Kunststein

18.07.2016 |

Kunststeine können grundsätzlich verschiedener Herkunft und Zusammensetzung sein. Die für den Bau verwendeten Kunsteine, auch Marmorit, Polystone oder Alabastrite genannt, setzen sich aus mineralisch- oder harzgebundenen Werkstoffen zusammen, also beispielsweise Zement und Baukalk, und werden mit Zusätzen aus gebrochenem Gestein hergestellt. Aufgrund seiner guten Bearbeitungsstruktur wird Kunststein in diesem Metier zum Bau von Fensterbänken, Treppen, Wandfliesen und Bodenbelägen verwendet. Auch als >Arbeitsplatte in der Küche kommt Kunststein in Form von Quarzwerkstoffen aufgrund seiner Leichtigkeit zum Einsatz. Quarzwerkstoffe bestehen allerdings bis zu 93% aus Quarzmehl sowie Farbpigmente und Harz. Die angemischte Masse wird anschließend vakuumisiert und in einem Ofen erwärmt, sodass eine polymerisierte Version entsteht. Nach Abkühlung können die Platten ebenso wie Naturstein geschliffen und poliert werden.

Da dieser Quarzwerkstoff eine Verschleißhärte hat, die tatsächlich an Hartgestein heranreicht, können sie in der Küche robust und pflegeleicht als Arbeitsplatten fungieren. Dennoch sind Kunststeinplatten auch temperaturempfindlich und müssen mit etwas Vorsicht behandelt werden. Heiße Pfannen o.Ä. dürfen auf Kunststein nicht abgesetzt werden, da sich die Oberfläche sonst verfärben könnte. Schauen Sie sich hier auch bei Natursteinen um.

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