Eine Wand weniger, ein Lebensraum mehr: In dieser Villa in der Oberlausitz wurde die Küche im Zuge einer Modernisierung vollständig neu gedacht. Wo früher Räume getrennt waren, verbindet sich heute eine offene Wohnküche mit Essbereich und Wohnraum.
Geplant wurde die Küche von MILANO küchen.werk in Dresden. Das Studio entschied sich für eine Küche von pronorm mit dunklen Fronten, präziser Linienführung und modernen Glasflächen, die der Villa eine überraschend zeitgemäße Ruhe verleihen.

Vom geschlossenen Küchenraum zur offenen Wohnküche
Der wichtigste Planungsschritt war keiner, den man später an einem Griff, einer Front oder einem Gerät erkennt. Vielmehr bestand er in der Entscheidung, eine Wand zu entfernen. Erst dadurch konnte aus der ehemals getrennten Küche eine offene Wohnküche entstehen, die heute direkt in den Essbereich und den Wohnraum übergeht. Aus einzelnen Zimmern wurde somit ein zusammenhängendes Raumgefüge geschaffen – großzügiger, heller und näher am Alltag der Bewohner.
Gerade in einer traditionellen Villa ist ein solcher Eingriff sensibel. Die neue Küche sollte weder wie ein Fremdkörper wirken noch den historischen Charakter angestrengt nachahmen. Deshalb arbeiteten die Kunden mit einer lokalen Innenarchitektin zusammen. In engem Austausch mit dem Team von MILANO küchen.werk in Dresden entstand so ein übergreifendes Gesamtkonzept, bei dem besonders auf das Zusammenspiel von Küche, Essbereich und Wohnraum geachtet wurde.
Eine erste Idee wurde im gemeinsamen Prozess weitergedacht, um die Möglichkeiten des offenen Grundrisses optimal zu nutzen. Dabei spielt die großzügige Kochinsel eine zentrale Rolle. Sie markiert den Mittelpunkt der offenen Wohnküche, ohne den Raum zu schließen. Die angesetzte Holztheke mit Sitzplätzen lädt außerdem dazu ein, den morgendlichen Kaffee zu trinken, Gästen einen Aperitif anzubieten oder einfach beim Kochen zuzusehen. Genau das passt zu einem Zuhause, in dem zwei Generationen und ein Familienhund unter einem Dach leben. Hier steht das Miteinander im Mittelpunkt, das in dieser offenen Wohnküche ganz natürlich seinen Platz findet.

pronorm-Küche: Ruhige Flächen, warme Farben, präzise Linien
Die Vision der Kunden war von Anfang an klar: Modern sollte die neue Küche sein, aber nicht kühl. Klar, aber nicht streng. Als das Team von MILANO küchen.werk den Bewohnern die Y-line von pronorm vorstellte, war die Begeisterung schnell da. Die klaren Linien und die hochwertige Verarbeitung verleihen dem Raum eine besondere Eleganz, ohne aufdringlich zu wirken. Alles fügt sich harmonisch ineinander und schafft eine Atmosphäre, die exklusiv und zugleich wohnlich anmutet.
Bekannt ist die Y-line von pronorm vor allem für ihre elegante Grifftechnik. Statt auf Push-to-open-Lösungen zu setzen, die im Küchenalltag gerne unschöne Fingerabdrücke hinterlassen können, arbeitet der Küchenhersteller aus Ostwestfalen bei dieser Serie mit unauffälligen Griffprofilen. In dieser offenen Wohnküche fiel die Wahl auf ein schwarz beschichtetes Griffprofil mit hochwertiger PVD-Oberfläche. Es sorgt für eine edle, durchgängige Optik und gibt der Planung ihre ruhige, horizontale Ordnung. Gerade im offenen Grundriss ist das wichtig: Die Küche bleibt als Gestaltungselement präsent, tritt aber nicht wie ein klassischer Arbeitsbereich hervor.
Die Fronten in Brown Steel verstärken diese Wirkung. Der tiefe Braunton changiert zwischen dunkler Wärme, Tiefe und einer leicht metallischen Anmutung. Dadurch wirkt die pronorm-Küche hochwertig und markant, ohne schwer zu werden. Der Korpus in Statusgrau Pearl führt diese Wertigkeit bis ins Innere von Schubladen und Schränken fort und sorgt für ein fein abgestimmtes Gesamtbild.


Offene Wohnküche: Tagsüber eine spiegelnde Landschaft, abends in stimmungsvolles Licht getaucht
Ein Detail, über das sich die Kunden noch heute täglich freuen, sind die Glastüren der Oberschränke. Sie wirken fast wie Vitrinen und nehmen der dunklen Küchenzeile bewusst etwas Schwere. Gleichzeitig entsteht eine subtile räumliche Tiefe: Je nach Tageszeit spiegeln sich Licht, Himmel und die Bäume der umliegenden Oberlausitzer Landschaft in den Glasflächen. So bleibt die Küche nicht nur Teil des Hauses, sondern nimmt auch die Natur vor den Fenstern mit auf.
Für eine weitere Ebene sorgt außerdem das offene Wandregal links der Küche. Es bricht die geschlossene Linienführung auf, schafft Platz für persönliche Dinge und macht die Planung dadurch noch wohnlicher. Sowohl die Glas-Oberschränke als auch die Wandboards sind mit integrierten Lichtbändern ausgestattet. Das Licht wirkt hier nicht nachträglich ergänzt, sondern wie ein Teil der Küchenarchitektur.
In dieser offenen Wohnküche entsteht durch die gezielte Beleuchtung ein besonderer Effekt: Tagsüber lebt sie von Spiegelungen und natürlichem Licht. Am Abend erscheint sie durch die warmen Lichtlinien noch einmal in einer neuen, atmosphärischen Harmonie.



Von Arbeitsplatte bis Nische: Keramik als verbindendes Element in der offenen Wohnküche
In dieser offenen Wohnküche stehen sich L-Zeile und Kochinsel nicht starr gegenüber, sondern bilden eine gestalterische Einheit. Dafür sorgen nicht nur die warmen Fronten, sondern auch die Arbeitsplatte aus Dekton in der Ausführung Laurent, die in der Nische konsequent weitergeführt wird.
Dekton gilt als besonders pflegeleicht, widerstandsfähig und hitzeresistent. Für die Bauherren und das Team von MILANO küchen.werk war die Oberfläche dennoch von Beginn an mehr als eine funktionale Entscheidung. Denn als Inspiration für Laurent diente der Naturstein Port Laurent: ein dramatischer, tiefbrauner Hintergrund, durchzogen von goldenen Adern. Genau diese Farbwirkung passt hervorragend zur Planung. Die Oberfläche greift die dunklen Fronten auf, bringt aber zugleich eine lebendige Struktur in die Planung.

Technik, die sich zurücknimmt, doch im Alltag überzeugt
Die funktionale Ausstattung der offenen Wohnküche folgt derselben Idee wie ihre optische Gestaltung: Sie soll viel leisten, sich aber nicht in den Vordergrund drängen. Der Dampfbackofen und die Wärmeschublade von Siemens der Serie iQ700 sitzen in der Hochschrankzeile, der Miele-Geschirrspüler verschwindet vollintegriert hinter der Front. Auf der Insel hält das Kochfeld mit integriertem Kochfeldabzug den Blick in den Wohnraum frei. Eine Multifunktionsarmatur von Quooker ergänzt den Komfort an der Spüle.
Ein kleines Highlight ist der BORA QVac. Der kompakte Vakuumierer ist direkt in die Arbeitsplatte eingebaut und bleibt im Alltag nahezu unsichtbar. Erst per Knopfdruck fährt das Gerät hoch und ist direkt einsatzbereit. Mit ihm lassen sich Lebensmittel vakuumieren, geöffnete Flaschen wieder luftdicht verschließen und Speisen schneller marinieren.


Zwischen Villa und Moderne: Eine Küche, die den Bestand respektiert
Diese pronorm-Küche verändert den Grundriss, erleichtert den Alltag und setzt doch nicht alles auf Anfang. Die traditionelle Villa bleibt spürbar: in den hohen Räumen, im Parkett, in den Fenstern, im Blick ins Grüne. Die neue Küche tritt nicht gegen diese Architektur an. Sie antwortet ihr.
All die durchdachten Details von MILANO küchen.werk, von der warmen Frontfarbe bis zur beeindruckenden Arbeitsplatte, vermitteln gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie bringen eine moderne Klarheit ins Haus, ohne dessen Charakter zu überformen. So wird die offene Wohnküche zur zeitgemäßen Fortsetzung des Bestands.
>> Wer mehr über die Küchen von pronorm erfahren möchte, findet weitere Informationen direkt beim Hersteller. Details zum Studio MILANO küchen.werk gibt es auf der Website des Dresdner Küchenstudios. Weitere pronorm-Fachhändler – auch in Ihrer Nähe – finden Sie außerdem in unserer Studiosuche.
