Purismus hoch über dem Rhein: Weiße Küche mit Aussicht

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Ein Schweizer Ehepaar baut ein traumhaft gelegenes Loft mit Blick auf den Rhein aus. Die Kunden wünschen sich einen Anlaufpunkt, der zum gemeinsamen Kochen und Genießen einlädt. Und dabei dem atemberaubenden Panorama den Vortritt lässt. Die Wahl fällt auf eine weiße Küche, die eine folgenreiche Wohnraumplanung anstößt.

Dass der sprichwörtliche „rote Faden“ durchaus auch mal Weiß sein darf, beweist ein exklusives Küchen- und Wohnraumprojekt der Firma Homlicher aus Lottstetten. In einem gehobenen Loft mit spektakulärem Blick auf den Rhein und das Schweizer Städtchen Schaffhausen entwickelte die Manufaktur gemeinsam mit seinem Kundenpaar eine helle, puristische Wohnlandschaft, in der die Küche als Hauptakteur auftritt – und sich dennoch angenehm zurückhaltend in das zeitlose Interieur einfügt.

Der Grundriss des Projekts: hell, offen, einladend. Die Hausherrin wünschte sich hierfür ein einheitliches Interior Design. (Fotos: Homlicher)
Der Grundriss des Projekts: hell, offen, einladend. Die Hausherrin wünschte sich hierfür ein einheitliches Interior Design mit einer weißen Küche. (Foto: Homlicher)

Weiße Küche mit schwarzem Rahmen

Der erste Eindruck besticht mit einer lichtdurchfluteten Atmosphäre, der von den weiß lackierten Küchenfronten gekonnt aufgenommen wird. Eine nahezu vollflächig verglaste Fensterfront eröffnet das eindrucksvolle Panorama auf den zu Füßen liegenden Fluss, der von grüner Natur, Rad- und Wanderwegen gesäumt wird. Eine ähnliche Farbwelt trifft man im Zuhause des Ehepaars Condello an. Elisa und Giuseppe Condello entschieden sich im Zuge der Projektentwicklung für den modernen Dreiklang aus Weiß, Schwarz und gebeizter Eiche. Zusammen mit hellgrünen Farbtupfern zieht er sich durch alle Räume der Eigentumswohnung und zeichnet ein sich stimmiges Bild mit der malerischen Landschaft vor Augen.

Bauherrin Elisa Condello hatte eine ganz bestimmte Vorstellung vom offenen Küchen- und Wohnkonzept des Hauses. Koch- und Freizeitfläche sollten innenarchitektonisch über eine einheitliche Farb- und Materialwelt miteinander verzahnt werden – als eben jener „rote Faden“. Das angrenzende Heimbüro hingegen musste optisch verschwinden und dennoch leicht zugänglich bleiben. Das gesamte Loft benötigte fernerhin Stauraum, der das luftige Arrangement aus Kochen, Wohnen und Leben nicht beeinträchtigt. Das Wohnzimmer kam hierfür also nicht infrage, der langgestreckte Flur schon eher. Durch die Schritt für Schritt entwickelte Raumplanung kam das Ehepaar Condello zu dem Entschluss, dass sowohl Küchen- als auch Wohneinrichtung aus einer Hand stammen sollten. Sie wurden bei der Schreinerei Homlicher fündig.

Atemberaubender Ausblick auf Rhein und Fachwerkhäuser vom Kundenappartement aus. (Foto: Homlicher)
Atemberaubender Ausblick auf Rhein und Fachwerkhäuser vom Kundenappartement aus. (Foto: Homlicher)

Auf Empfehlung: Küchenprojekt mit der Schreinerei Homlicher

Bekannt war dem Schweizer Paar bereits ein früheres Projekt des baden-württembergischen Familienunternehmens: Den ortsansässigen Golfclub „Rheinblick e.V.“ hatte die Firma Homlicher 2021 in einer großflächigen Renovierung mit einem hochmodernen und stilvollen Interieur aus Holz, Stein und Messing ausgestattet. Durch den attraktiven Unternehmensmix aus eigener Schreinerei und verlässlichen Partnermarken gelingt es Inhaber Christian Homlicher und seinem Team bei jedem Projekt stets aufs Neue, sich den raumübergreifenden Küchen- und Wohnwünschen seiner Kundschaft anzunehmen – und diese in einen individuellen Rahmen zu kleiden. So auch beim Ehepaar Condello.

Den Mittelpunkt der weißen Küche bildet ein paralleles Arrangement aus Esstisch, Kochinsel und dahinterliegender Küchenzeile. Gekocht wird mit Blick in den Raum, wobei dank des integrierten Dunstabzugs (Marke: BORA) auf eine großflächige Haube verzichtet werden konnte. Auch die Spüle sowie das hochgesetzte Geräte-Duo aus Backofen und Kombi-Dampfgarer (Marke: Miele) befinden sich im „Arbeitsdreieck“ und sind schnell erreichbar. Im puristischen Küchenensemble sind ebenso zwei Wärmeschubladen sowie eine großzügige Kühl- und Gefrierkombination mit integriertem Eiswürfelfach verborgen.

Die weiße Küche wird durch die dunkle Arbeitsplatte und den gerahmten Oberschrank filigran hervorgehoben – allem Purismus zum Trotz. (Foto: Homlicher)
Die weiße Küche wird durch die dunkle Arbeitsplatte und den gerahmten Oberschrank filigran hervorgehoben – allem Purismus zum Trotz. (Foto: Homlicher)

Die grifflosen Fronten der weißen Küche sind mit einem reduzierten Fugenbild versehen. Während sich die Auszüge der Insel – darunter auch der verbaute Geschirrspüler – mit einer „Knock-to-open“-Funktion öffnen lassen, verläuft entlang der L-förmigen Küchenzeile eine schwarze Griffleiste aus gepulvertem Aluminium.

Dieses Designelement dominiert den Küchenraum stärker, als man zunächst vermuten könnte. Denn entlang der Oberschränke griff man den geradlinigen, schwarzen Rahmen mit einer Verkleidung aus Fenix erneut auf. Und selbst die Arbeitsplatte aus schwarz strukturierter Keramik („Ardesia nero“ mit Textur) rahmt die Kochinsel umlaufend bis hinunter zum Sockel der Inselwange. Die auf Gehrung geschnittene Zusammensetzung der verschiedenen Oberflächen unterstreicht die hohe Qualität, mit der seitens der Firma Homlicher bei diesem Projekt vorgegangen wurde.

Eine schwarze, texturierte Keramikarbeitsplatte schafft einen angenehmen taktilen Kontrast zur weißen Küche. (Foto: Homlicher)
Eine schwarze, texturierte Keramikarbeitsplatte schafft einen angenehmen taktilen Kontrast zur weißen Küche. (Foto: Homlicher)

Von der weißen Küche zum Wohnprojekt

Jene Qualität und Expertise spiegeln sich auch in der präzisen Ausgestaltung von Flur, Ankleide, Schlafzimmer und Bad wider, die in Folge der gelungenen Küchenplanung als Gestaltungsauftrag an die Firma Homlicher vergeben wurden. Der in sich dunkle, weil fensterlose Flur des Appartements wurde mit maßgeschreinerten, deckenhohen Wandschränken ausgestattet, die sich flächenbündig in die vorhandene Mauersubstanz einfügen und daher optisch zurücknehmen. Dazu tragen auch die weiß lackierten Fronten bei. Im Gegensatz zur weißen Küche sind diese mit charakteristischen, schwarzen Stangengriffen aus gepulvertem Aluminium ausgestattet. Dies knüpft wiederum direkt an die kunstvolle, schlanke Statue an, die das Ehepaar Condello dort aufgestellt hat.

Maßgefertigte Küchen-, Bad- und Wohnmöbel von Homlicher

Die schwarzen Stangengriffe kehren auch im benachbarten Bad zurück. Dort realisierte die Schreinerei Homlicher eine wandhängende Schrankkonstruktion aus Eichenholz, die erneut mit der schwarzen Arbeitsplatte „Ardesia nero“ versehen ist. Weitere schwarze Details des Badezimmers, darunter eine wasserabweisende Wandfarbe entlang der Waschbecken sowie schwarze Armaturen und Deko-Objekte, wurden von der Hausherrin selbst zum Entwurf hinzugefügt.

Die moderne Dynamik aus Stahl und Holz setzt sich im offenen Wohnbereich fort, der an den Küchenraum angrenzt. Offene Regale mit schwarz gepulverten Stelen und maßgefertigten Holzeinlegeböden von der Firma Homlicher greifen die Interieur-Entscheidungen des restlichen Wohnraums auf und transportieren sie in den Aufenthaltsbereich rund um Sofa und Kamin.

Verstecktes Büro neben der weißen Küche

Hinter der elektrischen Dampf-Feuerstelle, die in die Wohnwand integriert ist, konnte Christian Homlicher im Grundriss sogar das gewünschte Büro unterbringen. Der Zugang zum Schreibtisch erfolgt über eine Schiebetür mit raffiniertem Twist. Denn diese tarnt sich als offenes Regal mit Abstellfläche für Bilderrahmen und Deko-Objekte. Zur Seite geschoben, offenbart sich ein eigenständiger Raum zum konzentrierten Arbeiten – auch dieser wurde in der schwarz-weißen Farbbalance gehalten.

Eine technische Herausforderung sei die unauffällige Verkleidung entlang des Kamins durchaus gewesen, erzählen Christian und Sonja Homlicher. Das Projekt sei aber punktgenau durchgeplant worden und konnte daher stimmig und zur großen Zufriedenheit der Auftraggeber realisiert werden. Elisa Condello lächelt, als die schlüsselfertige Übergabe der weißen Küche zur Sprache kommt: „Herr Homlicher kam zur Abnahme der Räume selbst vorbei“, erinnert sie sich. „Ich sagte ihm noch an der Tür: ‚Es gibt nichts zu beanstanden. Wir können uns also direkt an den Tisch setzen und Kaffee trinken.‘“

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>>> Weitere Projekte von Homlicher finden Sie in den Studioreferenzen unter diesem Link.

Susanne Maerzke
Susanne Maerzke
Kochen ist Lebensfreude, Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Auch unsere Redakteurin sieht die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich endet jede gute Party zurecht in der Küche neben den letzten Käsehäppchen und einem Glas Wein. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.

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