Wasserschäden in der Küche vorbeugen: schnelle und günstige Lösungen

07.08.2019 | Frederik Dix
Worst Case Scenario? Wasserschäden in der Küche zählen zur Albtraumvorstellung der meisten Hausbesitzer - und natürlich auch von Versicherungen. Dabei gäbe es einfache Mittel und Wege, sich zu schützen. (Foto: smarthome.ewww.at)

Wasserschäden in Haus und Wohnung verursachen hierzulande jährlich Versicherungskosten von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Abgesehen von der finanziellen Last können auch die Folgeschäden gravierend sein: kaputte elektronische Geräte, aufquellende Böden und Schimmelschäden durch stehende Feuchtigkeit haben oftmals ein langes Nachspiel. Für den Fall der Fälle sollte sich jeder absichern – gerade, weil man Wasserschäden in der Küche durch schnelle und günstige Lösungen sehr einfach vorbeugen kann. Wir stellen einige Varianten vor.

 

 

Wasserschäden in der Küche treten unkontrolliert auf – auch ohne akute Benutzung

Wer in den Urlaub fährt, kontrolliert oft vorher noch die wichtigsten Anschlüsse in Haus und Hof: sind alle elektronischen Geräte ausgeschaltet, das Gefrierfach abgetaut, Stecker mit unnötiger Stromzufuhr gekappt und alle Fenster geschlossen? Seltener wird an das Abdrehen von Wasseranschlüssen gedacht – dabei treten Wasserschäden in Küche und Bad in der Regel sehr unerwartet auf und können immense Kosten verursachen.

Hervorgerufen werden sie oftmals nicht nur von laufenden Waschmaschinen oder Geschirrspülern, sondern ebenso von Starkregen, der das Schmutzwasser durch Rückstau in Haus und Keller drückt; durch poröse Leitungen, die in Mehrfamilienhäusern von anderen Wohnungen beeinflusst werden oder auch durch defekte Geräte, die Wasser lecken, ohne in Betrieb zu sein. Das kann leider jederzeit passieren – auch, während man im Urlaub weilt. Die häufigste Ursache bleibt allerdings natürlich der laufende Betrieb, in dem durch defekte Wasch- und Geschirrspülmaschinen plötzlich immense Wasserschäden in der Küche verursacht werden können.

 

 

Wasserschäden in der Küche kann man nie gebrauchen - besonders aber nicht zur Urlaubszeit, wenn man aus der Ferne nichts bemerkt und dementsprechend nicht handeln kann. Ein Wassermelder kann hier Abhilfe schaffen und Alarm schlagen. (Foto: Andriy Popov)

Wasserschäden in der Küche kann man nie gebrauchen – besonders aber nicht zur Urlaubszeit, wenn man aus der Ferne nichts bemerkt und dementsprechend nicht handeln kann. Ein Wassermelder kann hier Abhilfe schaffen und Alarm schlagen. (Foto: Andriy Popov)

 

 

Schützen gegen Wasserschäden in der Küche: z.B. durch Wassermelder

Auf Nummer sicher geht da, wer sogenannte Wassermelder installiert hat, die zumeist kleine, kastenförmige Geräte sind und – ähnlich eines Feuermelders – Alarm bei austretendem Wasser schlagen. Das funktioniert über Flüssigkeitssensoren, die ausschlagen, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Um Fehlalarme zu vermeiden, verfügen viele Wassermelder über mehrere Sensoren, die erst dann ein Signal aussenden, wenn alle Kontaktpunkte Feuchtigkeit vermelden.

Wassermelder werden entweder am Gerät selbst oder an der Wand direkt daneben befestigt. In jedem Fall sollten sie einen nahen Kontakt zum Boden haben, um sofort bei der geringsten Menge Wasser Alarm zu schlagen und somit vor möglicherweise größeren Schäden bewahren zu können.

Für größere Anlagen, beispielsweise den Pumpensumpf eines Hauses, kann ein Sensor des Wassermelders an einem Kabel installiert werden, das wiederum an der entsprechenden Stelle baumelt. Gerät und Sensor müssen hierbei nicht nebeneinander angebracht werden. Somit können Wassermelder zur Vorbeugung von Wasserschäden in der Küche auch dann genutzt werden, wenn Geschirrspüler oder Waschmaschine vollintegriert in der Küchenzeile eingeplant sind und die nachträgliche Anbringung des Geräts nicht möglich ist. Mithilfe eines Kabels wird der Wassermelder „remote“ installiert.

 

 

Sogenannte Wassermelder verfügen über Sensoren, die austretendes Wasser bei Wasch- und Geschirrspülmaschinen erfassen und Alarm schlagen. (Foto: Sebson)

Sogenannte Wassermelder verfügen über Sensoren, die austretendes Wasser bei Wasch- und Geschirrspülmaschinen erfassen und Alarm schlagen. (Foto: Sebson)

 

 

Schützen gegen Wasserschäden in der Küche: elektronische Absperrventile von HANSA

Eine weitere clevere Lösung, um Wasserschäden in der Küche vorzubeugen, kommt direkt aus der Industrie selbst: der Stuttgarter Spezialist für Küchen- und Badarmaturen, HANSA, bietet elektronische Geräteabsperrventile an, die wahlweise direkt in der Küchenarmatur verbaut sein können oder aber frei positionierbar als fernbedienbare Variante käuflich sind.

Das elektronische Absperrventil ist beispielsweise in der hochwertig gebogenen HANSADESIGNO Style-Armatur verbaut, wo es sich optisch völlig unauffällig, weil höchst puristisch und simpel designt, in den Armaturenkörper einfügt. Das Magnet-Absperrventil gibt mit seinem Sicherheitsmechanismus Wasser nur in einem gewählten Zeitraum frei und ist auf drei bzw. zwölf Stunden angelegt. Ein leichtes Antippen genügt, um das elektronische Absperrventil zu öffnen und damit den Wasserfluss in Gang zu setzen. Danach wird die Wasserzufuhr sicher und automatisiert gestoppt.

 

 

HANSA bietet Armaturen an, die ein elektronisches Absperrventil für den Geschirrspüler bereits per Knopf integriert haben. Es gibt aber auch ebenfalls schlicht designte Geräte, die remote angebracht werden können. (Foto: HANSA)

HANSA bietet Armaturen an, die ein elektronisches Absperrventil für den Geschirrspüler bereits per Knopf integriert haben. Es gibt aber auch ebenfalls schlicht designte Geräte, die remote angebracht werden können. (Foto: HANSA)

 

 

Effektiv auch im Urlaub: ferngesteuerte Absperrventile, z.B. per App

Wer das Ventil nicht an seiner Armatur anbringen lassen möchte, kann auch das HANSA REMOTE-Absperrventil erwerben. Es ist als netz- oder batteriebetriebene Variante erhältlich und kann frei in der Küche positioniert werden, von wo aus es sich serienunabhängig mit allen Spültischarmaturen von HANSA kabellos kombinieren lässt. Auch bei dieser Variante reicht ein Fingertipp zur Bedienung aus, um die Wasserzufuhr für 3 bzw. 12 Stunden (längeres Antippen) in Gang zu setzen.

Das glänzende Edelstahlgehäuse mit der leichten HANSA-Gravur fügt sich elegant schimmernd in eine hochwertige Küchenumgebung ein und kann dabei, trotz seiner kleinen Größe, vor bösen Überraschungen durch Wasserschäden in der Küche schützen.

Für die Urlaubszeit im Speziellen ist jedoch immer noch die fernsteuerbare Variante am attraktivsten: schon kostengünstige Geräte lassen sich heutzutage mit Apps verknüpfen und können somit auch aus dem Feriendomizil überwacht oder in Gang gesetzt werden. Investieren Sie ein paar Euro in Wassermelder und eine entsprechende Hausratversicherung, um sich vor Wasserschäden zu schützen, die jederzeit in der Küche auftreten können – auch bei neu verputzten Rohren und modernen Geräten.

 

 

Wassermelder, die sich mit einer App elektronisch verknüpfen und so den Wasserschaden auch im Urlaub oder bei sonstiger Abwesenheit direkt an den Verbraucher melden können, sind die sicherste und schnellste Lösung, um direkt handeln zu können. (Foto: Blaupunkt Sicherheitssysteme)

Wassermelder, die sich mit einer App elektronisch verknüpfen und so den Wasserschaden auch im Urlaub oder bei sonstiger Abwesenheit direkt an den Verbraucher melden können, sind die sicherste und schnellste Lösung, um direkt handeln zu können. (Foto: Blaupunkt Sicherheitssysteme)

 

 

>>> Informieren Sie sich bei Ihrem Küchenstudio nach Wassermeldern und Absperrventilen, die Wasserschäden in der Küche vorbeugen können. Ansprechpartner finden Sie in unserer Postleitzahlensuche.

 

Zum Autor
Frederik Dix
Redakteur

Mit Sägespäne im Haar und Holzleim an den Händen wuchs der Sohn eines Möbelschreiners praktisch in der Werkstatt seines Vaters auf, lernte früh, mit Hammer und Säge umzugehen und probierte sich an selbstgezimmerten Kunststücken, die an die arme Verwandtschaft verschenkt wurden. Dennoch sollten sich die handwerklichen Fähigkeiten in seinem Architekturstudium bemerkbar machen. Heute sieht Frederik in Küchenräumen sofort den Raum zur Verbesserung, das Zusammenspiel von Materialien – und wer das ein oder andere Stück selbst gezimmert hat.