Sjöstrand: Kaffeetrinken im Einklang mit der Umwelt

03.09.2020 | Susanne Maerzke
Minimalistisches Design, nachhaltige Botschaft: Kaffeetrinken auf schwedische Art geht auch umweltfreundlich - mit recyclebaren Kaffeekapseln. (Foto: Sjöstrand)

Zu den unerträglichsten Klimasünden unserer Zeit zählt der große Berg an Abfallprodukten, die einmalig genutzt und dann weggeworfen werden – zum Beispiel Kaffeekapseln. Das schwedische Start-Up Sjöstrand* hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kaffee mit gutem Gewissen in die Welt hinaus zu tragen. Das gelingt mit einer schlichten Maschine, zu 100% biologischem Kaffee und einer klimapositiven Bilanz.

 

 

Schwedische Vorliebe für Kaffee: „Fika“ als Lebensgefühl

Schweden und Design, das ging schon immer gut zusammen. Das kleine Land im Norden Europas hat maßgeblich den Hype um minimalistisches, hochwertiges Innenraumdesign nach skandinavischem Vorbild in den letzten Jahrzehnten entfacht, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil die Menschen sich dort so einrichten, wie es schon immer in der Natur der Schweden lag: schlicht, geschmackvoll, naturverbunden, zeitlos. Schwedisches Design ist ein Garant als Verkaufsschlager.

Schwedischer Kaffee ist bislang weniger bekannt, aber vielleicht mag das auch nur daran liegen, dass die Schweden ihn selbst so gern trinken und daher kaum exportieren. Fika, ein geflügeltes Wort im Schwedischen, lässt sich zwar schlicht und einfach mit „Kaffeetrinken“ übersetzen, umfasst in seiner Bedeutung aber zusätzlich ein gewisses Lebensgefühl – von Beisammensein, Auszeit, einer geselligen Pause bei einer guten und starken Tasse Kaffee.

 

 

"Fika", das gilt in Schweden als Lebensgefühl. Oft wird ein süßer Leckerbissen wie die klassischen 'Kanelbullar' gereicht - in jedem Fall aber Kaffee. (Foto: stock/ eah ehn)

“Fika”, das gilt in Schweden als Lebensgefühl. Oft wird ein süßer Leckerbissen wie die klassischen ‘Kanelbullar’ gereicht – in jedem Fall aber Kaffee. (Foto: stock/ eah ehn)

 

 

Sjöstrand: Nachhaltigkeit im Rahmen der schwedischen Kaffeekultur

Beide Elemente, das schwedische Design und das Kaffeetrinken als soziales Event, kombiniert nun das schwedische Start-Up „Sjöstrand“ mit einem Konzept der Nachhaltigkeit, das als die dritte Säule der schwedischen Gesellschaft gelten mag. Die Schweden sind ein naturverbundenes Volk, was kaum verwundert, haben sie doch mit lediglich zehn Millionen Einwohnern auf 447.500 Quadratkilometern (Vgl. Dtl.: ca. 357.000 km², Ö.: ca. 84.000 km²) auch besonders viel davon. Naturschutz und Umweltfreundlichkeit werden seit jeher großgeschrieben im Land der tausend Seen und Wälder.

Sjöstrand“, das ist nicht nur ein gängiger schwedischer Nachname, sondern bedeutet wörtlich übersetzt auch „Seeufer“. Damit knüpft das noch junge Unternehmen an die unberührte schwedische Natur an, die es mit seinem Produkt zu schützen versucht, während zeitgleich die schwedische Kaffeekultur hochgehalten werden soll: Sjöstrand verkauft nachhaltige, kompostierbare und zu 100% biologisch hergestellte Kaffeekapseln.

 

 

Die Schweden lieben ihren Kaffee - erreichen mit dem täglichen "fika"-Prozedere Platz 3 der europaweit größten Kaffeetrinker. Da muss eine ökologische Alternative her. (Foto: Sjöstrand)

Die Schweden lieben ihren Kaffee – erreichen mit dem täglichen “fika”-Prozedere Platz 3 der europaweit größten Kaffeetrinker. Da muss eine ökologische Alternative her. (Foto: Sjöstrand)

 

 

Wie alles begann: eine Espressomaschine mit Kapselfunktion als Weihnachtsgeschenk

Bereits 2011 kam den Gründern Jenny Svensson und Niklas Gustavsson von Sjöstrand nach eigener Aussage die Idee, die Kaffeegenusswelt zu revolutionieren. Anlass war eine klassische Espressomaschine mit Kapselfunktion als Weihnachtsgeschenk, die den beiden vor Augen führte, wie viele Aluminiumkapseln tagtäglich als unnötiger und schwer zu recycelnder Abfallberg bei dieser Form des Kaffeegenusses entstehen.

Die Herausforderung, dieses Problem anzugehen, steckt gewissermaßen in seiner Begründung: Aluminiumkapseln werden nicht nur verwendet, weil Kaffeepulver damit leichtgewichtig abgepackt, sondern eben auch aromageschützt verkapselt werden kann. Trotz der gewissen schwedischen Vorliebe für einfachen Filterkaffee in der Refill-Variante (die möglicherweise auch den hohen Kaffeekonsum erklärt), legt das genussbewusste Völkchen Wert auf Qualität. Sjöstrand nahm also seine Pionierarbeit auf: ein nachhaltiges Projekt, das Sjöstrand Coffee Concept, das die Umwelt schützt, seine Lieferanten transparent durchleuchtet, gut schmeckt und am Ende des Tages klimapositiv produziert. Und hierin liegt schon die erste Überraschung.

 

 

Kapseln über Kapseln: Genuss will wohlverpackt sein - doch wohin damit nach Gebrauch? Sjöstrands Kaffeekapseln können direkt auf den Gartenkompost wandern. (Foto: Sjöstrand)

Kapseln über Kapseln: Genuss will wohlverpackt sein – doch wohin damit nach Gebrauch? Sjöstrands Kaffeekapseln können direkt auf den Gartenkompost wandern. (Foto: Sjöstrand)

 

 

Klimapositive CO2-Bilanz: Sjöstrand Coffee Concept mit kompostierbaren Kapseln

Über das Wort „klimapositiv“ stolpert man beim ersten Lesen, weil Deutsche und Österreicher das Konzept bislang – wenn überhaupt – als „klimaneutral“ kennen. So versuchen viele deutsche Küchenhersteller gerade, ihrer Bilanz eine positive Konnotation zu verpassen. Klimaneutral scheint löblich, heißt jedoch nichts anderes, als dass Ausgleichszahlungen entlang der Produktionskette dafür sorgen, dass die schadhaften, ausgestoßenen CO2-Tonnen durch gekaufte Zertifikate neutralisiert werden und man bei sogenannten „Null-Emissionen“ landet. Es ändert wenig an den Produktionsvorgängen selbst, die wichtig wären, um ein dauerhaft klimafreundliches Ergebnis zu erzielen.

Wenn das noch junge Unternehmen Sjöstrand sich nun mit seinem „Coffee Concept“ zu einer klimapositiven Unternehmenskultur bekennt, bedeutet das, dass das Unternehmen an der Nullgrenze des guten Gewissens nicht stoppt, sondern darüber hinausgeht. Die aus rein natürlichen Pflanzenfasern gepressten Kapseln werden mit der Energie aus Solar-, Wind-, Wasser- und Biogas-Emissionen gewonnen. Sie können nach Gebrauch auf einem herkömmlichen Gartenkompost entsorgt werden und zerfallen innerhalb von rund 23 Wochen zu Erde. Selbst die beim Transport der Kapseln entstehenden CO2-Emissionen werden kompensiert: Sjöstrand zahlt mehr Ausgleichszahlung hierfür, als Bohnen in die Tasse gelangen. Das nennt man klimafreundlich.

 

 

Mehr als nur klimaneutral: Sjöstrand hat den Kapselkult zu Ende gedacht und kann am Ende des Produktionsprozesses auf eine klimapositive Bilanz blicken. Passend dazu wurde die Maschine in zeitlosem und langlebigem Design entworfen. (Foto: Sjöstrand)

Mehr als nur klimaneutral: Sjöstrand hat den Kapselkult zu Ende gedacht und kann am Ende des Produktionsprozesses auf eine klimapositive Bilanz blicken. Passend dazu wurde die Maschine in zeitlosem und langlebigem Design entworfen. (Foto: Sjöstrand)

 

 

Espressomaschine von Sjöstrand Coffee Concept: zeitlos, minimalistisch, funktional

Die Kaffeekapseln aus Pflanzenfasern des Sjöstrand Coffee Concept können in jede beliebige Kapsel-Espressomaschine eingesetzt werden, auch in die bekannten Nespresso-Maschinen. Wer vor allem von gutem und nachhaltigen Kaffee profitieren möchte, ohne sich eine teure Maschine zulegen zu müssen, kann die eigene, schlanke Version des Unternehmens Sjöstrand für kleines Geld nutzen.

Die komplett aus verspiegeltem Edelstahl ummantelte Espressomaschine wurde dem Design einer italienischen Siebträgermaschine im Mini-Format nachempfunden und kommt – typisch schwedisch – sehr minimalistisch mit nur wenigen Knöpfen und Basisfunktionen daher. Während der Fokus von Sjöstrand auf kompostierbaren Kapseln und Umweltschutz liegt, dampft die zierliche Espressomaschine mit einer einzigen, wesentlichen Aufgabe vor sich hin: aromatischen Kaffee zu produzieren, in normalen Tassen sowie im Espressoformat.

Grundsätzlich soll nichts vom nachhaltigen Kaffeegenuss ablenken, weshalb die Espressomaschine so schlicht wie möglich gestaltet wurde. Ihr zeitloses Design trägt allerdings dazu bei, dass Sjöstrand sich wohl bald in vielen modernen Küchenräumen und Büros wiederfinden wird. Das stilunabhängige Design sorgt auch dafür, dass die Maschine langlebig genutzt werden kann. Auf die Eigenschaft „reparaturfähig“ legen die Schweden großen Wert.

 

Die charmante Kombination aus angedeuteter, italienischer Siebträgermaschine und minimalistischem, schwedischem Design macht die Sjöstrand Espresso-Maschine zu einem zeitlosen Kultobjekt in der Küche. (Foto: Sjöstrand)

Die charmante Kombination aus angedeuteter, italienischer Siebträgermaschine und minimalistischem, schwedischem Design macht die Sjöstrand Espresso-Maschine zu einem zeitlosen Kultobjekt in der Küche. (Foto: Sjöstrand)

 

 

Schlichte Maschine, guter Kaffee, hohe Bio-Qualität: Sjöstrand mit Brief und Siegel

Im Inneren verborgen bleibt die Hochdruckpumpe mit 19 bar, die dafür sorgt, dass die kompostierbaren Bio-Kapseln von Sjöstrand in der richtigen Temperatur für perfekt ausbalancierte Geschmacksnuancen durchlaufen können. Die kleinen Pappschachteln, in denen die Fairtrade gehandelten Kapseln aus Pflanzenfasern gelagert werden, sind minimalistisch mit großen Zahlen bedruckt, die an einen Adventskalender erinnern.

Ein wenig feierlich fühlt es sich durchaus an, die Schachtel in den Händen zu halten und die zahlreichen Klimazertifizierungen darauf zu lesen. Fairtrade, das europäische Gütesiegel und das OK biobased-Siegel vom TÜV Austria sind zwar keine gleichwertig gesetzlich geschützten, dafür sehr bekannten Bio-Siegel mit hoher Qualitätsanforderung.

 

Fröhlich und unbeschwert guten Kaffee genießen, der zu 100% biologisch komponiert, fair gehandelt und dank Klimazertifikate auch noch klimapositiv erzeugt wurde. Jetzt klicken und selbst überzeugen. (Foto: Sjöstrand)

Fröhlich und unbeschwert guten Kaffee genießen, der zu 100% biologisch komponiert, fair gehandelt und dank Klimazertifikate auch noch klimapositiv erzeugt wurde. Jetzt klicken und selbst überzeugen. (Foto: Sjöstrand)

 

 

Fazit zum Sjöstrand Coffee Concept: Nachhaltigkeit als neuer Luxus unserer Zeit

Wer aromatischen Kaffee sucht, wird bei Sjöstrand fündig: von stark konzentriertem, nachhaltig gerösteten Espresso mit feinen, dunklen Schokoladennoten über die milde „Lungo“-Variante mit Zitrus-Ton bis hin zu bittersüßen Noten eines komplex ausgewählten Blends können Kaffeeliebhaber zwischen bislang fünf verschiedenen Aromakapsel-Sorten wählen.

Jede Kapsel ist dabei klimafreundlich und wird in Zusammenarbeit mit der schwedischen Nonprofit-Organisation Vi-Agroforestry in ihrer Bilanz ausgeglichen. Vi-Agroforestry ist in den afrikanischen Ländern Kenya, Rwanda, Uganda und Tansania tätig und hat dort bereits über 120 Millionen Bäume gepflanzt. Parallel zum Klima soll dazu die Armut vor Ort bekämpft werden.

Sjöstrand ist eine von vielen kleineren Firmen, die sich bereits an kompostierbaren Kapseln und nachhaltig gehandeltem Kaffee probieren. Der Weg ist noch weit, und doch erlebt das Unternehmen speziell jetzt in Zeiten eines transparenten Umgangs mit Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit einen Aufschwung. Die filigrane Maschine passt selbst in kleinste Küchenräume hinein und ist damit den Wettbewerbern von Kaffeevollautomat und großformatigen Standautomaten eine Messbecherspitze voraus: nicht mehr die Größe zählt, sondern die Nachhaltigkeit. Der neue Luxus unserer Zeit.

 

 

Die schwedische Art, Kaffee zu genießen - nachhaltig und ästhetisch. (Foto: Sjöstrand)

Die schwedische Art, Kaffee zu genießen – nachhaltig und ästhetisch. Mehr erfahren durch Klick auf das Foto oder den Link unten. (Foto: Sjöstrand)

 

 

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*Gekennzeichnet als (unbezahlte) Werbung, da verlinkt.

 

Zum Autor
Susanne Maerzke
Redakteurin

Kochen ist Lebensfreude, gemeinsame Zeit mit Freunden, Belohnung, Versöhnung, Hobby und Genuss. Und so sieht auch unsere Redakteurin die Küche als das Herzstück der Wohnung – schließlich stehen bei jeder Party zurecht die coolsten Leute in der Küche neben dem Kühlschrank mit kühlem Bier und den letzten Guacamole-Resten. Es lohnt sich also definitiv, sein Augenmerk auf die Ausstattung der Küche zu richten und mal bei den neuesten Trends, Geräten und Designern nachzuhaken: auch als Gesprächsgrundlage für die nächste Feier.