Das Rezept für die wohl köstlichsten Zimtschnecken aus dem Airfryer

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In Schweden gilt die Zimtschnecke als kleines Kulturgut – so ikonisch, dass ihr mit dem „Kanelbullens dag“ sogar ein eigener Feiertag gewidmet wurde. Und ganz ehrlich: Wer einmal in eine noch warme, fluffige Schnecke mit süßem Zimt und butterweicher Füllung gebissen hat, versteht sofort, warum. Heute interpretieren wir den Klassiker neu, mit einem Rezept für Zimtschnecken aus dem Airfryer. Sie sind schneller fertig, gelingen immer und bekommen diese feine, leicht karamellisierte Oberfläche, die sie noch leckerer machen.

Warum Zimtschnecken mehr sind als ein Gebäck

Zimtschnecken begleiten in Skandinavien nicht nur den Kaffee, sondern ein ganzes Lebensgefühl. „Fika“ – die schwedische Tradition der kleinen Auszeit – ist ohne eine süße Kleinigkeit kaum denkbar. Die Schnecke steht dabei sinnbildlich für Genuss ohne Eile: für den Duft von Zimt, für ein kurzes Innehalten, für Momente der Geborgenheit.

Vielleicht macht genau das ihren Erfolg weltweit aus. Ob in New York, Kopenhagen oder Berlin – Cafés interpretieren das klassische Gebäck inzwischen auf unterschiedlichste Weise: mit Kardamom, Frischkäse-Frosting oder dunklem Rohrohrzucker. Die Basis bleibt immer die gleiche: ein weicher Hefeteig und eine ordentliche Portion Zimt.

Zimtschnecken – neu gedacht im Airfryer

Für die Airfryer-Variante wurde das klassische Zimtschneckenrezept behutsam weiterentwickelt. Die Zubereitung bleibt traditionell – ein weicher Hefeteig, eine aromatische Zimtfüllung –, doch das Ergebnis erhält einen modernen Twist: Durch die zirkulierende Heißluft werden die Schnecken schneller gar, benötigen weniger Fett und entwickeln gleichzeitig eine feine, leicht karamellisierte Oberfläche. Außen sanft knusprig, innen weich und saftig. Und damit überraschend nah an der Qualität guter skandinavischer Bäckereien.

Einfach und lecker: Das Rezept für Airfryer-Zimtschnecken

Zutaten für etwa 6-8 Stück

Teig

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • ½ Würfel frische Hefe
  • ¼ EL Salz
  • 1 Ei
  • 75 g Butter

Füllung

  • 125 g Rohrzucker
  • 2 EL Zimtpulver
  • 2 EL Mehl
  • 150 g Butter

Glasur

  • 200 g Puderzucker
  • 2–3 EL Zitronensaft

Tipp: Damit die Hefe richtig aufgeht, am besten lauwarme und keinesfalls heiße Milch (idealerweise Vollmilch) verwenden.

Drei Zimtschnecken mit weißer Zuckerglasur und Rosinen liegen auf drei unterschiedlich gemusterten, vintageartigen Porzellantellern. Die Teller sind auf einem hellen Holztisch arrangiert. Unten links ist ein Teil einer grauen Tasse zu sehen.
Weniger Aufwand, mehr Genuss: Zimtschnecken aus der Heißluftfritteuse. (Foto: Unsplash – Margaret Jaszowska)

Zubereitung der Airfryer-Zimtschnecken

  1. Hefeteig vorbereiten: Milch lauwarm erhitzen, Zucker und Hefe einrühren und kurz stehen lassen. Ei und Salz hinzufügen. Mehl in eine Schüssel sieben, Hefemischung und Butter dazugeben, alles zu einem glatten Teig kneten und gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  2. Füllung mischen: Zucker, Zimt und Mehl verrühren. Die Butter erwärmen, bis sie flüssig wird und unterrühren, bis eine streichfähige Masse entsteht.
  3. Teig ausrollen und füllen: Teig zu einem 3–5 mm dicken Rechteck ausrollen. Füllung gleichmäßig verteilen, von der schmalen Seite her aufrollen und in 6–8 Stücke schneiden.
  4. Schnecken vorbereiten: Airfryer-Korb mit Backpapier auslegen. Zimtschnecken mit Abstand hineinsetzen und nochmals 10–15 Minuten gehen lassen.
  5. Im Airfryer backen: 160–170 °C, 10–12 Minuten. Je nach Gerät ggf. 1–2 Minuten nachbacken, bis sie goldbraun sind.
  6. Glasur auftragen: Puderzucker und Zitronensaft mischen, über die lauwarmen Schnecken geben.

Tipp: Damit die Schnecken besonders saftig bleiben, vor dem Backen 1 EL Sahne oder Butter über jede Schnecke geben – im Airfryer karamellisiert der Rand dadurch besonders fein.

Ein Stapel Zimtschnecken auf einem schwarzen Teller steht auf einer Holzoberfläche vor einem schwarzen Hintergrund. Von einem darüber gehaltenen Löffel tropft weiße Glasur auf die oberste Zimtschnecke.
Zimtschnecken aus dem Airfryer: Auch ideal für weniger Portionen (Foto: Unsplash-Eve Maier)

Charlotte Finkenstein
Charlotte Finkenstein
Die freie Journalistin Charlotte Finkenstein beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Genuss: auch privat verbringt die leidenschaftliche Hobbyköchin viel Zeit in den eigenen vier Küchenwänden und erfreut damit regelmäßig Kollegen und Freunde. Nach Stationen im TV bei Kochshows sowie bei kleineren Lebensmittelzeitschriften widmet sich Charlotte nun der Technik hinter dem Essen und blickt für uns Herstellern, Geräten und Kundenversprechungen genau auf die Finger.