Der Saugroboter wird zum Einbaugerät: Bosch zeigt eine Weltneuheit

HomeElektrogeräteDer Saugroboter wird zum Einbaugerät: Bosch zeigt eine Weltneuheit

Saug- und Wischroboter sind praktisch, keine Frage. Schön sind sie aber leider selten. Meist parken sie sichtbar im Flur oder irgendwo zwischen Wohnraum und Abstellkammer. Bosch löst dieses Dilemma nun an einem Ort, der überraschend naheliegt: in der Küche. Denn der neue Einbau Saug- und Wischroboter von Bosch verschwindet samt Voll-Servicestation hinter der Küchenfront. Eine Weltneuheit, die so logisch wirkt, dass man sich glatt fragt, warum es sie nicht schon früher gab.

Warum ein Saug- und Wischroboter in der Küche besonders sinnvoll ist

Dass Bosch den neuen Einbau Saug- und Wischroboter ausgerechnet in die Küche integriert, ist mehr als eine gestalterische Entscheidung. Es ist vor allem praktisch gedacht. Denn hier ist vieles bereits vorhanden, was ein solches System braucht:Strom, Wasser, Abwasser und meist auch ein Müllsystem in direkter Nähe. Der Spülenbereich wird damit zum idealen Ausgangspunkt.

Hinzu kommt: Kaum ein anderer Raum wird im Alltag so regelmäßig beansprucht wie die Küche. Da fällt beim Vorbereiten gerne mal ein Krümel auf den Boden, beim Kochen tropft Sauce daneben und beim Abspülen landet Wasser auf den Fliesen oder dem Parkett. Saugen und Wischen gehören hier zur täglichen Routine.

Ein smarter Roboter, der die Arbeit für uns übernimmt, ergibt an dieser Stelle also besonders viel Sinn. Noch schöner ist es, wenn man ihn nicht einmal sieht. Gerade in offenen Wohnküchen, die fließend in den Ess- oder Wohnbereich übergehen, wird Technik schnell zum optischen Störfaktor.

All diese Punkte kombiniert Bosch mit einem einzigen Produkt, denn: Der moderne Roboter verschwindet samt Voll-Servicestation hinter der Küchenfront. Und ist erst dann sichtbar, wenn er gebraucht wird.

Bosch Einbau Saug- und Wischroboter reinigt den Boden einer modernen offenen Küche mit hellen Fronten, Holzboden, schwarzer Dunstabzugshaube und angrenzendem Essbereich. Der Roboter ist als fest integrierte Lösung für die Küchenplanung gedacht und fährt bei Bedarf aus dem Sockel heraus.
Der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter startet direkt aus der Küchenfront heraus – und verschwindet nach der Reinigung wieder im Sockel. (Foto: Bosch Hausgeräte)

Vom Haushaltshelfer zum Einbaugerät

Entwickelt wurde der neue Einbau Saug- und Wischroboter von Bosch gemeinsam mit ECOVACS, einem Spezialisten für Servicerobotik. Das Ergebnis ist ein Produkt, das es so bislang nicht gab: ein Saug- und Wischroboter, der nicht nachträglich im Raum platziert wird, sondern von Anfang an fest in die Küche eingeplant ist.

Seine Station sitzt nämlich in den Möbeln, genauer: im Spülenunterschrank. Dort finden alle zugehörigen Module Platz – und zwar so, dass weiterhin Raum für handelsübliche Müllsysteme bleibt. Planungs-Tipp: Falls hier auch weitere Komponenten untergebracht werden sollen, zum Beispiel für Multifunktionsarmaturen von Quooker oder Franke, sollte man frühzeitig mit einem Küchenprofi sprechen. Denn ob alles zusammenpasst, hängt von Spüle, Arbeitsplattenhöhe und gewählter Armaturen-Ausstattung ab.

Nicht nur die Platzierung des Roboters, sondern auch „seine Haustür“ ist clever entwickelt. Er fährt nicht aus einer sichtbaren Ladestation heraus, sondern durch ein automatisiertes Tor in der Sockelleiste. Ist die Reinigung erledigt, verschwindet er still und heimlich wieder hinter der Front. Damit verändert Bosch die Rolle des Saug- und Wischroboters grundlegend. Er ist nicht länger ein Gerät, das irgendwo im Raum seinen Platz sucht, sondern wird fest in die Küche eingebunden. So wie Geschirrspüler, Backofen oder Dunstabzug längst selbstverständlich mitgeplant werden, könnte auch die Bodenreinigung künftig Teil des Küchenkonzepts werden.

Die Servicestation: Was hinter der Front passiert

Soweit die Theorie. Doch wie sieht es nun in der Praxis aus? Der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter ist nur 84 Millimeter hoch und passt damit auch in Küchen mit niedriger Sockelleiste. Voraussetzung ist laut Bosch eine Sockelhöhe von mindestens 10 Zentimetern. Das ist aber nicht nur für die Integration vorteilhaft, sondern auch für den Alltag: Dank seiner flachen Bauweise erreicht der Roboter beim Reinigen auch schwer zugängliche Stellen, beispielsweise unter Möbeln.

Hinter den Kulissen, also in diesem Fall der Sockelleiste, wird der Roboter mit allem versorgt, was er braucht. Die Voll-Servicestation ist nämlich an Frischwasser, Abwasser und Strom angeschlossen. Dadurch wird nicht nur Schmutzwasser automatisch abgelassen und frisches Wasser nachgeladen, sondern auch die Wischpads werden selbstständig mit 75 Grad heißem Wasser gereinigt und anschließend mit 45 Grad warmer Luft getrocknet.

Ein automatisches Dosiersystem gibt darüber hinaus die ideale Menge an Reinigungsmittel hinzu. Der integrierte Staubbeutel wiederum fasst insgesamt 2 Liter. Ist dieser dann voll und muss entsorgt werden, wissen wir bereits: Der Weg zum Mülleimer ist nicht weit.

Weiteres Highlight: Ein spezielles Anti-Leakage-System soll verhindern, dass Wasser aus der Servicestation austritt und die Küchenmöbel beschädigt werden. Gerade weil die Technik direkt in die Küche integriert ist, ist dieser Punkt besonders wichtig. Komfort soll hier schließlich nicht zulasten der Planungssicherheit gehen.

Schematische Darstellung der Voll-Servicestation des Bosch Einbau Saug- und Wischroboters im Spülenunterschrank. Zu sehen sind die verdeckt integrierten Anschlüsse für Frischwasser, Abwasser und Strom sowie der Zugang des Roboters über die Sockelleiste.
Unsichtbar, aber entscheidend: Hinter der Front wird der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter geladen, gereinigt und mit frischem Wasser versorgt. (Foto: Bosch Hausgeräte)

Klein genug für den Sockel, stark genug für den Küchenalltag

Auch der Roboter selbst überzeugt auf ganzer Linie. Während viele andere Modelle lediglich auf 11.000 Pa kommen, erreicht dieser Saug- und Wischroboter eine Saugleistung von 20.000 Pa. Damit ist er der bisher stärkste Saugroboter von Bosch. Zwei rotierende Wischpads kümmern sich um den Boden, eines davon kann sogar für mehr Reichweite ausgefahren werden. Ergänzt wird das System durch eine ausfahrbare Seitenbürste, die auch in die hinterste Ecke kommt.

Damit der Roboter auch weiß, wo er saubermachen muss, nutzt er zur Orientierung unter anderem eine 360° LiDAR-Lasernavigation, eine Smart Vision Objekterkennung, strukturiertes Licht sowie verschiedene Sensoren. Dadurch erkennt er auch Teppiche und hebt die Wischpads entsprechend an. Auch kleine Barrieren wie Türschwellen sind kein Problem: Hindernisse bis 20 Millimeter kann der Roboter mühelos überwinden. Damit ist er nicht nur für den Küchenboden interessant, sondern auch für angrenzende Wohnbereiche.

Steuerung per App: Wie man den unsichtbaren Helfer bedient

Wenn der Roboter fast alles selbst übernimmt und dabei nahezu unsichtbar bleibt, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie bedient man ihn im Alltag? Die einfache Antwort: Via Home Connect App.

Dort lässt sich der vom Roboter erstellte Raumplan einsehen und anpassen. Auch No-Go-Zonen können definiert und Routinen festgelegt werden. Wer möchte, kann dem Roboter sogar einen eigenen Namen geben. Sichtbar wird der kleine Helfer im Alltag also vor allem digital.

Bosch Einbau Saug- und Wischroboter mit geöffneter Servicestation im Spülenunterschrank und Smartphone-Steuerung über die Home Connect App. Das Bild zeigt, wie der Roboter verbunden und digital im Alltag bedient werden kann.
Gesteuert wird der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter über die Home Connect App. Bosch betont: Die Daten bleiben in der EU – ein wichtiger Punkt bei sensor- und kameragestützter Navigation. (Foto: Bosch Hausgeräte)

Für wen lohnt sich der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter?

Der größte Mehrwert entsteht dort, wo der Bosch Einbau Saug- und Wischroboter von Anfang an mitgedacht wird. Denn anders als ein Mixer, eine Kaffeemaschine oder auch ein klassischer Saugroboter ist diese Lösung kein klassisches „Zusatzgerät“. Sie wird eher wie ein Backofen oder Geschirrspüler Teil der Küchenplanung – mit festem Platz, Anschlüssen und Integration ins Möbelstück. Eine Nachrüstung kann mit einem erfahrenen Profi ebenfalls möglich sein, sollte aber individuell besprochen werden.

Ob Singlehaushalt, Paar oder Familie, ist dabei weniger entscheidend. Gesaugt und gewischt werden muss schließlich überall. Der Unterschied liegt eher darin, wie häufig der Roboter zum Einsatz kommt. Und da ist es tatsächlich wie bei einer Spülmaschine: Man braucht sie nicht zwingend, aber wer sie einmal im Alltag nutzt, möchte den Komfort meist nicht mehr missen.

>>> Hochwertige Küchenstudios, die Bosch im Sortiment haben, finden Sie in unserer Studiosuche. Einfach die Postleitzahl eingeben und das nächstgelegene Studio anzeigen lassen.

Lisa Demmel
Lisa Demmel
Party-Mittelpunkt, Home-Office, Frühstücks-Platz: An die perfekte Küche hat unsere Redaktionsleiterin viele Ansprüche. Beim Kochen sind für sie Schnelligkeit und Effizienz wichtig, bei der Ästhetik wiederum Formgefühl und Nachhaltigkeit. Um ihre Küche noch organisierter, funktionaler oder schöner zu machen, durchforstet sie das Internet nach eindrucksvollen Trends, smarten Geräten und cleveren Hacks.