Was passiert mit einem Haushaltsgerät, wenn es nicht mehr repariert werden kann? Im schlimmsten Fall wird es weggeworfen, im besten Fall recycelt. Mit der neuen Kategorie „Repurpose Products“ denkt man bei V-ZUG sogar noch einen Schritt weiter: Der Schweizer Premiumhersteller verwandelt ausgediente Waschmaschinen in Designmöbel mit Geschichte. So entsteht aus einer gebrauchten „Adora“-Waschtrommel etwa ein eleganter Tisch oder ein praktischer Hocker. Aus dem Türglas wird kurzerhand eine zeitlose Servierschale. Damit zeigt V-ZUG, wie Kreislaufwirtschaft aussehen kann, wenn sie auf Schweizer Handwerk, klare Formensprache und eine gute Idee trifft.
V-ZUG Repurpose: Alte Waschmaschinen erhalten ein zweites Leben
Das „erste Leben“ einer V-ZUG Adora-Waschmaschine ist von täglicher Arbeit geprägt. Sie entfernt Grasflecken aus Kinderhosen, reinigt den Wollpullover besonders schonend, frischt Hemden mit Dampf auf und kümmert sich um all die Textilien, die man im Haushalt immer wieder braucht. Über Jahre, oft Jahrzehnte. Doch selbst das langlebigste Gerät wird irgendwann müde.
Genau hier beginnt dank V-ZUG Repurpose das „zweite Leben“. Denn ausgediente Waschmaschinen werden nicht einfach entsorgt oder direkt dem Recycling zugeführt, sondern sorgfältig zerlegt, gereinigt und neu gedacht. Die Edelstahltrommeln werden dabei aus ihrem technischen Gehäuse gelöst, veredelt und in neue Objekte übersetzt. Aus dem Herzstück der Waschmaschine entsteht so wahlweise ein überaus moderner Hocker oder Tisch. Auch das Türglas erhält eine neue Funktion, es wird nämlich zur minimalistischen Servierschale.
Die Idee dahinter ist so simpel wie clever: Materialien, die ihren ursprünglichen Zweck erfüllt haben, erhalten eine neue Aufgabe. Statt sich im Materialkreislauf aufzulösen, bleiben Form, Herkunft und Geschichte sichtbar. So wird aus einem technischen Bauteil ein Wohnobjekt, das Kreislaufwirtschaft nicht abstrakt erklärt, sondern ganz konkret erlebbar macht.

Hocker, Tisch, Schale: Die Repurpose Produkte von V-ZUG im Detail
Doch schauen wir uns die „neuen alten“ Produkte einmal genauer an. Kann aus einer Adora-Waschmaschine wirklich ein Hocker werden? Oder ein Tisch? Bei V-ZUG lautet die Antwort: Auf jeden Fall!
Die runde Form und die feine Netzstruktur der Waschtrommel bleiben von außen deutlich sichtbar. Genau das verleiht dem Adora Hocker und Tisch ihre moderne, fast grafische Anmutung. Ergänzt werden die ehemaligen Geräteteile durch regional produzierte Holzbauteile – etwa Tischplatte und Füße – beziehungsweise durch eine hochwertige Polsterung für die Sitzfläche. Ohne Hintergrundwissen wirken die Objekte deshalb nicht wie umfunktionierte Waschmaschinenkomponenten, sondern wie zeitgemäßes Inventar mit klarer Formensprache.
Mit ihren kompakten Proportionen von 50 x 49 x 50 Zentimetern lassen sich die Adora-Kleinmöbel vielseitig einsetzen: als zusätzlicher Sitzplatz im Homeoffice, als Beistelltisch im Wohnbereich oder als Ablagefläche im Flur. Und auch im Inneren findet sich ein praktisches Detail: Der erhaltene Hohlraum bietet diskreten Stauraum für Decken, Magazine oder andere Alltagsgegenstände. So verbinden Hocker und Tisch die sichtbare Herkunft mit einem überraschend alltagstauglichen Nutzen.
Und nicht nur die Waschtrommel erhält bei V-ZUG Repurpose eine neue Aufgabe. Auch das hitzebeständige Türglas aus ausgesonderten Waschmaschinen wird weiterverwendet und zu einer minimalistischen Schale verarbeitet. Ihre klare Form macht sie vielseitig einsetzbar: für Obst, Salat, Popcorn oder als schlichtes Deko-Objekt auf dem gedeckten Tisch. Aus Türglas wird so Tischkultur.



Warum Repurpose mehr ist als Recycling
Möglich wird diese Umwandlung durch lokale Partnerschaften mit Schweizer Spezialisten. So bleiben nicht nur die Transportwege kurz; auch Qualität, Rückverfolgbarkeit und regionale Wertschöpfung lassen sich über den gesamten Prozess hinweg sichern.
Den ersten Schritt übernimmt die Gemeinnützigen Gesellschaft Zug, kurz GGZ. Das soziale Unternehmen ist auf dem zweiten Arbeitsmarkt tätig und zerlegt im Auftrag von V-ZUG gebrauchte Waschmaschinen sorgfältig in ihre Einzelteile. Anschließend werden die ausgewählten Komponenten gründlich gereinigt und für ihre neue Funktion vorbereitet.
Die HW Spritzwerk Rotkreuz AG übernimmt das Sandstrahlen und Pulverbeschichten jener Trommeln, die nicht mehr in neue Maschinen eingebaut werden können. Danach kommen weitere regionale Handwerksbetriebe ins Spiel: DER SATTLER fertigt die Polsterung für den Hocker, die Schreinerei Buchmann & Britschgi AG übernimmt die Holzarbeiten – von den Füßen bis zur Tischplatte. So entsteht kein anonymes Upcycling-Objekt, sondern ein Möbelstück mit lokaler Wertschöpfung, klarer Gestaltung und nachvollziehbarer Herkunft.


Für noch mehr Nachhaltigkeit: fünf R-Strategie von V-ZUG
Die Repurpose Produkte sind ein Baustein einer deutlich größeren Nachhaltigkeitsstrategie. Im Rahmen der Initiative Closing the Circle beschäftigt sich V-ZUG mit der Frage, wie man Haushaltsgeräte, Bauteile und Materialien möglichst lange im Kreislauf halten kann. Dabei folgt das Unternehmen mehreren sogenannten R-Strategien:
- Re-pair: Wann immer möglich, werden Geräte repariert, um ihre Lebensdauer zu verlängern. V-ZUG bietet dafür Ersatzteile bis zu 15 Jahre nach Produktionsende an.
- Re-use: Einzelne Bauteile, etwa Gegengewichte, werden direkt wiederverwendet.
- Re-circle: Materialien bleiben im Kreislauf, indem sie beispielsweise an Lieferanten zurückgegeben werden.
- Re-furbish: Ganze Geräte werden wieder funktionsfähig gemacht und erhalten so ein zweites Leben.
- Re-purpose: Materialien, die ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen können, bekommen eine neue Aufgabe.

V-ZUG Repurpose: Ein Anfang, kein Abschluss
Die Repurpose Produkte zeigen, dass V-ZUG Kreislaufwirtschaft nicht als fertiges Konzept versteht, sondern als Entwicklung. Der Adora Hocker, Tisch und die Schale sind erste sichtbare Beispiele dafür, wie Materialien nach ihrem ursprünglichen Einsatz weitergedacht werden können. Nicht als Reststoff, sondern als Ausgangspunkt für etwas Neues.
Dass dieser Weg weitergehen soll, macht Marcel Niederberger, Head of Sustainability bei V-ZUG, in einem Interview deutlich. Kreislaufwirtschaft sei für das Unternehmen „eine ständige Reise“. Nachhaltigkeit versteht V-ZUG dabei nicht nur als Frage der Energieeffizienz, sondern deutlich breiter: ökologisch, sozial und unternehmerisch. Künftig will das Unternehmen eben auch noch stärker über Materialien sprechen – darüber, woher sie kommen, welchen Weg sie nehmen und welchen ökologischen Fußabdruck sie hinterlassen.
Damit bekommen die Repurpose Produkte eine Bedeutung, die über Hocker, Tisch und Schale hinausgeht. Sie machen sichtbar, was sonst oft verborgen bleibt: die Herkunft eines Materials, seine Verarbeitung und die Frage, wie lange ein Produkt tatsächlich Teil unseres Alltags bleiben kann.
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