Das Siemens activeLight: Lichtsteuerung anstelle von Tasten und Knöpfen

16.07.2019 | Jesper Thiersemann
Das Vollflächeninduktionskochfeld von Siemens wird weder über Tasten noch Knöpfe gesteuert: es kommt allein durch die intuitive Siemens activeLight-Steuerung aus. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Bedienknebel, Tasten und Knöpfe waren gestern: mit dem Vollflächeninduktionskochfeld von Siemens und dem dazugehörigen TFT-Touchdisplay werden Kochvorgänge über einfaches Antippen gesteuert. Das durchdringend blaue Siemens activeLight unterstützt alle Prozesse mit intuitiven Lichtsignalen.

 

 

Es gab eine Zeit, in der wurde computergesteuerter Technik keine großen Zukunftsaussichten eingeräumt. PC, Internet, Sensoren: man begegnete den Trends dieser Zeit skeptisch und ohne allzu große Überzeugung, dass sie sich jemals im persönlichen Umfeld durchsetzen würden. Mittlerweile beherrscht diese Technik unser Leben und hat vieles komfortabler, genussvoller und stilsicherer gemacht, als es vorher war. Das betrifft nicht allein das Smartphone in der Hand, sondern auch das Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Küchengeräten.

 

 

Küchengeräte mit Touchdisplays: eine „gänzlich neue User Experience“

Tatsächlich schauen sich heutige Küchengeräte immer mehr ab vom Mobiltelefon und anderer smarter Technik. Sensoren in Backöfen werden über elektromagnetische Wellen gesteuert, Kochfelder und Dunstabzüge kommunizieren über WLAN. Hinzu kommt: der mittlerweile selbstverständliche Umgang mit Touchdisplays in unserem Alltag hat dazu geführt, dass nahezu jeder Hersteller seine Elektrogeräte über ein intuitives TFT-Display steuern lässt, oftmals sogar völlig ohne Knöpfe, Hebel und Tasten.

Das offenbart nicht nur eine edle optische Komponente, mit der sich das Kochfeld nahtlos in Arbeitsplatte und Umgebung integrieren lässt, sondern gewährt dem Nutzer auch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Siemens Hausgeräte, seit vielen Jahrzehnten als feste deutsche Größe für Elektrogeräte auf den internationalen Küchenmärkten verankert, bezeichnet das moderne Szenario in der Küche als „gänzlich neue User Experience“. Kochfelder müssten kaum mehr bedient werden – sie würden einfach dem folgen, was Koch oder Köchin tun.

 

 

Das Siemens freeInduction Plus-Kochfeld bisher: fein gezeichnete Linien zeigen Kochfläche und Display an. Künftig sollen diese entfallen - gesteuert wird allein über die Lichtsignale des Siemens activeLight. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Das Siemens freeInduction Plus-Kochfeld bisher: fein gezeichnete Linien zeigen Kochfläche und Display an. Künftig sollen diese entfallen – gesteuert wird allein über die Lichtsignale des Siemens activeLight. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

Siemens activeLight: Lichtsteuerung statt Knöpfe und Tasten

Um nicht nur die Generation der Digital Natives, sondern auch innovationsfreudige ältere Kunden abzuholen, hat sich Siemens mit der Lichtsteuerung in der Küche befasst. Dies soll an bereits „gelerntes Verhalten“ anknüpfen: wer einen Schalter in der Küche betätigte, sah bislang eine Lichtreaktion darauf als Zeichen, dass der Vorgang technisch im Gange war – beispielsweise beim Einschalten der Herdplatte. Nun bezeichnet Siemens diese Gestensteuerung als „Siemens activeLight“. Der Unterschied zu bisherigen Modellen: Licht wird nicht mehr als Ergänzung zum bedruckten Kochfeld mit vorgegebenen Zonen und Hinweisen genutzt, sondern als alleiniger Indikator in der Interaktion zwischen Kochfeld und Mensch.

 

 

Eine völlig knopffreie Steuerung, allein über seichtes Fingertippen: mit dem Siemens activeLight wird Lichtsteuerung - ähnlich wie beim Smartphone - nun auch in der Küche eingesetzt. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Eine völlig knopffreie Steuerung, allein über seichtes Fingertippen: mit dem Siemens activeLight wird Lichtsteuerung – ähnlich wie beim Smartphone – nun auch in der Küche eingesetzt. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

Design des Siemens activeLight: intelligentes Blau statt warnendes Rot

Der übliche Design-Lehrsatz „form follows function“ greift in diesem Fall nicht ganz. Tatsächlich ist die Entwicklung des Siemens activeLight eher dem optischen Purismus gewidmet, mit dessen Zielsetzung das neue Vollflächeninduktionskochfeld von Siemens gestaltet wurde. Im ausgeschalteten Zustand verschmilzt das activeLight-Kochfeld vollständig mit seiner Umgebung. Weder Kochzonen, noch Bedienfeld oder gar Rasterung sind sichtbar. Auf einer schwarzen Arbeitsplatte integriert sich das Induktionskochfeld daher so minimalistisch-clean wie nur möglich. Es sei nur „ein Screen unter vielen in der heutigen, digital geprägten Wohnumgebung“, sagt Siemens Chefdesigner Gerhard Nüssler.

Schaltet der Nutzer für den anstehenden Kochvorgang das Kochfeld an, kommt das Siemens activeLight ins Spiel: die smarte Technik wird durch blaue Zahlen und Felder ausgedrückt, die im Gegensatz zum bisherigen strikten Rot eine digitale Intelligenz vermitteln, Ruhe und Technologie ausstrahlen – und dennoch sehr gut sichtbar sind. Die automatische Zonenauswahl für das Kochgeschirr wird durch vier blaue activeLight-Lichtstreifen angezeigt. Sie dienen allerdings nur als Versicherung für den Koch, welches Kochutensil – Pfanne, Bräter oder Topf – gerade beheizt wird. Tatsächlich gibt es auf dem Siemens activeLight-Kochfeld, wie bereits auf den Messen beim Vollflächeninduktionskochfeld angekündigt, keine vorgegebenen Kochzonen mehr.

 

 

Durch feine, blaue Linien werden künftig die Kochzonen angezeigt. Wird ein Kochgeschirr verschoben, wandern die Einstellungen mit. Im ausgeschalteten Zustand liegt das Kochfeld blank und schwarz da. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Durch feine, blaue Linien werden künftig die Kochzonen angezeigt. Wird ein Kochgeschirr verschoben, wandern die Einstellungen mit. Im ausgeschalteten Zustand liegt das Kochfeld blank und schwarz da. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

Funktion des Siemens activeLight: gleichmäßig, überall, schnell

In diesem speziellen Fall vermag man die Frage nach Henne und Ei zu stellen: was war zuerst da, die Möglichkeit der Vollflächeninduktion – oder der Impuls der Industrie, ein ästhetisches und möglichst knopf- und beschilderungsfreies Design zu erzeugen? Im Vollflächeninduktionskochfeld der BSH findet sich nun jedenfalls beides wieder und beflügelt sich gegenseitig. Das 80 cm breite Glaskeramikfeld wirkt nicht mehr wie ein Werkzeug im Küchenraum – und bietet doch professionellere Funktionen denn je.

Die integrierte varioInduction-Technologie stellt sicher, dass alle Kochgegenstände gleichmäßig beheizt werden, vom kleinen Saucentopf bis zur Paellafpanne. Wechselt der Koch oder die Köchin die Position des Kochgeschirrs, werden mit der varioMotion-Funktion alle bisherigen Einstellungen auf den neuen Standort automatisch übertragen. Temperaturstufen werden also auf dem Touchdisplay übertragen.

Noch professioneller lassen sich Menüs mit dem „powerMove Plus Modus“ zubereiten: das gesamte Kochfeld wird hierbei in drei unterschiedlich heiße Zonen untergliedert, vom niedrigen Temperaturbereich für das Erwärmen oder Warmhalten von Speisen, über den Simmer-Zustand bis hin zum scharfen Anbraten oder Aufkochen von Zutaten und Saucen. Allein durch das Vor- und Zurückschieben des Kochgeschirrs können, ähnlich wie bei Profiköchen aus der Gastronomie, mehrere Gerichte gleichzeitig zubereitet werden. Auch das sehr kurze, Aufmerksamkeit einfordernde Zubereiten von empfindlichen Lebensmitteln – beispielsweise das Karamellisieren von Zucker oder das Erwärmen von Milch – kann hier zügig und ohne Anbrennen durchgeführt werden.

 

 

Mit dem "powerMove Plus Modus" kann in drei unterschiedlich heißen Kochzonen allein durch das Verschieben von Töpfen gekocht werden. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Mit dem “powerMove Plus Modus” kann in drei unterschiedlich heißen Kochzonen allein durch das Verschieben von Töpfen gekocht werden. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

Siemens activeLight: automatische Kommunikation mit Dunstabzug

Das Siemens activeLight arbeitet übrigens nicht nur für den Koch, sondern auch automatisch mit anderen Geräten aus dem Küchenraum zusammen. Über die „cookConnect“-Funktion kommuniziert es mit der entsprechenden Esse. Ein integrierter Luftgütesensor passt die Leistung der Haube an den aufsteigenden Kochdunst an. Der Nutzer kann sich voll und ganz auf den Kochvorgang konzentrieren und dabei klare Luft genießen, ohne aufs Knöpfchen drücken zu müssen.

Kochen soll damit in Zukunft ähnlich selbstverständlich und frei von Hast und Hektik werden, wie die Menschen mittlerweile mit ihrem Smartphone hantieren. Immerhin: in der Zeit, in der man mit Kochen beschäftigt ist, hat man wenigstens keinen Grund, aufs Handy zu schauen. Ein genussvolleres Ergebnis erzielt man allemal.

 

 

Puristisch, glatt und höchst ästhetisch: auch im eingeschalteten Zustand kommt das Siemens iQ700-Kochfeld dank zarter blauer Linien maximal ästhetisch daher. (Foto: Siemens Hausgeräte)

Puristisch, glatt und höchst ästhetisch: auch im eingeschalteten Zustand kommt das Siemens iQ700-Kochfeld dank zarter blauer Linien maximal ästhetisch daher. (Foto: Siemens Hausgeräte)

 

 

>>> Sie möchten mehr über das Siemens activeLight und das Vollflächeninduktionskochfeld erfahren? Testen Sie es vor Ort und lassen Sie sich von Ihrem zuständigen Küchenplaner beraten. Ansprechpartner und Adressen finden Sie hier.

 

Zum Autor
Jesper Thiersemann

Unser Analytiker Jesper nutzt seine geräumige Küche mit Südbalkon gern, um abends von der Welt der Zahlen und Fakten Abstand zu nehmen und den Tag mit einem guten Essen oder einem kühlen Bier in der untergehenden Abendsonne ausklingen zu lassen. Wenn seine Jungs mit Kugelgrill und Zubehör anrücken, ist die Ruhe zwar vorbei. Aber wo ließe sich schöner Trubel und Entspannung gleichzeitig genießen als in der eigenen Küche? Eben.