Die Küchentrends 2020: ruhige Farben und Multifunktionsmöbel

26.09.2019 | Susanne Maerzke
Die Küchentrends für 2020 lassen sich schon jetzt ablesen aus den Messeneuheiten der IFA und Küchenmeile A30. Was erwartet uns im neuen Küchenjahr? Wir verraten die Trends. (Foto: Rotpunkt)

Wer sich 2020 eine Küche kaufen möchte, fängt bereits jetzt an zu recherchieren. Zurecht: die tonangebenden Küchenmessen für den deutschsprachigen Raum sind vorbei, die Produzenten von Küchen und Geräten gut aufgestellt mit ihrem Programm fürs kommende Jahr. Wir beleuchten Möbel, die immer öfter für Küche, Bad und Wohnraum aus einer Hand kommen; die vorherrschenden Küchenfarben für 2020 und Geräte, die die Verantwortung für einen guten Sonntagsbraten ganz alleine schultern. Hier sind die Küchentrends 2020:

 

 

Küchentrends 2020: werden im September des Vorjahres gemacht

Der September zählt traditionell als wegweisender Messemonat für das kommende Küchenjahr. Die IFA, zahlreiche Hausmessen entlang der A30 in Ostwestfalen und die Zulieferermesse a30 treffen geballt aufeinander und präsentieren in der Regel alle Neuheiten, die Hersteller von Möbel und Geräten im kommenden Jahr zu veröffentlichen gedenken.

Daher ist das letzte Quartal eines Jahres, in denen viele Firmen Abschlüsse machen und Kunden sich aufs Weihnachtsgeschäft konzentrieren, alles andere als ruhig und besinnlich: hier werden die Trends fürs neue Jahr gemacht, die die Kunden spätestens ab dem kommenden Frühjahr käuflich erwerben können.

Wie sehen sie also aus, die Küchentrends 2020? Wir werfen einen Blick auf die neuen Modelle der Küchen- und Gerätehersteller und verraten Ihnen die wichtigsten Trendthemen für das kommende Jahr. Darunter: immer mehr Produzenten weiden auf anderen Flächen und vergrößern ihr Hauptgeschäft um andere Zweige – Stichwort Ganzheitlichkeit im Produktangebot. Es bieten nicht nur Spülenhersteller, darunter BLANCO und Franke, neben Armaturen und Becken ebenfalls Arbeitsplatten an, sondern auch Möbelfabrikanten wie LEICHT und nobilia stellen allumfassende Wohnideen vor – und vervielfachen ihr Sortiment um Raumtrenner, Badmöbel und Sideboards.

Ein zweiter wichtiger Bestandteil der Küchentrends 2020 ist die Autonomisierung der Küchengeräte, die nunmehr nicht nur als Küchenhelfer fungieren, sondern vielmehr als ein eigenständiger Haushalt – mit selbständigem Garen, Backen und Spülen.

Ganz in den Anfängen hingegen, und durchaus kritisch beäugt von Kunden wie ansässigen Produzenten, steckt der wachsende Einfluss des asiatischen Marktes auf europäischen Haushalten: nahmen Marken wie Hoover und Candy bislang lediglich kleine Randplätze auf Messen hierzulande ein, traten sie dieses Jahr mit Großkonzern Haier in neuer Größenordnung auf und geben sich durchaus selbstbewusst – das Credo: gemeinsam den hochpreisigen Premiummarkt aufrollen.

Mehr zu diesen drei und weiteren Küchentrends für 2020 erfahren Sie in unserem Überblick.

 

 

Das sind die Küchentrends 2020: nachhaltig, einheitlich, harmonisch

 

1) Ganzheitliches Produktangebot: Multifunktionsmöbel für Küche, Ankleide und Bad

Schon seit längerem ist es im Premiumsegment gang und gäbe, vom „Küchenraum“ statt nur der „Küche“ zu sprechen – gemeint ist damit die ganzheitliche Planung einer neuen Einbauküche, die auch die Profilierung von Wand und Boden sowie die Gestaltung der Küchenumgebung inklusive Accessoires und Licht mit einbezieht.

Mit Blick auf die Küchentrends 2020 gehen viele Hersteller von Möbeln und Geräten sogar noch einen Schritt weiter: LEICHT bezeichnet sich beispielsweise selbst als „Architekturmarke“, die von exklusiven Küchenlösungen mit raumgestaltenden Sideboards und Raumtrennern nun auch bewusst den Schritt zur Gestaltung von begehbaren Ankleidezimmern, raffiniert ausgestatteten Hauswirtschaftsräumen und Wohnräumen wagt. Möglich machen das zum einen die hauseigenen Schranksysteme Vero und Fios, die mit Stahlregal und Vitrinenschränken auch als Sideboard und Regallösung fungieren. Zum anderen hat LEICHT für 2020 raumhohe Faltschiebetüren, Stauraumkonstruktionen sowie Tischelemente angekündigt, die das facettenreiche Leben in den eigenen vier Wänden vollständig abbilden und so einen in sich geschlossenen, architektonischen Ansatz für Käufer bieten sollen. Der Gang zum Küchenstudio könnte künftig für Kunden gleich mehrere weitere Wege zu Möbelhändlern und Innenarchitekten ersparen.

 

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Überraschend viele Küchenhersteller präsentieren sich fürs Küchenjahr 2020 als Vollausstatter - neben der Küche auch für die Bereiche Wohnen, Ankleiden und Bad. (Foto: LEICHT)

Überraschend viele Küchenhersteller präsentieren sich fürs Küchenjahr 2020 als Vollausstatter – neben der Küche auch für die Bereiche Wohnen, Ankleiden und Bad. (Foto: LEICHT)

 

 

„More than kitchen“: viele Hersteller dringen in andere Möbelbereiche vor

Die überraschende Ausweitung der Herstellerkompetenzen – nachdem jahrelang lediglich an einem soften Übergang zum Wohnbereich gearbeitet wurde – zeigt sich auch bei anderen Produzenten der Küchenbranche. So bietet nobilia, Europas Marktführer für Küchen verschiedener Preisstufen, künftig neben Küchenlösungen auch Badezimmer-Einrichtungen an, inklusive Bad- und Waschtischschränken sowie Armaturen. Das Messemotto für 2019 lautete folglich „more than kitchen“ – und trifft für die Küchentrends 2020 auf die halbe Branche zu.

Dem Trend zum „Raum im Raum“, den LEICHT vor zwei Jahren mit seinem Wohnkubus verstärkt angestoßen hatte, folgte eine intensive Fokussierung auf den Hauswirtschaftsraum, den besonders Schüller für sich entdeckt hat und konsequent weiter ausbaut. Auch LEICHT, Nolte und nobilia sind hierbei mit von der Partie.

Küchenzubehör-Hersteller naber präsentiert neue Ansätze für Lichtsysteme, die künftig mit dem naber-LED-System LUMICA® realisiert werden können und sich an moderne sprachgesteuerte Plattformen wie Alexa oder Google Home anschließen lassen. Gleichzeitig probiert sich das Unternehmen neben seiner modularen und eher jugendlichen „Concept Kitchen“ auch an hochwertigen Esszimmermöbeln aus: die schwarzen Bank- und Tischgestelle des naber TABLON® -Sortiments sind eine deutliche Erweiterung des bisherigen Angebots, welches Kunden von nun an aus einer Hand schöpfen können.

Zuguterletzt bringt sich auch BLANCO beim Stichwort Ganzheitlichkeit erneut mit den maximal ausgehärteten, individuellen Edelstahlarbeitsplatten seiner Linie BLANCO SteelArt wieder ins Gespräch. Die neue Ausführung SolidEdge ist lediglich 6 mm hoch und scheint, dank nicht vorhandener Schattenfuge, nahtlos von der Arbeitsplatte in den Korpus überzugehen. Auch hierbei können Kunden von der filigranen Gestaltung des Spülbereichs sowie der Arbeitsinsel aus einer Hand profitieren.

Der Begriff “Multifunktionsmöbel” mag beliebig klingen, deutet aber tatsächlich an, dass Wohnraum und Küche künftig harmonisch in einem gestalterischen Einklang ausgestattet werden können. Die einzelnen Möbelteile wiederum können aus immer zahlreicheren Varianten in Farbe und Materialität (Lack, Holz, Glas, Stahl) gewählt werden.

 

 

Eine durchstrukturierte Ordnung bei der Flurgarderobe ist präsentabel nach außen - und fügt sich in diesem Fall harmonisch in die restliche Umgebung ein. (Foto: nobilia)

Eine durchstrukturierte Ordnung für die Flurgarderobe ist präsentabel nach außen – und fügt sich in diesem Fall harmonisch in die restliche Umgebung ein. (Foto: nobilia)

 

 

Schon seit mehreren Jahren fertigt der Spülen- und Armaturenhersteller BLANCO mit SteelArt auch äußerst markante Stahlarbeitsplatten an. Die neueste Kreation SolidEdge ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich Hersteller auch auf andere Verkaufsgebiete verlagern. (Foto: BLANCO)

Schon seit mehreren Jahren fertigt der Spülen- und Armaturenhersteller BLANCO mit SteelArt auch äußerst markante Stahlarbeitsplatten an. Die neueste Kreation SolidEdge ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich Hersteller auch auf andere Verkaufsgebiete verlagern. (Foto: BLANCO)

 

 

2) Autonomisierung der Küchengeräte: „Guided Cooking“ mit Kochfeld und Backofen

Sie müssen nicht die Kontrolle über Ihren neuen Backofen abgeben – gern aber die Verantwortung, wenn es darum geht, aufwändige Menüs für Gäste punktgenau und perfekt abgestimmt als Gastgeber auf den Tisch zu bringen. Moderne Kücheneinbaugeräte präsentieren sich bei den Küchentrends 2020 nicht mehr nur als Freund und Helfer, sondern übernehmen vielmehr den alleinigen Betrieb: Mieles Generation 7000 beispielsweise kann nahezu autonom backen, den Geschirrspüler selbständig dosieren und anstellen oder Ihre Kaffeevorlieben analysieren und abspeichern. Siemens-Backöfen öffnen sich auf Zuruf, das „Guided Cooking“ von V-ZUG vermeidet das Anbrennen und Überkochen von Lebensmitteln und Bosch greift mit seiner neuen „Cookit“-Küchenmaschine den Alleskönner Thermomix von Vorwerk an.

Die neue autonome Herrlichkeit der Küchengeräte mag so manchem Neukunden Respekt einflößen, doch sie verspricht zeitgleich verstärkte Sicherheit im Küchenraum durch ausgeklügelte Sensoren und Kontrollmechanismen. Hinzu kommen überraschende Geschmackserlebnisse, mit denen auch komplizierte Gerichte leichter gelingen. Erfahren Sie mehr zu den Küchengeräten für 2020 in diesem Artikel.

 

 

Backofentüren, die sich auf Zuruf automatisch öffnen, Geschirrspüler, die selbständig dosieren und Kochfelder, die den Nutzer mithilfe von "Guided Cooking" zur Höchstform auflaufen lassen: die neuen Küchengeräte für 2020 versprechen eine aufregende Küchenzukunft. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Backofentüren, die sich auf Zuruf automatisch öffnen, Geschirrspüler, die selbständig dosieren und Kochfelder, die den Nutzer mithilfe von “Guided Cooking” zur Höchstform auflaufen lassen: die neuen Küchengeräte für 2020 versprechen eine aufregende Küchenzukunft. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

3) Micro-living: durchdachter Stauraum für kleine Räume

Die Urbanisierung der modernen Welt bringt zwangsläufig eine Verkleinerung des Wohnraums für jeden Stadtbürger mit sich. Auch wenn auf Messen lieber präsentabel der Anschein gepflegt wird, ausschließlich großzügige Küchenräume auszustatten, so müssen doch viele Hersteller für die kommenden Jahre kleinere Brötchen backen – und sich auf Lösungen für sogenannte „tiny spaces“ konzentrieren. Anstelle von Freizügigkeit ist originelle Stauraum-Verwertung gefragt: manch einer sieht dies sportlich als Herausforderung und kreiert deckenhohe Schrankkonzeptionen, die auch den schmalsten Stauraum mit hochwertigen Materialien äußerst elegant ausstatten und dabei funktional nutzen. Vorreiter sind hier beispielsweise LEICHT oder die Schwarzwälder Küchenmanufaktur zeyko, die neben ihren High End-Premiumküchen auch mit dem modularen zeyko Rack-System für einfache und wertige Küchenlösungen wirbt.

 

 

Beeindruckend: mit der richtigen Stauraumnutzung erhält der Kunde viel Platz auf kleinstem Raum. Geschickte Lösungen für "tiny spaces" gehören nun auch zum Repertoire der großen Möbelhändler. (Foto: nobilia)

Beeindruckend: mit der richtigen Stauraumnutzung erhält der Kunde viel Platz auf kleinstem Raum. Geschickte Lösungen für “tiny spaces” gehören nun auch zum Repertoire der großen Möbelhändler. (Foto: nobilia)

 

 

4) Nachhaltigkeit: Küchen zu 100% klimaneutral fertigen

Das Thema der Stunde stand bereits für die Küchentrends 2019 auf dem Zettel vieler Hersteller – doch anders als im vergangenen Jahr haben sich die Produzenten der Branche nicht nur auf dem Papier dazu bekannt, sondern entsprechende Maßnahmen getroffen. Die Küchentrends 2020 deuten also nicht nur auf verstärkte Bemühungen, sondern konsequente Handlungen hin: die Manufaktur Rotpunkt aus dem ostwestfälischen Bünde beispielsweise, die dank der Bio-Küchenkollektion „Greenline“ seit Jahren ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist und mittlerweile auch beim Endverbraucher stark nachgefragt wird, hat sich auf die Fahnen geschrieben, ab 2020 „zu einhundert Prozent klimaneutral (zu) fertigen“. Möglich macht das die Einspeisung von Ökostrom, nachhaltige Investitionen in die Produktionsstandorte sowie eine Förderung der E-Mobilität in der gesamten Vermarktungskette.

Auch der Schwarzwälder Hersteller LEICHT fühlt sich nach eigenen Angaben mit der „gesamten LEICHT-Kollektion 2020 (…) dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet“ und setzt zur Produktion seiner Küchenräume gleich auf mehrere Maßnahmen für ein verantwortungsbewusstes, umweltschonendes Handeln.

Häcker Küchen durfte auf der Küchenmeile A30 am hauseigenen Standort in Rödinghausen bereits dieses Jahr stolz verkünden, dass man ab sofort klimaneutral produziere und vor kurzem auch als klimaneutrales Unternehmen ausgezeichnet wurde. Dass nicht alles von heute auf morgen umgestellt werden kann, versteht sich von selbst: Häcker gibt hierzu an, die eigenen Emissionen zu erfassen und konsequent zu reduzieren, und wo es sich nicht vermeiden lasse, durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten bewusst auszugleichen. Man kann davon ausgehen, dass dieses Thema in den nächsten Jahren noch konsequenter angegangen wird – von allen Seiten der Küchenbranche.

 

 

Die Manufaktur Rotpunkt Küchen beweist, dass sich Eleganz und Naturschutz nicht ausschließen müssen. Ein Großteil der ostwestfälischen Küche sind auch in der nachhaltigen Variante "greenline" erhältlich. (Foto: Rotpunkt)

Die Manufaktur Rotpunkt Küchen beweist, dass sich Eleganz und Naturschutz nicht ausschließen müssen. Ein Großteil der ostwestfälischen Küche sind auch in der nachhaltigen Variante “greenline” erhältlich. (Foto: Rotpunkt)

 

 

5) Europäischer vs. asiatischer Markt: Haier drängt nach vorn

Kennen Sie den Haushaltsgeräte-Produzenten Haier? Nein? Nun, dann werden Sie überrascht sein zu hören, dass das Unternehmen seit rund 10 Jahren der weltweite Marktführer im Bereich von Haushaltsgroßgeräten ist – und dabei erst vor etwa 25 Jahren gegründet wurde. Das chinesische Unternehmen ist vor allem durch den millionenfach bestückbaren asiatischen Markt so groß geworden und drängt nun mit Nachdruck auf den europäischen Markt. Was mit einfachen Kühlschränken und einer Kooperation mit dem deutschen Konzern Liebherr startete (aus dessen 2. Silbe sich auch der asiatische Name ableitet), hat sich mittlerweile zum multinationalen Konzern mit breit aufgestellter Produktpalette entwickelt, vom Handy bis zur Waschmaschine.
Doch damit nicht genug: auf den Küchenmessen gab sich das Unternehmen gemeinsam mit den einst italo-amerikanischen Marken Candy und Hoover (heute ebenfalls in chinesischer Hand) durchaus selbstbewusst und greift bewusst den höherpreisigen Premium-Gerätemarkt an. Innovationen wie der Backofen „H-Keepheat 700“, der Lebensmittel nicht nur zubereiten, sondern auch konservieren kann, oder die Waschmaschine „RapidO“, die mit schnellsten Waschgängen überzeugen möchte, sollen das asiatische Profil auf europäischem Boden verbessern und von der deutschen Konkurrenz abheben. Es bleibt abzuwarten, inwiefern der markenbewusste deutsche und österreichische Konsument sich bei Elektrogeräten darauf einlässt.

 

 

Mit optisch eleganten und technisch versierten Kühlgeräten möchte die weltweit führende Gerätemarke Haier nun auch den europäischen Markt aufrollen. (Foto: Haier)

Mit optisch eleganten und technisch versierten Kühlgeräten möchte die weltweit führende Gerätemarke Haier nun auch den europäischen Markt aufrollen. (Foto: Haier)

 

 

6) Küchenfarben: gedämpfte Töne begleiten Schwarz

Dass sich immer mehr Hersteller von Küchengeräten und Küchenformaten der magischen Ausrichtung „All Black“ verschrieben haben, ist nicht ganz neu. Schwarz ist das neue Edelstahl; nahezu alle namhaften Hersteller haben von ihren Erfolgsmodellen eine Version in dunkel eloxiertem Stahl oder Schwarzglas herausgebracht. Auch in der Farbgebung der Küchenräume nähern sich die deutschen Premiumhersteller längst italienischen Designideen an: dunkles Nussbraun und schwarze Mattlackfronten dominieren die Messeräume.

Entgegen der mutigen Farbtöne anderer Jahre – man denke an das intensive Grasgrün der Valcucine Glas-Küchen oder die leuchtenden Les Couleurs Le Corbusier®-Farben von LEICHT – sind sich dieses Jahr alle Hersteller einig bei den ruhigen Tönen, die für die Küchentrends 2020 angeschlagen werden. Weiche Sandtöne, ein sanftes Keramikgrau oder dezent grüngrau angehauchte Natursteine begleiten die dunklen Küchenräume und erzeugen damit ein sehr harmonisches, in sich geschlossenes Bild.

Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der LEICHT Küchen AG, fasst die farbliche Küchenraumgestaltung für 2020 recht nachdrücklich zusammen: „Ich glaube, dass sich die Phase, die von Experimentierfreude und dem Wunsch nach immer neuen Dingen geprägt war, dem Ende entgegen neigt.“ Das habe auch etwas mit dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu tun und stille gleichzeitig das Verlangen der Menschen nach einem „Ort der Ruhe und Geborgenheit“. Die Ökobilanz von Produkten sei zu einem wichtigen Kaufkriterium geworden – es müsse nicht immer jedes Jahr etwas Neues sein.

Fröhliche Farbtupfer in den zunehmend elegant gestalteten Küchenräumen sieht der Kunde nur noch vereinzelt: hier ein modisch angesagtes Senfgelb, da ein zartes Mauve, ab und zu ein Korallton als „Farbe des Jahres 2020“ oder ein noch dunkleres Terracotta. Spannend wird sein, wie das Farbunternehmen Pantone darauf reagieren wird, dessen alljährliche Bestimmung der „Farbe des Jahres“ im November näherrückt.

 

 

Harmonische, ruhige Wohntöne sagen die Küchentrends 2020 voraus. Das beliebte Schwarz für Küchen- und Wohnmöbel wird sanft umschmeichelt mit hellgrauen oder warmweißen Kiesel- und Sandtönen. Farbtupfer werden über Senfgelb und Koralle ausgedrückt. (Foto: LEICHT)

Harmonische, ruhige Wohntöne sagen die Küchentrends 2020 voraus. Das beliebte Schwarz für Küchen- und Wohnmöbel wird sanft umschmeichelt mit hellgrauen oder warmweißen Kiesel- und Sandtönen. Farbtupfer werden über Senfgelb und Koralle ausgedrückt. (Foto: LEICHT)

 

 

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Zum Autor
Susanne Maerzke
Redakteurin

Kochen ist Lebensfreude, gemeinsame Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Und so sieht auch unsere Redakteurin die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich stehen bei jeder Party zurecht die coolsten Leute in der Küche neben dem Kühlschrank mit kühlem Bier und den letzten Guacamole-Resten. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: Auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.