Von herzhaft bis süß: Unsere 3 liebsten Rezepte für Ostern

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Süß, herzhaft oder beides: Diese drei Rezepte für Ostern bringen Abwechslung auf den Tisch. Vom traditionellen Kulitsch über herzhafte Muffins bis zum individuell befüllbaren Hefezopf.

Auf einem mit einem beigefarbenen Tischtuch bedeckten Tisch stehen mehrere weiße Keramikteller und Schalen. Im Vordergrund liegt eine Schale mit Moos und Wachteleiern. Daneben befindet sich ein Teller mit weißen Eiern. Im Hintergrund steht eine Gugelhupf-ähnliche Kuchenform, daneben eine Henne aus Keramik. Rechts sind grüne Gläser, Besteck und eine Serviette zu sehen. Eine Glasvase mit gelben Rosen und grünen Zweigen rundet das Arrangement ab.
Frühling auf dem Tisch: Zu Ostern gehören frisch gebackene Klassiker und ein festlich gedeckter Tisch einfach dazu. (Foto: Unsplash)

Rezepte für Ostern: 3 einfache und leckere Ideen

An Feiertagen darf der Ofen ruhig ein bisschen öfter laufen. Vom süßen Zuckerguss-Kuchen bis zum herzhaften Brunch-Gebäck zeigen diese drei Rezepte, wie vielseitig die Oster-Küche sein kann.

Traditioneller Kulitsch

Auf den ersten Blick wirkt der sogenannte Kulitsch wie ein kleiner Turm aus Hefeteig. Tatsächlich gehört der hohe Kuchen zu den wichtigsten Ostergebäcken der orthodoxen Küche. Der süße Hefeteig mit Rosinen wird traditionell in zylindrischen Formen gebacken – häufig in Konservendosen, die dem Gebäck seine charakteristische Höhe geben. Gekrönt wird der Kulitsch meist von einer dicken Zuckerglasur, die dekorativ an den Seiten herunterläuft.

Zutaten

  • 125 ml Milch
  • ½ Würfel Hefe
  • 3 sehr frische Eier (Größe M)
  • 400 g Mehl (+ etwas zum Arbeiten)
  • 200 g Zucker + 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 60 g weiche Butter (+ etwas zum Einfetten)
  • 50 g Schmand
  • 50 g Sultaninen (Rosinen)
  • 2–3 EL bunte Zuckerperlen
  • Backpapier
  • 4 leere Konservendosen à ca. 425 ml (oder hohe Backform)

Zubereitung

  1. Die Milch leicht erwärmen und die Hefe darin unter Rühren auflösen.
  2. Die Eier trennen und das Eiweiß zunächst kalt stellen.
  3. Mehl, 200 g Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. Hefemilch, Eigelb und ein ganzes Ei hinzufügen.
  4. Mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Dabei die weiche Butter und den Schmand unterkneten. Zum Schluss die Sultaninen unterheben.
  5. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 2 Stunden gehen lassen.
  6. Die ausgewaschenen Konservendosen (oder die hohe Backform) einfetten und mit etwas Mehl ausstäuben.
  7. Den Teig vierteln, kurz durchkneten und in die vorbereiteten Dosen geben.
  8. Im vorgeheizten Ofen backen für etwa 40 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft backen. Nach ungefähr 25 Minuten die Oberfläche eventuell mit Backpapier abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.
  9. Die Osterküchlein aus dem Ofen nehmen, etwa 10 Minuten abkühlen lassen und vorsichtig aus den Dosen lösen.
  10. Das gekühlte Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dabei zum Schluss 100 g Zucker einrieseln lassen. Die Eiweißmasse auf die noch leicht warmen Kuchen streichen und mit bunten Zuckerperlen bestreuen.
Rezepte Ostern: Ein runder, hoher Kuchen mit weißem Zuckerguss steht auf einem Teller. Der Guss läuft an den Seiten herab. Oben auf dem Kuchen liegen Erdbeeren und orangefarbene Beeren. Vor dem Kuchen befinden sich mehrere kleine, gesprenkelte Eier und ein paar weiße Blüten. Im Hintergrund ist eine dunkle Wand und eine Glasvase mit einer grünen Pflanze zu sehen.
Kulitsch: Der hohe Hefekuchen mit Zuckerglasur gehört in vielen osteuropäischen Ländern fest zum Osterfest. (Foto: Unsplash)

Herzhafte Muffins

Diese kleinen herzhaften Muffins sind eine perfekte Rezept-Idee für einen Oster-Brunch, aber auch für ein Buffet oder als unkompliziertes Fingerfood das ganze Jahr über. Der knusprige Teig trifft auf eine saftige Füllung aus Gemüse, Ei und würzigem Speck.

Zutaten (für ca. 12 Muffins)

Für den Teig

  • 250 g Mehl
  • 125 g Margarine
  • etwas Mehl zum Verarbeiten
  • etwas Margarine zum Einfetten

Für die Füllung

  • 3 Eier
  • 100 g Sahne
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Karotte
  • 1 kleine Schalotte
  • 30 g Speck, gewürfelt (oder vegetarische Speck-Alternative)
  • etwas Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Mehl, 1 TL Salz und Margarine zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Schalotte fein würfeln. Zucchini und Karotte waschen, schälen und mit einem Sparschäler oder Messer in feine Streifen schneiden.
  3. Den Speck in einer Pfanne kurz anbraten. Die Schalotte hinzufügen und glasig dünsten.
  4. Eier und Sahne in einer Schüssel verquirlen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Speck, Schalotte, Zucchini und Karotte unterrühren.
  5. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Muffinblech mit 12 Mulden einfetten.
  6. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in 12 Portionen teilen. Die Muffinformen damit auskleiden. Die Füllung gleichmäßig auf die Muffins verteilen.
  7. Die Muffins im Ofen 20–25 Minuten goldbraun backen.
Im Vordergrund stehen mehrere herzhafte Muffins in braunen Papierförmchen auf einem Holzbrett. Die Muffins sind goldbraun gebacken und zeigen eine leicht unregelmäßige Oberfläche mit sichtbaren Zutaten wie Käse und Kräutern. Im Hintergrund befindet sich eine zweistöckige Etagere mit weiteren Muffins. Die Szene ist warm beleuchtet und vermittelt einen einladenden Eindruck. Ein perfektes Rezept für Ostern
Goldbraun gebacken und herzhaft gefüllt – diese Muffins sind ideal für Brunch oder Buffet. (Foto: Unsplash)

Klassischer Hefezopf – auch mit Füllung

Locker, goldbraun und wunderbar vielseitig: Ein Hefezopf gehört zu den Klassikern unter den Rezepten für Ostern. Das Besondere hierbei: Der luftige Hefeteig funktioniert sowohl mit süßen als auch mit herzhaften Füllungen. Dazu den Teig vor dem Flechten leicht flach drücken, die Füllung aufstreichen und anschließend zu Strängen rollen. Ideen für die Inhalt gibt es unter dem Rezept!

Zutaten (für 1 Hefezopf / ca. 22 Scheiben)

  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 1 TL + 75 g Zucker
  • 250 ml + 2 EL Milch
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 100 g weiche Butter
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung

  1. Hefe in eine kleine Schüssel bröseln. 1 TL Zucker hinzufügen und mit einer Gabel glatt rühren. Die Milch in einem kleinen Topf lauwarm (ca. 30–37 °C) erwärmen.
  2. Mehl, 75 g Zucker und Salz in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen. Die Hefemischung und die lauwarme Milch hineingießen. Butter in Stückchen und das Ei hinzufügen. Alles mit den Knethaken des Mixers oder mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.
  3. Den Teig kräftig weiterkneten, bis er elastisch wird und sich vom Schüsselrand löst. Mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  4. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Den Teig nochmal kurz durchkneten und in 3 gleich große Portionen teilen. Aus den Portionen gleich lange Stränge rollen. Die Stränge oben zusammendrücken und zu einem klassischen Zopf flechten. Anschließend die Enden gut zusammendrücken. Dann den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 20–25 Minuten gehen lassen.
  5. Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Im Ofen ca. 25 Minuten goldbraun backen.

Ideen für süße Varianten:

  • Honig-Mohn: 6 TL cremiger Honig + 6 TL gemahlener Mohn
  • Apfel-Zimt: 4–5 EL Apfelmus + ½ TL Zimt
  • Nuss-Crunch: 6 EL gehackte Paranüsse + 6 EL gehackte Haselnüsse

Möglichkeiten für eine herzhafte Version:

  • Tomate-Olive: 4–5 getrocknete und fein gehackte Tomaten + 2–3 EL gehackte Oliven
  • Bärlauch-Frischkäse: 2–3 EL Frischkäse + 1–2 TL fein gehackter Bärlauch
  • Zucchini-Thymian: 4–5 EL fein geriebene Zucchini + ½ TL frischer Thymian

Charlotte Finkenstein
Charlotte Finkenstein
Die freie Journalistin Charlotte Finkenstein beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Genuss: auch privat verbringt die leidenschaftliche Hobbyköchin viel Zeit in den eigenen vier Küchenwänden und erfreut damit regelmäßig Kollegen und Freunde. Nach Stationen im TV bei Kochshows sowie bei kleineren Lebensmittelzeitschriften widmet sich Charlotte nun der Technik hinter dem Essen und blickt für uns Herstellern, Geräten und Kundenversprechungen genau auf die Finger.