Wie gestalte ich den Boden in meiner Küche?

13.07.2016 | Dilara Suzuka
Holzfußboden Küche SIeMatic

Der Küchenboden: Parkett, Beton, Fliese oder doch Mosaik?

Der Boden trägt nicht nur optisch viel zur Wirkung eines Küchenraums bei, sondern sorgt auch für das jeweilige Empfinden des Betrachters: Kühl und steril mit Fliesen, warm und einladend mit Parkett oder Holzpaneelen, schwarz-weiß-gefliest wie im American Diner oder Erinnerungen an den letzten Urlaub weckend mithilfe der smaragdgrünen marokkanischen Mosaiksteine.

Einen Wohlfühlaspekt sollte man hierbei aber nicht vergessen: Besonders im Wohn- und Küchenraum läuft man gerne barfuß herum. Man bedarf also einer Haptik, die warm und angenehm ist und einen gemütlichen Eindruck vermittelt, es sei denn, man setzt auf eine Fußbodenheizung als Wärmemoment für die Füße.

 

Parkett: Zeitlos schön

Ob Fischgrätenparkett oder einfache Dielen - Holz als Fußboden ist warm, einladend und zeitlos schön. (Foto: SieMatic)

Ob Fischgrätenparkett oder einfache Dielen – Holz als Fußboden ist warm, einladend und zeitlos schön. (Foto: SieMatic)

Ein Parkett als Küchen- und Wohnraumboden ist nicht nur klassisch und zeitlos-schön, sondern wärmt jeden Raum allein optisch durch das verwendete Holz. Ein naturbelassener Holzboden verzeiht zudem Fett- und Schmutzspritzer und kann ganz einfach mit einer feuchten, wöchentlichen Reinigung und spezieller Holzbodenseife saubergehalten werden.

Fertigparkett ist weitaus günstiger zu erhalten und besteht aus einer Span- oder Faserplatte, auf die eine dünne Nutzschicht aufgetragen wurde. Ihr Nachteil: Dieses Plattenmaterial kann quellen, wenn Sie Wasser oder andere Flüssigkeiten versehentlich darüber schütten. Daher ist ein Einsatz in der Küche gut zu überdenken.

 

Fliesen: Praktisch und steril

Fliesen sind alte Bekannte in der Küche - im schwarz-weiß-gekachelten Look jedoch durchaus mutig.

Fliesen sind alte Bekannte in der Küche – im schwarz-weiß-gekachelten Look jedoch durchaus mutig.

Bei Liebhabern des puristischen, makellosen Stils werden Fliesen bevorzugt. Sie lassen sich zügig reinigen und erwirken eine besonders sterile Atmosphäre im für die Gesundheit wichtigen sauberen „Arbeitsbereich“ rund um Lebensmittel und Nahrungsaufnahme. Fliesen sind zwar die pragmatischere Entscheidung, aber keinesfalls die langweiligere. Zwischen Terrakotta und Keramik haben auch Fliesen in Natursteinoptik in den letzten Jahren „an Boden gewonnen“: Schiefer, Marmor oder Granit in Fliesenform oder zumindest „angetäuscht als Fliese“ werden immer öfter in Küchenräumen, gern auch zur Abgrenzung des Koch- und Wohnbereichs, verwendet. Wer’s stilvoll mag und doch mit Humor nimmt, probiert schwarz-weiße Fliesen. Der Klassiker des American Diner kann, kombiniert mit glänzenden weißen Küchenfronten oder warmen Holzelementen, auf einmal sehr angenehm und elegant wirken.

 

Mosaik: Urlaub daheim

Mosaikfliesen passen perfekt zum Holzboden nebenan - und erinnern an einen wunderschönen Urlaub im Süden.

Mosaikfliesen passen perfekt zum Holzboden nebenan – und erinnern an einen wunderschönen Urlaub im Süden.

Ein Küchenboden mit Mosaikmuster, der nicht nur herrlich orientalisch und leichtfüßig daherkommt, sondern zeitgleich so wunderbar an den letzten Urlaub in der Toskana oder in Marokko erinnert, ist häufig Teil von Zweit- oder Ferienwohnung in besagten südlichen Gefilden. Doch immer mehr Menschen holen sich das Urlaubsfeeling nach Hause: Ob unifarben, im schrillen Metallic-Look oder gar als Motiv gelegt sind Mosaiksteine garantiert ein Hingucker in der heimischen Küche.

Da Mosaiksteinchen häufig bereits auf Matten vorgeklebt sind, lassen sie sich leicht verlegen und behalten wie ihre großformatigen Fliesennachbarn den Vorteil, sich unkompliziert reinigen zu lassen.

 

Beton: Der moderne Gegensatz

Beton wird, entgegen aller Erwartungen, warum und wohnlich, wenn er mit einer modernen Küche kombiniert wird - in diesem Fall mit holzvertäfelten Fronten und schneeweißen Oberschränken.

Beton wird, entgegen aller Erwartungen, warum und wohnlich, wenn er mit einer modernen Küche kombiniert wird – in diesem Fall mit holzvertäfelten Fronten und schneeweißen Oberschränken.

Der künstlich hergestellte Stein aus Kies, Sand und Zement war besonders in den 70er und 80er Jahren sehr beliebt und zeigt seine umstrittene Optik noch unverbaut in so manchen Einkaufszentren als schwerfällige städtische Randerscheinung. Neue Küchentrends zeigen aber: Beton kann in Ihrer heimischen Küche eine richtig gute Figur machen! In einem hellen Grauton oder mit leichter Wolkung kann dieser Stoff warm, glatt und modern wirken und einen tollen Kontrast zu hellen Küchenschränken, Holzpaneelen oder verträumten Kassettenfronten bilden. Zudem ist das Baumaterial extrem robust und belastungsfähig und kaum anfällig für Verkratzungen, Splitter und Scherben; lediglich mit einer Gebrauchspatina im Laufe der Jahre muss gerechnet werden. Achso: Mit blutigen Kindernasen leider auch.

Zum Autor
Dilara Suzuka
Redakteurin

Die Küche war für Dilara schon immer ein magischer Anziehungspunkt; als Nesthäkchen mit vier Geschwistern drehte sich schon im Familienhaushalt immer alles um den heiligen Ort des Zusammenseins beim Essen, Kochen, Hausaufgaben machen, Malen, Diskutieren, Entscheidungen verkünden. Auch in ihrer WG während des Studiums kreuzten sich in der Küche sämtliche Lebenswege. Die Webdesignerin entschied deshalb, dass es an der Zeit wäre, diesem Altar des Essens und der Entscheidungen auch im Internet ein bisschen mehr Leben einzuhauchen. Los geht’s.