In Teil 1 unserer 14 Tipps für kleine Küchen ging es vor allem um die Optimierung der Küchenschränke. Doch auch bei nicht so offensichtlichen Dingen kann man Platz und Nerven sparen: Von grifflosen Fronten bis hin zum Dunstabzug verraten wir in Teil 2 unserer Serie, wie Sie kleine Küchen einrichten können.
TEIL 2: Weitere Designideen, um kleine Küchen optimal einzurichten.
8 Setzen Sie auf eine grifflose Küche
Grifflose Küchen sind hochmodern und makellos anzusehen. Gleichzeitig reduziert die Abwesenheit von Türgriffen aber auch die Anstoßgefahr in einer kleinen Küche. Speziell bei sehr schmalen, schlauchartigen Küchen und mehreren Köchen kann so vermieden werden, hängenzubleiben oder sich wehzutun.
Designplus: Eine glatte, einfarbige Front lässt die Küche überdies größer wirken. Detaillierte Muster und Haken zerpuzzeln eine Küche optisch.
9 Nutzen Sie helle Farben
Spielen Sie mit Farben, seien Sie mutig. Aber in kleinen Küchen eben bitte auch vorsichtig: Wer zu Weiß- und Pastellfarben oder hellen Holztönen greift, kann auch in schmalen Küchenraum für Gemütlichkeit und ein abwechslungsreiches Design sorgen. Dunkle Farben, auffällige Muster oder schwere Natursteinplatten (für die Arbeitsflächen oder als Front) sollten hingegen vermieden werden, um den Raum nicht zu verdunkeln oder einzuengen.
10 Clever: Der ausklappbare Esstisch
In kleinen Küchen lässt sich ein Esstisch nur schwer integrieren. Für ein schnelles Frühstück oder ein Glas Wein in der Küche kann man aber auch zu einem ausklappbaren Esstisch greifen. Dieser kann sich z.B. an Ihre Kücheninsel anschließen oder unter dem Fenster befinden.
Denkbar ist ebenso, eine erweiterte Frühstücksbar an der Kücheninsel zu integrieren, um dort kleinere Mahlzeiten ohne Aufwand einnehmen zu können. Ein Küchenplaner kann Ihnen mit modernen Designideen weiterhelfen.
11 Spülen und Schneiden: Mit Holzbrettern zum Abdecken
Ihnen fehlt aufgrund von Kleingeräten, die die Arbeitsplatte belagern, der Platz zum Säubern und Schneiden? Dann nutzen Sie bereits vorhandenen Stauraum, anstatt anzubauen: Mit einem massiven Holzbrett als Unterlage lässt sich das Spülbecken abdecken; gleichzeitig dient es als robuste Schneidefläche.
Viele Hersteller hochwertiger Küchenspülen haben das Problem aber auch bereits erkannt und bieten kombinierte Lösungen für Spülen und Schneidebretter an. Siehe Titelbild: Die Prepstation von Schock wurde aufgrund ihrer Kombination von Funktionalität und Design bereits mehrfach ausgezeichnet.
12 Orientieren Sie sich an Ihren Großgeräten in der Küche
Planen Sie Ihre Küche um die Großgeräte herum, auf die Sie nicht verzichten können und wollen – zum Beispiel den Kühlschrank, Herd/Backofen oder den Geschirrspüler. Diese Geräte sind in der Regel etwa 60 cm breit und können in einem Hochschrank auch übereinander eingebaut werden. Alle anderen Schränke können dann maßgefertigt daran ausgerichtet werden – aber um Kühl- und Kochmöglichkeiten kommen Sie eben nicht herum.
13 Küchenkleingeräte: Was brauchen Sie wirklich?
Apropos Küchengeräte: Bei der Planung empfiehlt es sich dringend, an die vielen Kleingeräte zu denken, die eine Küche im Laufe ihrer Benutzung belagern und zum Teil auch wirklich benötigt werden. Während Sie Eierkocher und Mikrowelle noch abschwören können, stehen Toaster, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Smoothiemixer uvm. herum.
Versuchen Sie, diese durch Einbaulösungen in Ihre kleine Küche zu integrieren oder bereits bei der Planung einen Stauraum zuzuweisen.
14 Achten Sie auf die Wahl des Dunstabzugs
Ein wuchtiger Dunstabzug war früher so etwas wie das funktionale Statussymbol in der Küche. Mittlerweile versperren große Hauben den Blick auf das Gesamtkunstwerk Küche – und nehmen zuviel Platz für zu wenig Leistung ein. Zum Glück gibt es auf dem Markt bereits zahlreiche Alternativen, mit denen Sie leise und stilvoll den Kochdunst aus der Küche abziehen können. Lassen Sie sich beraten, ob für Sie eher ein Kochfeldabzug, ein Deckenlüfter oder ein ausfahrbarer Tischlüfter infrage kommen.