Welche sommerlichen Salate passen besonders gut zum Grillen? Von leicht bis herzhaft: Wir haben fünf unkomplizierte Rezepte zusammengestellt, die nicht nur lecker schmecken, sondern sich auch gut vorbereiten lassen und für Abwechslung am Grillbuffet sorgen.
Sommerliche Salate zum Grillen: Welche passen besonders gut?
Zum Grillen passen leichte Gemüse- und Blattsalate ebenso gut wie sättigende Varianten mit Kartoffeln, Couscous, Pasta oder Gnocchi. Ideal sind Rezepte, die sich einige Stunden oder sogar einen Tag im Voraus vorbereiten lassen und das Grillgut mit knackigen, fruchtigen oder würzigen Aromen ergänzen. Ob vegetarisch, vegan oder mit Fleisch: Unsere Auswahl zeigt, wie abwechslungsreich sommerliche Salate zum Grillen sein können.
1. Rote-Bete-Salat zum Grillen mit Feta, Walnüssen und Granatapfel
Rote Bete ist eine dieser Zutaten, die im Sommer ebenso gut funktioniert wie im Winter. Frisch vom Feld, bereits gegart und vakuumiert oder eingelegt im Glas: Die Knolle ist unkomplizierter, als ihr intensives Rot vermuten lässt. Zugleich bringt sie wertvolle Nährstoffe auf den Teller und wird mit Linsen, Feta und Walnüssen zu einem Salat, der nicht nur gut aussieht, sondern auch angenehm sättigt. Granatapfelkerne setzen einen fruchtigen Akzent. Besonders gut passt die Kombination zu gegrilltem Rind, Lamm, Halloumi oder kräftig gewürztem Gemüse.
Hinweis zur Variante aus dem Glas: Eingelegte Rote Bete schmeckt durch den Essigsud deutlich säuerlicher. In diesem Fall sollte der Balsamico im Dressing zunächst sparsamer dosiert werden.
Zutaten für 4 Portionen
- 500 g gegarte Rote Bete
- 250 g gekochte grüne oder braune Linsen
- 100 g Babyspinat oder Feldsalat
- 150 g Feta
- 60 g Walnüsse
- ½ Granatapfel
Für das Dressing:
- 4 EL Olivenöl
- 2 EL dunkler Balsamico
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Die Rote Bete abtropfen lassen und in Spalten oder mundgerechte Stücke schneiden. Die Linsen ebenfalls gut abtropfen lassen.
- Babyspinat oder Feldsalat waschen, trocken schleudern und auf einer großen Platte oder in einer Schüssel verteilen.
- Rote Bete und Linsen darauf anrichten. Anschließend den Feta grob zerbröseln und gemeinsam mit den Walnüssen über den Salat geben.
- Die Kerne aus dem Granatapfel lösen und auf dem Salat verteilen.
- Für das Dressing Olivenöl, Balsamico, Senf und Honig verrühren. Das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken, kurz vor dem Servieren über den Salat geben und alles vorsichtig vermengen.
Tipp: Der Salat lässt sich gut vorbereiten. Spinat, Walnüsse und Dressing sollten jedoch erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, damit alles frisch und knackig bleibt.

2. Sommerlicher Couscous-Salat mit Gurke, Tomaten und Radieschen
Kaum eine Grillbeilage ist so unkompliziert wie dieser Couscous-Salat: Der feine Hartweizengrieß muss lediglich mit heißer Brühe übergossen werden und ist nach wenigen Minuten bereit für Gemüse, Kräuter und Dressing. Gurke und Tomaten bringen Saftigkeit, Radieschen eine leichte Schärfe, Feta die salzige Würze. Weil Couscous Aromen besonders gut aufnimmt, darf der Salat ruhig etwas durchziehen. Er passt zu Hähnchen und Fisch ebenso wie zu Grillkäse oder mediterranem Gemüse.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Couscous
- 300 ml Gemüsebrühe
- 250 g Cherrytomaten
- ½ Salatgurke
- 1 Bund Radieschen
- 150 g Feta
- ½ Bund glatte Petersilie
Für das Dressing:
- 4 EL Olivenöl
- 3 EL Zitronensaft
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
- 1 TL Dijon-Senf
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Den Couscous in eine Schüssel geben und mit der heißen Gemüsebrühe übergießen. Abgedeckt etwa zehn Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern und vollständig abkühlen lassen.
- Cherrytomaten halbieren. Gurke und Radieschen waschen und in mundgerechte Stücke beziehungsweise dünne Scheiben schneiden. Die Petersilie grob hacken.
- Den Feta mit den Händen grob zerbröseln.
- Für das Dressing Olivenöl, Zitronensaft, Honig und Senf verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Couscous, Tomaten, Gurke, Radieschen und Petersilie in einer großen Schüssel vermengen. Das Dressing unterheben und den Salat etwa 15 Minuten durchziehen lassen.
- Den Feta kurz vor dem Servieren vorsichtig unterheben oder über dem Couscous-Salat verteilen.
Tipp: Der Couscous-Salat lässt sich einige Stunden im Voraus zubereiten. Den Feta am besten erst kurz vor dem Servieren hinzufügen, damit er seine Konsistenz behält.

3. Chicorée-Radicchio-Salat mit Grapefruit
Bittere Salate haben ihren strengen Ruf längst abgelegt. In Kombination mit rosa Grapefruit, Radieschen und einem fein abgestimmten Dressing wirken Chicorée und Radicchio frisch, elegant und überraschend leicht. Die verschiedenen Blätter sorgen zudem für unterschiedliche Texturen – von zart bis knackig. Damit ist der Salat eine ideale Begleitung zu gegrilltem Fisch, Garnelen, Geflügel oder Ziegenkäse und ein schöner Gegenpol zu kräftigen Röstaromen.
Zutaten für 4 Portionen
- 2 Chicoréestauden
- 1 kleiner Radicchio
- 100 g gemischter Blattsalat
- 2 rosa Grapefruits
- ½ Bund Radieschen
- essbare Blüten nach Belieben
Für das Dressing:
- 4 EL Olivenöl
- 3 EL Grapefruitsaft
- 1 EL heller Balsamico
- 1 TL Dijon-Senf
- 1–2 TL Honig
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Chicorée, Radicchio und Blattsalat waschen und gut trocken schleudern. Den Strunk des Chicorées entfernen und die Blätter längs halbieren. Den Radicchio in mundgerechte Stücke zupfen.
- Die Grapefruits mit einem scharfen Messer so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Die Fruchtfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden. Den austretenden Saft für das Dressing auffangen.
- Die Radieschen waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden.
- Für das Dressing Grapefruitsaft, Balsamico, Senf und Honig verrühren. Das Olivenöl unterschlagen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Chicorée, Radicchio und Blattsalat auf einer großen Platte verteilen. Grapefruitfilets und Radieschen darauf anrichten.
- Das Dressing kurz vor dem Servieren über den Salat geben. Nach Belieben mit essbaren Blüten garnieren.
Tipp: Die Süße des Honigs mildert die herben Aromen von Chicorée, Radicchio und Grapefruit. Wer den Salat vorbereiten möchte, bewahrt Blätter, Früchte und Dressing bis zum Servieren getrennt auf.

4. Mediterraner Tortellini-Salat mit Tomaten und Kichererbsen
Dieser Tortellini-Salat ist für alle gedacht, denen ein reiner Blattsalat beim Grillen nicht genügt. Frische Käse-Tortellini sind in wenigen Minuten gegart und verbinden sich mit Tomaten, roten Zwiebeln, Basilikum und Balsamico zu einer unkomplizierten mediterranen Beilage. Kichererbsen bringen einen leicht nussigen Geschmack und zusätzlichen Biss ins Spiel. Schinken kann ergänzt werden, muss aber nicht: Ohne ihn bleibt der Salat vegetarisch. Er passt zu Grillgemüse und knusprigem Brot ebenso wie zu Hähnchen oder Würstchen.
Zutaten für 4 Portionen
- 500 g frische Käse-Tortellini
- 250 g Cherrytomaten
- 1 Dose Kichererbsen, ca. 240 g Abtropfgewicht
- 150 g milder Käse, z. B. Gouda
- 1 kleine rote Zwiebel
- ½ Bund Basilikum
- optional: 150 g gekochter Schinken
Für das Dressing:
- 4 EL Olivenöl
- 2 EL heller Balsamico
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 TL Honig
- 1 TL getrocknete italienische Kräuter
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Die Tortellini nach Packungsanweisung bissfest garen. Anschließend abgießen, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.
- Die Cherrytomaten halbieren. Die Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und abtropfen lassen.
- Den Käse in kleine Würfel schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Den Schinken nach Wunsch ebenfalls würfeln.
- Für das Dressing Olivenöl, Balsamico, Zitronensaft, Senf, Honig und italienische Kräuter verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Tortellini, Tomaten, Kichererbsen, Käse und Zwiebeln in einer großen Schüssel vermengen. Optional den Schinken hinzufügen.
- Das Dressing über den Salat geben, alles vorsichtig vermischen und etwa 20 Minuten durchziehen lassen. Das Basilikum erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Tipp: Ohne Schinken ist der Tortellini-Salat vegetarisch. Er lässt sich einige Stunden vorher zubereiten; das Basilikum sollte jedoch erst unmittelbar vor dem Servieren hinzugefügt werden.

5. Schneller Kartoffelsalat mit Ei, Essiggurken und Feldsalat
Kartoffelsalat gehört zum Grillen fast so selbstverständlich wie Brot und Kräuterbutter. Diese Variante spart jedoch einen entscheidenden Arbeitsschritt: Kleine Kartoffeln werden mit Schale gekocht und lediglich halbiert. Das macht das Rezept ideal, wenn wenig Zeit zum Schälen und Schneiden bleibt. Essiggurken, Gurkenwasser und Senf sorgen für Würze, Ei und optionaler Speck für Herzhaftigkeit und Feldsalat für Frische. Der Salat passt besonders gut zu Würstchen, Steak und gegrilltem Gemüse.
Zutaten für 4 Portionen
- 800 g kleine festkochende Kartoffeln
- 4 Eier
- 6 Essiggurken
- 100 g Feldsalat
- 1 kleine rote Zwiebel
- optional: 100 g Speckwürfel
Für das Dressing:
- 5 EL Gurkenwasser
- 3 EL heller Essig
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL Honig
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser je nach Größe etwa 15 bis 20 Minuten garen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und halbieren. Größere Kartoffeln vierteln.
- Die Eier etwa neun Minuten hart kochen. Anschließend kalt abschrecken, pellen und halbieren.
- Die Essiggurken in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Feldsalat waschen, verlesen und gründlich trocken schleudern.
- Optional die Speckwürfel ohne zusätzliches Fett in einer Pfanne knusprig anbraten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Für das Dressing Gurkenwasser, Essig, Senf und Honig verrühren. Das Olivenöl unterschlagen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die noch lauwarmen Kartoffeln mit Essiggurken, Zwiebeln und Dressing vermengen. Den Salat mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
- Kurz vor dem Servieren den Feldsalat vorsichtig unterheben. Die Eier darauf anrichten und nach Wunsch mit den Speckwürfeln bestreuen.
Tipp: Ohne Speck ist der Kartoffelsalat vegetarisch. Feldsalat und Eier sollten erst kurz vor dem Servieren ergänzt werden, damit die Blätter frisch und die Eier unversehrt bleiben.

Sommerliche Salate zum Grillen: von leicht bis herzhaft
Sommerliche Salate zum Grillen dürfen frisch, unkompliziert und trotzdem abwechslungsreich sein. Während der Chicorée-Radicchio-Salat mit Grapefruit eine leichte, feinherbe Begleitung bietet, eignen sich Couscous-, Tortellini- und Kartoffelsalat auch als sättigende Beilage. Der Rote-Bete-Salat bringt dagegen erdige, süße und salzige Aromen zusammen. So findet sich zu Fleisch, Fisch, Grillkäse oder Gemüse vom Rost die passende Kombination.
Häufige Fragen zu sommerlichen Salaten zum Grillen
Besonders gut vorbereiten lassen sich Rote-Bete-, Couscous- und Tortellini-Salat. Feldsalat und Basilikum sowie Zutaten wie Feta, Walnüsse und das jeweilige Dressing sollten je nach Rezept erst kurz vor dem Servieren ergänzt werden.
Couscous-Salat harmoniert mit Hähnchen, Fisch, Grillkäse und Gemüse. Rote-Bete-Salat passt besonders gut zu Rind, Lamm oder Halloumi. Der Chicorée-Radicchio-Salat ergänzt Fisch und Geflügel, während Tortellini- und Kartoffelsalat gut zu Würstchen, Steak und kräftig gewürztem Grillgemüse schmecken.
Alle fünf Rezepte werden ohne Mayonnaise zubereitet. Stattdessen sorgen Dressings aus Olivenöl, Essig, Zitronen- oder Grapefruitsaft, Senf und Kräutern für Frische und Würze.
Alle Rezepte lassen sich vegetarisch zubereiten. Beim Tortellini-Salat bleibt der Schinken, beim Kartoffelsalat der Speck einfach weg. Bei Käse-Tortellini sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass das Produkt als vegetarisch gekennzeichnet ist.
Werden mehrere Beilagen serviert, reichen meist etwa 150 bis 200 Gramm Salat pro Person. Gibt es nur einen Salat oder soll er als sättigende Hauptbeilage dienen, darf die Portion entsprechend größer ausfallen.
Robuste Grundzutaten wie Kartoffeln, Couscous oder Tortellini können bereits vorab mit dem Dressing vermengt werden. Blattsalate, Kräuter und empfindliche Garnituren sollten dagegen erst kurz vor dem Servieren dazukommen, damit sie frisch bleiben.
