Schalter und Steckdosen verstecken

29.12.2016 | Frederik Dix
Naber Schalter und Steckdosen: Präsentationsform im Küchenauszug (Foto: Naber)

Sie möchten Schalter und Steckdosen in Ihrer hochwertigen Küche verdecken? Diese zwei raffinierten Methoden sind ab nun auf dem Markt erhältlich.

 

Offene Küchen heißt auch: Ordnung halten

Offene Wohnküchen sind hell und freundlich und offenbaren die Geheimnisse des Kochs. Deutsche lieben diese Offenheit erst seit wenigen Jahren, nachdem sie die Vorzüge in ihren Sommerurlauben bereits in der spanischen Finca oder dem italienischen Ferienbungalow beobachtet haben. So ganz fällt der Abschied von der Küche als geschlossene Parzelle nicht leicht, denn: Von nun an muss man weithin sichtbar Ordnung bewahren.

Das gilt nicht nur für Töpfe, Pfannen oder große Geräte wie die Kaffeemaschine, sondern auch für den damit einhergehenden Kabelsalat, den die immer raffinierte Küchentechnik erfordert. Schalter und Steckdosen wurden bisher in die Farbe der Küchenfront getaucht oder mit einer Klappe darüber vor Spritzwasser und Blicken geschützt. Für die wirklich makellose, minimalistische Küche gibt es aber mittlerweile smarte Ansätze, um Steckerleisten gänzlich aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen.

Das Steckdosensystem "Port Push" kann mit sanftem Fingerdruck ausgefahren und für mehrere Geräte sowie als USB-Port gleichzeitig genutzt werden. (Foto: EVOline)

Das Steckdosensystem “Port Push” kann mit sanftem Fingerdruck ausgefahren und für mehrere Geräte sowie als USB-Port gleichzeitig genutzt werden. (Foto: EVOline)

 

Schalter und Steckdosen unter der Arbeitsplatte

So hat EVOline unlängst das neue Elektrifizierungssystem „Port Push“ auf den Markt gebracht, das Strom- und Datenanschlüsse unter der Arbeitsoberfläche verschwinden lässt. In geschlossenem Zustand ist lediglich die Edelstahlabdeckung der Mehrfachsteckdose zu sehen, die sich durch eine Push-to-open-Funktion mit sanftem Fingerdruck öffnen lässt. Die darunter befindliche Steckerdose kann dann leicht herausgezogen werden und als normale Steckdose sowie USB-Port verwendet werden. Nach Gebrauch verschwindet „Port Push“ wieder in der Arbeitsplatte und gibt somit den Blick auf eine makellose Kücheninsel frei.

 

 

Schalter und Steckdosen im Auszug

Auch Naber hat sich einem innovativen Stecker-Design angenommen: Die für Küchengeräte temporär benötigten Schalter und Stecker werden in einem Auszug der Küche verbaut. Die ursprünglich für die Präsentation im Küchenstudio vorgesehene Idee ist auch für Privathäuser originell. So können flache, ungenutzte Schubladen mit mehreren Einbau-Mehrfachsteckdosen sowie USB-Charger ausgestattet und bei Bedarf genutzt werden, ohne eine dauerhafte Steckdose an sichtbarer Stelle anbringen zu müssen.

Beide Steckdosenmodelle haben den großen Vorteil, über verschiedene Quellen gleich mehrere Geräte mit Strom speisen zu können und nach der Benutzung schnell verräumt zu sein. Sprechen Sie bei der Planung Ihrer zukünftigen Küche den Fachmann im Küchenstudio darauf an.

Zum Autor
Frederik Dix
Redakteur

Mit Sägespäne im Haar und Holzleim an den Händen wuchs der Sohn eines Möbelschreiners praktisch in der Werkstatt seines Vaters auf, lernte früh, mit Hammer und Säge umzugehen und probierte sich an selbstgezimmerten Kunststücken, die an die arme Verwandtschaft verschenkt wurden. Dennoch sollten sich die handwerklichen Fähigkeiten in seinem Architekturstudium bemerkbar machen. Heute sieht Frederik in Küchenräumen sofort den Raum zur Verbesserung, das Zusammenspiel von Materialien – und wer das ein oder andere Stück selbst gezimmert hat.