirkt präzise aufeinander abgestimmt: vom durchgehenden Furnierbild bis zu den Griffleisten aus Taj Mahal.

Gleichzeitig bleibt die Küche ganz nah am Alltag ihrer Bewohner. Back-Kitchen, Kaffeenische und Aufzug verschwinden dort, wo Ruhe gefragt ist; sichtbar bleibt, was gestalterisch überzeugt. So zeigt dieses Projekt, wie luxuriöse Technik, durchdachte Funktion und wohnliche Wärme zu einem Raum zusammenfinden, der nicht nur ein Statement setzt, sondern auch jeden Tag funktioniert.

>> Mehr über die Planung und das Team von Dross&Schaffer Ludwig 6 erfahren Sie auf der Studioseite. Alle Informationen zur Gaggenau Serie Expressive und zu den eingesetzten Einbaugeräten finden Sie auf der Website von Gaggenau.

Lisa Demmel
Lisa Demmel
Party-Mittelpunkt, Home-Office, Frühstücks-Platz: An die perfekte Küche hat unsere Redaktionsleiterin viele Ansprüche. Beim Kochen sind für sie Schnelligkeit und Effizienz wichtig, bei der Ästhetik wiederum Formgefühl und Nachhaltigkeit. Um ihre Küche noch organisierter, funktionaler oder schöner zu machen, durchforstet sie das Internet nach eindrucksvollen Trends, smarten Geräten und cleveren Hacks.