Vorgestellt: Europas größter Küchenhersteller nobilia

Von stilvoll bis natürlich, vom Landhaus- bis zur Design-Küche: nobilia hat viele Gesichter. Und ist Europas größter Küchenhersteller. (Foto: nobilia)

Das Unternehmen nobilia ist die Geschichte zweier Brüder, die einen familiären Schreinereibetrieb in rund 75 Jahren zum größten Küchenhersteller Europas aufgebaut haben. Das Unternehmen hat viele Anknüpfungspunkte dank unterschiedlichster Küchenmodelle und Preiskategorien – und mischt seit kurzem auch im Badmöbel- und Garderobengeschäft mit.

 

 

Manchmal fragt man sich ja schon, wer das alles kaufen soll. 3300 Küchen pro Tag, soviel weist Europas größter Küchenhersteller nobilia derzeit für seine Werke in Verl, Ostwestfalen, aus. Wobei die Info, pardon, nicht ganz auf dem aktuellen Stand ist: diese Zahlen stammen von 2018 und man darf annehmen, dass das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro und zwei neu gebauten Produktionswerken in Gütersloh und Saarlouis Ende 2020 diese Zahlen verdoppeln wird.

Ohnehin kommen – ebenfalls Stand 2018 – rund 1,69 Millionen Küchenarbeitsplatten pro Jahr dazu sowie demnächst auch eine beträchtliche Anzahl an Schränken, die als Garderobe, Ankleidezimmer und Bad-Interieur verkauft werden und derzeit noch nicht beziffert sind. Die aktuellen Angaben inklusive Küche belaufen sich auf 33.300 Schränke pro Tag. Die Glückszahl 3 scheint nobilia hold zu sein.

 

 

Möglicherweise haben auch Sie ein nobilia-Möbelstück bei sich zuhause - und wissen es gar nicht? Das Unternehmen macht neben Küche nun auch in Bad, Esszimmer und Garderobe. (Foto: nobilia)

Möglicherweise haben auch Sie ein nobilia-Möbelstück bei sich zuhause – und wissen es gar nicht? Das Unternehmen macht neben Küche nun auch in Bad, Esszimmer und Garderobe. (Foto: nobilia)

 

 

Kennen Sie nobilia? Das Unternehmen hat viele Namen

Anders als andere deutsche Großkonzerne, die global operieren und zum Synonym deutscher Wirtschaftskraft geworden sind, verhält sich nobilia auffällig unauffällig. Vielen Küchenkäufern, die tagtäglich mit nobilia-Küchen kochen und leben, ist es womöglich gar nicht bewusst, dass der Konzernriese hinter dem Mobiliar steckt, das im Studio so sorgfältig für sie geplant wurde. Nobilia gibt nicht viel von sich preis, weder Gewinnspanne noch Markenstrategien. Oft tritt das ostwestfälische Unternehmen nicht einmal mit eigenem Namen auf, sondern verdingt sich beim Händler und Möbelstudio vor Ort als Eigenmarke mit wechselnder Preisspanne.

Knapp 48% der Produktion werden exportiert, zum Teil unter anderem Namen: in Italien taucht die Marke beispielsweise unter dem Begriff „noblessa“ auf. Die stärksten Absatzmärkte sind Nachbarländer wie Frankreich, Großbritannien, Österreich und die Niederlande; erst danach gliedern sich die asiatischen Märkte an. Tendenz steigend. Das klingt viel, und dennoch verbleiben noch rund 350.000 Küchen pro Jahr in deutschen Haushalten – zum Vergleich: Premiumküchenmarken wie bulthaup und SieMatic exportieren zwischen 70 und 80% ihrer Einbauküchen ins Ausland.

Nobilia ist also eine Art „hidden champion“ unter den deutschen Küchenherstellern und bedient mit dem Vertrieb in großen Möbelhäusern, ebenso wie in kleinen Küchenstudios, gänzlich unterschiedliche Zielgruppen von nah und fern. Dabei gilt es, das Unternehmen nicht zu unterschätzen. You get what you pay for dürfte auf die Firmengruppe ziemlich genau zutreffen: nobilia arbeitet als das IKEA der deutschen Küchenindustrie und kann ebenso mühelos mit hochwertigeren Produzenten der Branche mithalten.

 

 

Die täglich produzierte Anzahl an Küchen wird sich für das Unternehmen bald vervielfachen. Dazu ist eine zuverlässige Abwicklung und gute Reputation beim Kunden wichtig. (Foto: nobilia)

Die täglich produzierte Anzahl an Küchen wird sich für das Unternehmen bald vervielfachen. Dazu ist eine zuverlässige Abwicklung und gute Reputation beim Kunden wichtig. (Foto: nobilia)

 

 

Die Geschichte von nobilia: von der Schreinerei zum Großkonzern

Tatsächlich liegen die Wurzeln der Verler Firma im bodenständigen Handwerk. Was den Gebrüdern Grimm die Märchen und den Gebrüdern Dassler die Sportartikel, war den Gebrüdern Johann und Willy Stickling die Möbelfertigung. Ein Bruder als Tischler und ein anderer Bruder als Kaufmann ergab ein starkes Gespann zur Gründung eines eigenen, kleinen Möbelbetriebs 1945. Bereits zwei Jahre später wandte man sich mit 25 Mitarbeitern der Produktion von Küchenbuffets zu, bevor man sich nach zwei Jahrzehnten in “nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co. KG” umbenannte und auf Einbauküchen spezialisierte.

Mit dem Generationswechsel in den 1970er Jahren gingen Expansion und Werkvergrößerung einher. Zusätzlich zur Küchenherstellung vermarktete nobilia schon bald auch eigene Spülen und Elektrogeräte, von denen heute bis zu 5.000 Exemplare pro Tag ausgeliefert werden.

Zwar probierte sich das Unternehmen in den 80er Jahren mit der Marke „Dominanta“ auch mit einem Nebenzweig in der Wohnmöbelproduktion aus, jedoch war die Zeit dafür noch nicht gänzlich reif. Erst 2018 griff der Küchenriese das Thema wieder auf. Nobilia bietet seitdem ganzheitliche Wohnkonzepte und ein eigenes Badmöbelsortiment. „More than kitchen“ lautet das aktuelle Credo von Europas größtem Küchenhersteller. Im “house of nobilia” findet sich für jedermann etwas.

 

 

Hätten Sie's gedacht? Das Unternehmen steht nicht nur für moderne Küchenräume... (Foto: nobilia)

Hätten Sie’s gedacht? Das Unternehmen steht nicht nur für moderne Küchenräume… (Foto: nobilia)

 

 

...sondern auch für gepflegte Bad- und Garderobenmöbel. (Foto: nobilia)

…sondern auch für gepflegte Bad- und Garderobenmöbel. (Foto: nobilia)

 

 

Die Vielfalt der nobilia-Küchenwelt: puristisch, klassisch, natürlich und im Landhaus-Look

Die Vermarktung der eigenen Küchenkollektionen als No-Name-Brand hat nobilia zum Marktführer gemacht. Geschickt spielt das Unternehmen mit den Preisanforderungen, die Händler wie Kunden an das Unternehmen stellen, sowie mit verschiedenen Modellen. Klassische Küchen finden sich neben individuell planbaren Designerküchen wieder, „Natural Living“-Imitate neben dem neuen Trend Metall. Der moderne Landhausstil findet eine großzügige, wunderschöne Ausprägung; aber nobilia macht auch den Trend der grifflosen Scandi-Küche mit, in Beton-Optik, Eichen-Nachbildung oder schlicht und einfach weiß.

Optik, dieses Wort ist wichtig im Nobilia-Kosmos. In zweierlei Hinsicht: zum einen erlaubt die wirklichkeitsgetreue Abbildung von nachweislich teuren oder schwer zu verarbeitenden Materialien wie Beton, Naturstein und edlen Hölzern einen Verkauf in günstiger „Optik“, die es auch für kleines Geld erlaubt, den angesagten Beton-Trend in der Küche zu verfolgen. Oberflächen werden dann in der gewünschten Optik bedruckt, lackiert oder gelasert.

 

 

Holz, Lack, Beton und andere teure Materialien gibt es bei nobilia auch in entsprechender "Optik" - die sieht täuschend echt aus, ist aber um einiges günstiger. (Foto: nobilia)

Holz, Lack, Beton und andere teure Materialien gibt es bei nobilia auch in entsprechender “Optik” – die sieht täuschend echt aus, ist aber um einiges günstiger. (Foto: nobilia)

 

 

Das nobilia-Image: traditionell, aber nicht zu unterschätzen

Zum anderen aber ist es genau diese Optik, die nobilia bisweilen noch am angestaubten Image anhängt. Das Unternehmen wirbt mit Fotos, deren visualisierte Erstellung am Computer bisweilen allzu künstlich wirkt; mit Paaren, die sich nicht nur in den hauseigenen Küchen, sondern auch auf Werbeflyern des örtlichen Supermarktes tummeln.

Das passt nicht zur neuen Natürlichkeit der Küche, die heute vielmehr als Werkstatt und Wohnort wahrgenommen wird denn als gekünstelter Ausdruck eines Lifestyles. Echte Materialien mit natürlicher Haptik sind gefragt. Der Käufer sehnt sich nach Bildern, die seine eigene Lebensrealität abbilden könnten – das gestellte Foto der gemeinsamen Küchenarbeit passt nicht so recht in die Komfortzone des neuen Statussymbols Küche.

Und doch: man unterschätzt nobilia, möchte man dem Unternehmen eine reine Massenabfertigung von Küchen andichten. Wichtig ist, welchen Weg der Kunde wählt. Geht er zum großen Möbelhaus, das die Küchenplanung als eine Sparte von vielen Produktzweigen anbietet, bekommt er – wir erinnern uns – genau das, wofür er bezahlt. Das mag für Erstküchenkäufer attraktiv sein, ist aber häufig, in Bezug auf nobilias Möglichkeiten und Modelle, eine vertane Chance.

 

 

Das Unternehmen weist, firmengeschichtlich bedingt, traditionelle Züge im Marketing auf. Wer aber einen Blick auf die Kollektion 2019/20 wirft, sieht, dass die Küchen mit hochmodernen Trends interagieren. (Foto: nobilia)

Das Unternehmen weist, firmengeschichtlich bedingt, traditionelle Züge im Marketing auf. Wer aber einen Blick auf die Kollektion 2019/20 wirft, sieht, dass die Küchen mit hochmodernen Trends interagieren. (Foto: nobilia)

 

Fragen Sie im Küchenstudio vor Ort nach der Planung einer nobilia-Küche

Attraktiver erscheint da die Lösung, sich im örtlichen Küchenstudio nach der Marke nobilia zu erkundigen und sich einen Küchenraum auf die eigenen Vorstellungen und Ansprüche hin zusammenstellen zu lassen. Mit dem Basiskorpus von nobilia sowie individuellen Ergänzungen kann der Preis im dafür vorgesehenen Budget gehalten werden. Das Ergebnis sind verblüffend einzigartige Küchenräume, die auf ihren Nutzer zugeschnitten sind – und so gar nichts gemein haben mit den 3.299 anderen Küchen, die an diesem Tag produziert wurden.

 

>>> Interessieren Sie sich für Küchen von Europas größtem Küchenhersteller nobilia? Fragen Sie bei Händlern unter diesem Link gezielt im Studio nach einem Kauf von nobilia-Küchen an.

Zum Autor
Susanne Maerzke
Redakteurin

Kochen ist Lebensfreude, gemeinsame Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Und so sieht auch unsere Redakteurin die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich stehen bei jeder Party zurecht die coolsten Leute in der Küche neben dem Kühlschrank mit kühlem Bier und den letzten Guacamole-Resten. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.