GRUNDIG setzt sich für weniger Lebensmittelverschwendung ein

29.08.2019 | Stephanie Morawietz

Wussten Sie, dass in Deutschland jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen? Einen Großteil dieser Zahl verbuchen zwar die Erzeugung sowie Verarbeitung der Lebensmittel, der Handel und die Großverbraucher für sich, doch auch Privathaushalte tragen einen großen Beitrag dazu bei, dass eine enorme Summe an essbaren Lebensmittel verschwendet wird.

 

 

Lebensmittelverschwendung in Deutschland

Die Lebensmittelverschwendung führt nicht nur zu dem ethisches Problem, dass Lebensmittel im Übermaß produziert und im Folgenden wieder vernichtet werden, sondern auch aus ökologischer sowie ökonomischer Sicht muss diesem Teufelskreis Einhalt geboten werden.

Schließlich werden sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung von Lebensmitteln Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Mit jedem Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, werden also wertvolle Ressourcen verschwendet und das Klima belastet.

Ein großer Teil der Lebensmittelabfälle wäre vermeidbar, und zwar auf allen Ebenen und auf der ganzen Welt. Daher haben sich die Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 zu halbieren.

Diesem Ziel hat sich sich auch Deutschland verpflichtet, weshalb eine gemeinsame Strategie von Bund und Ländern ins Leben gerufen wurde, in die alle Akteure der Lebensmittelerzeuger miteingebunden werden sollen.

Denn eine drastische Reduzierung der Lebensmittelverschwendung kann nur dadurch erzielt werden, dass alle Beteiligten mit realisierbaren Lösungsansätzen und eigenen Zielvereinbarungen tatkräftig mit anpacken und bereit sind etwas zu ändern und Neuerungen gegenüber offen sind. Ganz wesentlich ist es, dass das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt und somit ein Umdenken erfolgt, das zu einem verantwortungsvollen Gebrauch von Nahrungsmitteln führt und die moderne Wegwerfgesellschaft wachrüttelt.

 

Jeder Verbraucher hat es selbst in der Hand, den gewaltigen Berg von Lebensmittelabfällen pro Jahr in Deutschland kleiner werden zu lassen, denn bis zu zwei Drittel könnten vermieden werden, wenn jeder Einzelne den Umgang mit den eigenen Nahrungsmitteln zunächst überdenkt und im Folgenden an die ethisch sowie ökonomisch vertretbaren Anforderungen anpasst. Dies würde auch eine Menge Geld sparen, da jährlich pro Person Lebensmittel im Wert von circa 235 Euro in den Müll geworfen werden. (Bild: pixabay)

Jeder Verbraucher hat es selbst in der Hand, den gewaltigen Berg von Lebensmittelabfällen pro Jahr in Deutschland kleiner werden zu lassen, denn bis zu zwei Drittel könnten vermieden werden, wenn jeder Einzelne den Umgang mit den eigenen Nahrungsmitteln zunächst überdenkt und im Folgenden an die ethisch sowie ökonomisch vertretbaren Anforderungen anpasst. Dies würde auch eine Menge Geld sparen, da jährlich pro Person Lebensmittel im Wert von circa 235 Euro in den Müll geworfen werden. (Bild: pixabay)

 
 

GRUNDIG fördert verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln

Das Unternehmen GRUNDIG fühlt sich dafür verantwortlich, der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken und die Menschen daran zu erinnern, dass Nahrung nicht selbstverständlich ist und man ihr mit Wertschätzung begegnen sollte.

Als globale Marke mit außerordentlichem Umweltbewusstsein setzt GRUNDIG sich mit der Initiative „Respect Food“ ganz gezielt dafür ein, Menschen dazu anzuregen, gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorzugehen. Gleichzeitig demonstriert GRUNDIG, wie man Küchenabfälle mit innovativen Produkten verringern kann, ohne dass ein großer Mehraufwand damit verknüpft ist.

Ein Handeln gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ist deshalb so erforderlich, weil aktuell ein Drittel der jährlich weltweit produzierten Nahrungsmittel im Müll enden. Das sind 1,3 Milliarden Tonnen an essbaren Lebensmitteln, die einfach weggeworfen werden. Das ganze Essen könnte den Hunger von 868 Millionen Menschen stillen. Dies ist sogar viermal so viel, wie notwendig wäre, um ein Leben ohne Hungersnot zu führen.

Es ist alarmierend, dass auf der Welt grundsätzlich genügend Nahrung produziert wird, um alle Menschen zu ernähren und doch legt sich weltweit jede neunte Person nachts hungrig schlafen. Dies verdeutlicht das Ungleichgewicht der Nahrungsmittel und deren ungerechte Verteilung.

 

 

Massimo Bottura, Michelin-Sternekoch und Inhaber der berühmten Osteria Francescana, ist der Gründer der gemeinnützigen Organisation Food for Soul.. (Bild: 50 best restaurants oft he world)

Massimo Bottura, Michelin-Sternekoch und Inhaber der Osteria Francescana, ist der Gründer des Kulturvereins “Food for Soul”. (Foto: 50 best restaurants of the world)

 

 

Massimo Bottura unterstützt GRUNDIG

Massimo Bottura, Michelin-Sternekoch und Inhaber der berühmten Osteria Francescana, ist der Gründer der gemeinnützigen Organisation Food for Soul, welche sich ebenfalls stark gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln einsetzt. Massimo Bottura nutzt seine Bekanntheit, um diesem wichtigen Thema Gehör zu verschaffen.

Durch sein Engagement ist Massimo Bottura der ideale Markenbotschafter für GRUNDIG und ein perfekter Partner für die Initiative Respect Food.

Ziel der Initiative Respect Food ist es, jeden Einzelnen dazu anzuhalten, gegen Lebensmittelverschwendung aktiv vorzugehen und zu zeigen, dass man mit innovativen Produkten und kreativen Koch- und Wiederverwendungsideen der Vergeudung in der Küche den Kampf ansagen kann.

Denn wir alle sollten die bestehenden Nahrungsquellen respektieren und unser Essen verantwortungsvoll genießen. Das Stoppen von Lebensmittelverschwendung beginnt im eigenen Zuhause. Es kann zwar durch innovative Haushaltsgeräte unterstützt werden, jedoch muss jeder für sich zunächst die Entscheidung fällen, etwas in seinem Alltag ändern zu wollen, um einer Nahrungsverschwendung entgegenzutreten.

Massimo Bottura hat nicht nur diese Entscheidung für sich selbst gefällt, sondern beschlossen, darüber hinaus aktiv zu werden. Dies manifestierte sich in seinem Kulturverein Food for Soul, den GRUNDIG als offizieller Partner unterstützt.

 

 

Der Kulturverein FOOD FOR SOUL

Food for Soul wurde gegründet, um ein soziales Bewusstsein zum Thema Lebensmittelverschwendung entstehen zu lassen und gezielt auf die herrschende Hungersnot aufmerksam zu machen. Darüber hinaus arbeitet Soul for Food mit Chefköchen, Handwerkern, Lebensmittellieferanten, Designern und diversen Institutionen zusammen.

Food for Soul ist ein kulturelles Projekt, das die Gesellschaft durch Bildung und soziales Engagement verbessern möchte. Die Menschen sollen durch Aufklärung dazu bewegt werden, im Interesse des sozialen Zusammenhalts und des eigenen Wohlbefindens auf Lebensmittelverschwendung zu verzichten.

Während der Expo in Mailand 2015 wurde in einem verlassenen Theater eine Suppenküche eingerichtet, die den Namen Refettorio Ambrosiano erhielt. Aus überschüssigen Nahrungsmitteln der Expo, die ansonsten entsorgt worden wären, kreierten über 60 internationale Köche die köstlichsten Speisen und stellten damit unter Beweis, dass diese Lebensmittel nicht auf Müll landen sollten.

Das Refettorio Ambrosiano gibt es noch heute und wurde zwischenzeitlich von der Caritas Ambrosiana übernommen. Food for Soul arbeitet mit Antoniano Onlus zusammen, um die Mensa Padre Ernesto, eine Suppenküche in Bologna, zu fördern und zu unterstützen. Food for Soul möchte den Menschen eine würdevolle Versorgung mit Nahrung ermöglichen. Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Projekte von Food for Soul auf Kunst, Design und Schönheit, da den Gästen gerade ein ganzheitliches Erlebnis geboten werden soll. Die Devise lautet: Nahrung für den Körper und die Seele.

Food for Soul sieht sich selbst nicht als Wohltätigkeits-, sondern als Kulturprojekt an. Massimo Bottura und sein Team pflegen die Zusammenarbeit mit Suppenküchen und sind bemüht, den Menschen beizubringen, wie man aus geretteten Nahrungsmitteln köstliche und zugleich gesunde Mahlzeiten zubereiten kann.

 

 

Viele Menschen scheinen aus den Augen verloren zu haben, dass Nahrungsmittel jeden von uns mit Leben versorgen. Wir sind also diejenigen, die von den Lebensmitteln abhängig sind – nicht anders herum. Essen ist Leben. Deshalb verdient Essen auch ein Mindestmaß an Respekt. (Bild: pixabay)

Viele Menschen scheinen aus den Augen verloren zu haben, dass Nahrungsmittel jeden von uns mit Leben versorgen. Wir sind also diejenigen, die von den Lebensmitteln abhängig sind – nicht anders herum. Essen ist Leben. Deshalb verdient Essen auch ein Mindestmaß an Respekt. (Bild: pixabay)


 
 

Was kann der Einzelne tun?

Eines der sinnvollsten Konzepte, wie Verbraucher Lebensmittelverschwendung vorbeugen können, ist: Foodsharing.

Die Idee dahinter ist, dass Privatpersonen überschüssige oder aussortierte Nahrungsmittel kostenfrei mit anderen teilen können.

Jeder, der Lebensmittel übrig hat, kann sie zum einen bei sich Zuhause abholen lassen. In diesem Fall holen ehrenamtliche „Lebensmittelretter“ (Foodsaver) die Lebensmittel bei einer Privatperson oder Lebensmittelunternehmen ab und geben diese an gemeinnützige Einrichtungen oder andere Privatpersonen weiter.

Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, dass man sich an den sogenannten „Fair-Teilern“, mithin öffentlich zugängliche Kühlschränke oder Boxen, in denen gerettete Lebensmittel zwischengelagert werden, völlig kostenfrei bedienen kann. Sobald jemand Lebensmittel in einen Fair-Teiler gelegt hat, teilt er dies in einem Beitrag auf der Online-Pinnwand mit.

Neben den Foodsharern, die eigene Lebensmittel mit anderen teilen, gibt es auch noch die Foodsaver (Lebensmittelretter). Diese arbeiten ehrenamtlich im Auftrag einer regionalen foodsharing-Gruppe. Sie fahren zu kooperierenden Lebensmittelunternehmen, um überschüssige Nahrung abzuholen und im Folgenden bei gemeinnützigen Einrichtungen oder bei Privatpersonen abzugeben.

2012 wurde die Initiative foodsharing ins Leben gerufen, die der Filmemacher Valentin Thurn im Anschluss an seine Dokumentation “Taste The Waste” zum Thema Lebensmittelverschwendung ins Leben gerufen hat. Eine sehr ähnliche Bewegung mit dem Namen Foodsaver formte sich zur gleichen Zeit auch in Berlin. Deren Pionier Raphael Fellmer trat mit Supermärkten in Kontakt, um aussortierte Lebensmittel auf legalem Weg zu erhalten, anstatt die Lebensmittel illegal aus den Mülltonnen der Supermärkte zu retten.

2014 fusionierten die Foodsharer und die Foodsaver und agieren seitdem gemeinsam als Foodsharing e. V. Das foodsharing-Netzwerk wächst kontinuierlich sowohl national als auch international an. Im November 2017 verzeichnete der Verein Foodsharing e. V. in Deutschland, Österreich und der Schweiz 31.606 aktive Lebensmittelretter, die mit über 3.851 Lebensmittelbetrieben zusammenarbeiten. Die Mitglieder sammeln übrig gebliebene Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckereien oder Kantinen ein und geben diese kostenlos an soziale Einrichtungen oder öffentliche Verteilstellen weiter.

Foodsharing e.V. bezeichnet sich selbst als unabhängige, unparteilische, allgemeinnützige Initiative, die das Ziel der Vereinten Nationen, die Verringerung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 um 50 %, verwirklichen möchte. So fordert foodsharing e.V. ein gesetzlich festgelegtes Wegwerfverbot von Lebensmitteln für Supermärkte sowie eine transparente Lebensmittelkette in Deutschland. Foodsharing e.V. setzt sich für mehr Bewusstsein hinsichtlich des Wegwerfens von Nahrungsmitteln ein und möchte gezielt darauf hinweisen, dass jeder etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann.

Wir hoffen sehr, Sie mit diesem Artikel zu einem noch verantwortungsvolleren Umgang mit Ihren Nahrungsmitteln begeistern zu können, um der herrschenden Lebensmittelverschwendung zunehmend entgegen zu treten.

 

 

Zum Autor
Stephanie Morawietz

Kaum ein Wohnraum bietet so viel Platz und Bedarf an Innovation wie die Küche. Was in diesem Bereich konkret umsetzbar und möglich ist, erschließt sich einem erst, wenn man sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Als Gründerin und Inhaberin des Lifestyle- und Interiorblogs “PHI loves” beschäftigt sich Stephanie schon seit Jahren unter anderem mit den Themen Design, Farbwelt und Produktinnovationen und hat ein feines Gespür für die unterschiedlichsten Einrichtungsstile und Wohntrends entwickelt. Ihr großes Interesse an dem Thema Interior hat dazu geführt, dass sie sich auch mit dem spannenden Themenfeld der Küchenplanung intensiv befasst. Mittlerweile ertappt sie sich immer häufiger dabei, wie sie gespannt auf die nächste Neuerung wartet, die den Küchen-Alltag in die Zukunft führen soll.