Eine Küche planen: kurze Antworten auf häufig gestellte Fragen

12.06.2020 | Jesper Thiersemann
Eine Küche planen zu lassen, wirft am Anfang viele Fragen auf. Wir klären die wichtigsten. (Foto: stock adobe/ ArchiVIZ)

Wer eine Küche planen möchte, sieht sich im Internet oft mit einer Flut an Informationen konfrontiert, die mehr Fragen aufwerfen, als Antworten zu geben. Wo sollte man anfangen, was gilt es alles zu bedenken, wie findet man heraus, was man will und an wen kann man sich anschließend wenden? Wir geben kurze Antworten auf oft gestellte Fragen im Zuge einer Küchenplanung.

 

 

Es gibt Projekte im Leben, die man nur einmal oder sehr selten angeht und die daher auf Anhieb sitzen müssen. Meist, weil sie mit viel Aufwand, Geld und Emotionen verbunden sind und einer entsprechenden Vorbereitung bedürfen. Gemeint ist nicht (nur) der Schulabschluss oder die Party zum 18. Geburtstag. Wir blicken auf die großen Eckdaten des Lebens: Heirat, Hausbau, Autokauf. Und irgendwann kommen fast alle Menschen an den Punkt, an dem sie eine Küche planen möchten – die erste in ihrem Leben.

Das bedarf einer guten Recherche und der Beantwortung einiger persönlicher Fragen vorab: welcher Stil gefällt mir, wie viel Geld möchte und kann ich ausgeben, koche ich häufig, koche ich frisch, koche ich oft gemeinsam mit Freunden und der Familie oder eher allein?

Wir haben kurze Antworten auf oft gestellte Fragen formuliert, die einen Überblick für jeden geben soll, der gerade im Begriff ist, eine Küche zu planen.

 

 

Verwinkelt oder im Mittelpunkt, groß, klein, offen, puristisch, im Landhausstil und mit angegliedertem Esstisch: eine Küche planen zu lassen, bedarf einer guten Vorbereitung - und jeder Menge Inspiration. (Foto Lang Küchen & Accessoires)

Verwinkelt oder im Mittelpunkt, groß, klein, offen, puristisch, im Landhausstil und mit angegliedertem Esstisch: eine Küche planen zu lassen, bedarf einer guten Vorbereitung – und jeder Menge Inspiration. (Foto Lang Küchen & Accessoires)

 

 

Eine Küche planen: wo fange ich an?

Aller Anfang ist schwer. Um für sich selbst Eckpunkte abzustecken, worüber man recherchieren sollte, um eine Küche zu planen, beginnt man am besten mit einer Checkliste. Hierbei werden die richtigen Fragen aufgeworfen, deren Beantwortung den Kreis der möglichen Küchenmodelle für einen selbst mutmaßlich bereits verkleinern. Zu den wichtigen Themenblöcken zählen: Küchenstil, Küchengröße, Budget und Zeitplan.

Das Internet ist selbstverständlich gefüllt mit einer Vielzahl an Informationen rund um die Küchenplanung. Hier kann es helfen, auf neutrale Portale zu achten, die markenunabhängig berichten. Fotogalerien sorgen für Inspiration. Auf Pinterest kann man beispielsweise ein persönliches „Mood Board“ anlegen, sodass der Planer auf einen Blick erkennt, was dem Kunden gefällt. Auf weiteren Kanälen sozialer Medien erhält man Neuigkeiten aus der Branche und Trends.

 

Unser Tipp: es lohnt sich, keine konkrete Marke zu verfolgen, sondern sich zunächst allgemein stimmungsvoll inspirieren zu lassen. Wer dennoch auf Empfehlung nach einem bestimmten Küchenhersteller sucht, kann kostenlos Kataloge nach Hause ordern oder Broschüren bequem online durchblättern.

 

 

Inspiration ist alles: bevor Sie anfangen, Ihre Küche mit dem Studio zu planen, sollten Sie ein Moodboard zusammenstellen mit Stilen, Accessoires, "Must Haves" und "Can Haves". Eine große Auswahl an Pins bietet z.B. das Küchen&Design Magazin auf Pinterest. (Foto: Küchen&Design Magazin)

Inspiration ist alles: bevor Sie anfangen, Ihre Küche mit dem Studio zu planen, sollten Sie ein Moodboard zusammenstellen mit Stilen, Accessoires, “Must Haves” und “Can Haves”. Eine große Auswahl an Pins bietet z.B. das Küchen&Design Magazin auf Pinterest. (Foto: Küchen&Design Magazin)

 

 

Eine Küche planen: wie viel kostet das?

Durchschnittlich 7.125 Euro (Stand: 2018, Veröffentlichung: Mai 2019, statista.com) geben Küchenkäufer in deutschsprachigen Ländern für den Kauf ihrer neuen Küche aus. Besonders der gehobene Premiumbereich boomt allerdings: im Küchensegment ab 12.000 Euro bildet sich eine wachsende Käuferschicht aus, die die Küche als eine hochwertige und langlebige Investition sieht. Entsprechend viele finanzielle Rücklagen werden daher zunehmend für die Planung einer Küche statt fürs neue Auto oder den Urlaub verwendet.

Als das gehobene Preissegment für Küchen werden Modelle von 12.000 bis etwa 30.000 Euro Auftragswert beziffert. Ab 50.000 Euro aufwärts werden Luxusküchen geplant, deren Budget nach oben hin offen ist. Neben dem sogenannten „Holz“, also den Küchenmöbeln, muss eine höhere Summe an Geld für moderne Einbaugeräte und Küchentechnik eingeplant werden.

 

Unser Tipp: viele Küchenstudios erneuern regelmäßig Ihre Studioausstellung und verkaufen daher bestens erhaltene Premiumküchen zu unschlagbar reduzierten Preisen inkl. Geräte ab. Diese „Ausstellungsküchen“ oder „Abverkaufsküchen“ können selbstverständlich auch individuell umgeplant oder ergänzt werden.

 

 

Eine Küche planen zu lassen, kostet Geld. Aber: gute Studios und Tischler planen bereits ab 10.000 Euro hochwertige Küchenräume. Gehen Sie offen mit Ihrem Budgetwunsch um und nehmen Sie dafür das Können von Profis in Anspruch. (Foto: stock adobe/ ArchiVIZ)

Eine Küche planen zu lassen, kostet Geld. Aber: gute Studios und Tischler planen bereits ab 10.000 Euro hochwertige Küchenräume. Gehen Sie offen mit Ihrem Budgetwunsch um und nehmen Sie dafür das Können von Profis in Anspruch. (Foto: stock adobe/ ArchiVIZ)

 

 

Eine Küche planen: wie lang dauert das?

Sieht man von Lieferengpässen ab, wie sie bei hoher Nachfrage oder in Krisenzeiten in seltenen Fällen vorkommen können, werden Küchen in der Regel bereits innerhalb von drei Monaten geliefert. Darin eingerechnet ist die persönliche und zeitintensive Beratung im Küchenstudio vor Ort, die Planungsskizzen und Korrekturen daran (insgesamt ca. 2 Wochen) sowie die Auftragsabwicklung von Händler und Hersteller (ca. 8 Wochen). Lieferung und Montage können je nach Sonderanfertigung und örtlichen Gegebenheiten nochmals bis zu 2 Wochen in Anspruch nehmen.

Einzelanfertigungen oder besonders aufwändige Luxusküchen werden zum Teil über einen längeren Zeitraum gefertigt, weil ihre Produktion mühevolle Handarbeit benötigt. Auch einige besonders gefragte Küchenmarken haben vereinzelt Lieferzeiten von vier bis fünf Monaten.

Wer es eilig hat, kann sich im Küchenstudio seiner Wahl nach bereits vorhandenen Ausstellungsküchen erkundigen, die oftmals zu einem sehr guten Preis verkauft und ebenfalls auf die Bedürfnisse des Käufers angepasst werden können.

Doch auch, wer entsprechend viel Zeit für die Realisierung seiner Küche mitbringt, sollte die Branche mit wachem Blick verfolgen: oftmals finden ein- bis zweimal pro Jahr spezielle Sonderaktionen in hochwertigen Studios statt, bei denen Küchen mit einmaligen Konditionen verkauft werden, wenn der Kunde dafür im Gegenzug das Fotografieren seiner fertiggestellten Küche und die Nutzung als Referenz erlaubt. Diese Sonderaktionen haben bisweilen eine mehrjährige Preisgarantie und eignen sich besonders für Bauherren, die ihre Küche erst im darauffolgenden Jahr montieren lassen möchten.

 

Unser Tipp: Planen Sie zusätzlich Zeit zur Inspirationsfindung ein. Verfolgen Sie die Jahrestrends der Küchenbranche sowie die angekündigten Innovationen auf Messen. So entgehen Ihnen Neuheiten nicht, die kurz nach Fertigstellung Ihrer Küche käuflich sind.

 

 

Zwischen 3 und 6 Monaten kann die Fertigung einer guten Küche in Anspruch nehmen. Wer es eiliger hat oder sparen möchte beim Küchenkauf, sollte einen Blick auf die aufwändig geplanten Ausstellungsküchen von Studios werfen, die z.T. für die Hälfte des Wertes abverkauft werden (inkl. Geräte). (Foto: Dross & Schaffer Ludwig 6)

Zwischen 3 und 6 Monaten kann die Fertigung einer guten Küche in Anspruch nehmen. Wer es eiliger hat oder sparen möchte beim Küchenkauf, sollte einen Blick auf die aufwändig geplanten Ausstellungsküchen von Studios werfen, die z.T. für die Hälfte des Wertes abverkauft werden (inkl. Geräte). (Foto: Dross & Schaffer Ludwig 6)

 

 

Eine Küche planen: welche Marken gibt es?

Deutschland ist ein Land der Küchenbauer, was vielen Käufern vor ihrer Recherche zunächst gar nicht bewusst ist. Speziell Ostwestfalen rund um Löhne und Bielefeld hat eine stolze Historie namhafter Küchenbauer: hier sitzen beispielsweise die Luxusküchenmarken SieMatic, Poggenpohl und eggersmann, aber auch die hochwertigen Marken im Einstiegs- und gehobenen Mittelsegment wie nobilia, Nolte, rational, Häcker, Warendorf und Rotpunkt. Aus dem Süden Deutschlands stammen die beliebten Küchenmarken LEICHT (BaWü), allmilmö und Schüller mit der Designmarke next125 (Franken/Bay.) sowie der Luxusküchenhersteller bulthaup (Bayern).

Es ist ratsam, sich auf die Kernfragen von Stil, Preis und Funktionalität zu konzentrieren, um eine individuelle Küche planen zu lassen, die zu Person und Lebensstil passt. Markenküchen stehen dem bisweilen im Weg. Daher verfolgen viele Küchenstudios den Ansatz, Markenküchen unter eigener Bezeichnung zu vertreiben. Am Ende des Tages soll eine Küche im eigenen Zuhause stehen, die perfekt auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten ist – und nicht auf die Markenaussage eines Herstellers.

 

Unser Tipp: erkundigen Sie sich nach „selektionD“. Händler, die nach diesem Prinzip Küchen planen, schöpfen aus einem Pool an Herstellern und stellen Ihnen Ihre Küche mit dem bestmöglichen Arrangement aus Möbeln und Geräten zusammen, die zu Ihren Vorstellungen und Wünschen passen.

 

 

Die perfekte Küche? Ist auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Das realisieren viele Hersteller mit der Zusammensetzung verschiedener Möbelmarken zum bestmöglichen Ergebnis. Lassen Sie sich also durch Markennamen nicht verwirren. (Foto: selektionD)

Die perfekte Küche? Ist auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Das realisieren viele Hersteller mit der Zusammensetzung verschiedener Möbelmarken zum bestmöglichen Ergebnis. Lassen Sie sich also durch Markennamen nicht verwirren. (Foto: selektionD)

 

 

Eine Küche planen: welche Küchenstile unterscheidet man?

Moderne Küchen werden heutzutage in der Regel in nur wenige Kategorien unterteilt, da die eigentliche Individualisierung im Gespräch mit dem Küchenplaner im Studio vor Ort entsteht. Neben charakteristischen Küchenstilen wie dem Landhausstil (Rahmenfronten, Vitrinenschränke, Massivholz) oder dem Industrial Style (Stahl, Stein, Beton, Altholz) gehen die meisten anderen Küchenstile ineinander über. Skandinavische Küchenmodelle können sich beispielsweise an die feinen Rahmenfronten des Landhausstils anlehnen, sind in der Farbgebung aber wesentlich zurückhaltender. Oftmals setzt man hier auf Erd- und Naturtöne sowie zarte Pastellfarben.

Moderne, „warme“ Küchenstile werden oft durch helle Materialien (Holz, Naturstein) und gekonnt eingesetzte LED-Leuchten charakterisiert, während der kühle Stil des Purismus zu Mattlack und Grifflosigkeit tendiert.

 

Unser Tipp: stellen Sie sich eine eigene Foto-Collage mit Küchen zusammen, die Ihnen auf Anhieb gut gefallen. Gleichen Sie Aufbau, Farbe und Anordnung mit Ihren Räumlichkeiten zuhause ab. Überlegen Sie, ob Sie sich an dieser Farbe und diesem Stil auch in 20 Jahren noch erfreuen können.

 

 

Viele Küchenstile überschneiden sich heutzutage. Skandinavische Küchen können beispielsweise Elemente der puristischen Küche (grifflos, rahmenlos, flächenbündig) und des Industrial Styles (Stahlleuchten, schwarze Töne) innehaben. Sie selbst sind oft in pastelligen Farben gehalten. (Foto: stock adobe/ 2mmedia)

Viele Küchenstile überschneiden sich heutzutage. Skandinavische Küchen können beispielsweise Elemente der puristischen Küche (grifflos, rahmenlos, flächenbündig) und des Industrial Styles (Stahlleuchten, schwarze Töne) innehaben. Sie selbst sind oft in pastelligen Farben gehalten. (Foto: stock adobe/ 2mmedia)

 

 

Eine Küche planen: wie viel Platz benötige ich?

Die wichtige Botschaft zuerst: auch auf kleinem Raum lassen sich schon wunderbare Symbiosen aus Design und Funktionalität zu einem einmaligen Küchenunikat vereinen. Der Gang zum Küchenberater wird besonders für kleine Küchen empfohlen, um auf engem Raum vielfältige Nutzungsmöglichkeiten in schlankem Design zu realisieren.

Ein kleiner Küchenraum nimmt in der Regel 8 bis 10 Quadratmeter ein, ein mittelgroßer Küchenraum 12 bis 15 Quadratmeter (inkl. Essbereich) und eine große Wohnküche etwa 15 bis 20 Quadratmeter, auf denen auch eine Kochinsel ausreichend Platz findet. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, kann über einen zusätzlich angegliederten Hauswirtschaftsraum oder zumindest eine kleine Vorratskammer nachdenken.

 

Unser Tipp: planen Sie in die Höhe! Moderne Küchenräume nutzen den verfügbaren Stauraum bis unter die Decke, wodurch ein harmonisch-geschlossenes Raumgefüge entsteht. Dort, wo Sie nur mit Trittleiter hingelangen, lagern Sie einfach selten genutzte Küchenutensilien (Keksausstecher, Backformen, Kasserollen usw.) und Textilien (Geschirrhandtücher, frische Putzschwämme usw.).

 

 

Küchen, die raumhoch oder zumindest flächenbündig per Trockenbauwand mit der entsprechenden Küchenwand abschließen, sorgen für viel Stauraum und passen sich trotz ihrer Größe harmonisch in den Raum ein. (Foto: Die Küche - Marc Boehlkau)

Küchen, die raumhoch oder zumindest flächenbündig per Trockenbauwand mit der entsprechenden Küchenwand abschließen, sorgen für viel Stauraum und passen sich trotz ihrer Größe harmonisch in den Raum ein. (Foto: Die Küche – Marc Boehlkau)

 

 

Eine Küche planen: welche Materialien eignen sich am besten?

Die gängigsten Materialien zur Küchenplanung stammen aus der Natur: Holz, Stein, (Edel-)Stahl und Glas werden in höherklassigen Küchenräumen in ganz unterschiedlichen Ausführungen genutzt und garantieren Qualität, Robustheit und Charme. Nicht allen jedoch ist eine unverbrauchte Langlebigkeit vergönnt: Edelstahl verkratzt schnell, Holz ist nicht hitze- und feuchtigkeitsbeständig, Stein muss regelmäßig gepflegt werden.

Drei Möglichkeiten können dem Abhilfe schaffen: 1) man informiert sich zu speziellen Schutzlackierungen und geht sorgfältig mit dem Küchenraum um, 2) man greift auf HPL-Schichtstoff (High Pressure Laminate) zurück, das etwas günstiger in der Anschaffung und wesentlich pflegeleichter ist, oder 3) man informiert sich zu neuen Verbundwerkstoff-Technologien in der Küche, die eine spezielle Werkstoffmischung (Keramik, Glas, Quarz usw.) unter Hochdruck zusammenpressen („sintern“) und dadurch eine nahezu porenfreie Oberfläche schaffen, welche extrem widerstandsfähig und pflegeleicht ist. Allerdings hat diese wertige Arbeit auch einen entsprechend hohen Anschaffungspreis.

 

Unser Tipp: nutzen Sie für häufig benutzte Oberflächen wie Arbeitsplatten unbedingt einen unempfindlichen Werkstoff. Holz gehört nicht dazu. Dieses wunderbare Naturmaterial lässt sich dafür sehr gut an anderer Stelle im Küchenraum einsetzen, um warme Akzente zu schaffen.

 

 

Es gibt Materialien, die sich mal besser und mal schlechter für die Küchenplanung eignen. Grundsätzlich gibt es aber nichts, was es nicht auch in günstigerer oder widerstandsfähigerer Optik als Imitation gibt. (Foto: stock adobe/ Gianfranco Bella)

Es gibt Materialien, die sich mal besser und mal schlechter für die Küchenplanung eignen. Grundsätzlich gibt es aber nichts, was es nicht auch in günstigerer oder widerstandsfähigerer Optik als Imitation gibt. (Foto: stock adobe/ Gianfranco Bella)

 

 

Eine Küche planen: welche Geräte benötige ich?

Klar: an Geschirrspüler, Armatur, Kochfeld, Kühlschrank und Backofen denken Sie vermutlich gleich von selbst. Prima, denn dann müssen Sie sich jetzt nur noch überlegen, ob Sie lieber mit Induktion oder Gas kochen, einen Dampfgarer in den Backofen integrieren oder zum Kühlgerät auch gleich das passende Gefrierteil kombinieren (natürlich mit NoFrost). Weiter geht es mit den unterschiedlichen Möglichkeiten des Dunstabzugs, Armaturen mit kühlender Filterfunktion und Kochenend-Wasser-Option sowie Kochfelder, die sich in den Profimodus versetzen lassen. Sie merken schon: Geräte machen eine Küche lebendig und funktional; die Möglichkeiten sind allerdings breit gefächert und können bisweilen überfordern. Lassen Sie sich am besten vor Ort verschiedene Varianten erklären und nutzen Sie auch die Option auf eine Gerätevorführung inklusive Kochevent.

 

Unser Tipp: bedenken Sie auch die Kleingeräte, die in Ihrem zukünftigen Küchenraum stehen sollen. Damit Mixer, Küchenmaschine, Kaffeemaschine, Toaster, Brotschneidemaschine & Co. nicht den wertvollen Platz auf der Arbeitsplatte einnehmen, können Sie diese in die Planung einbeziehen und beispielsweise in einem Pocket-Schrank oder der Schublade verstauen lassen.

 

 

Der Unterschied zwischen Dampfgarer, Backofen und Dampfbackofen? Erfahren Sie hier im Magazin - richtig erleben können Sie es allerdings am besten vor Ort im Studio. (Foto: Gaggenau)

Der Unterschied zwischen Dampfgarer, Backofen und Dampfbackofen? Erfahren Sie hier im Magazin – richtig erleben können Sie es allerdings am besten vor Ort im Studio. (Foto: Gaggenau)

 

 

Eine Küche planen: an was muss ich denken, das im ersten Moment nicht offensichtlich ist?

Gute Küchenstudios sprechen nie davon, „eine Küche“ planen zu wollen. Die Rede ist stets vom Küchenraum. Werden Wände, Böden, Essecke, Lichteinfall, Raumhöhe und viele Parameter mehr in die Küchenplanung einbezogen, entsteht ein architektonische Gefüge, in das jede Küche höchst individuell eingepasst ist.

Das betrifft übrigens auch Küchen(räume), die durch Wand- und Dachschrägen, Mauervorsprünge oder spezielle Raumaufteilungen maßangepasst werden müssen. Haben Sie keine Scheu, eine Küche planen zu lassen, die auf dem weißen Papier entsteht – beispielsweise vom Tischler/Schreiner oder Innenausstatter mit Küchenstudio. Geübte Profis halten sich an Ihr Budget und kommunizieren auch offen, wenn sich Wünsche und finanzielle Vorstellungen nicht decken sollten.

Zu guter Letzt sollten Sie bei der Frage nach Ihren Koch- und Lebensgewohnheiten an Ihr Umfeld denken. Eine Küche planen Sie nicht nur für sich, sondern auch für Ihre Kinder und Haustiere. Erst, wenn diese sich gefahrenfrei im Küchenraum bewegen können (und auch die neue Küche gewappnet ist vor den kleinen Katastrophen des Alltags), können Sie sich bedenkenlos erfreuen.

 

Unser Tipp: Wer sich bestens beraten und auch nach dem Küchenkauf aufgehoben fühlen möchte, vereinbart einen Planungstermin im Studio statt im Großmöbelhaus. Im Fachstudio wird Ihre Küche nicht nur individuell geplant und sämtliche Gewerke dafür (Fliesenleger, Installateur, Monteur usw.) ausgesteuert, sondern Sie haben auch einen festen Ansprechpartner, wenn Jahre später noch etwas an der Küche zu reparieren oder auszutauschen ist.

 

 

Eine gute Küche entsteht dann, wenn sie im Raum gedacht und geplant wird. Dazu zählt auch die bewusste Planung von Wänden, Böden, Essbereich und Lichteinfall. (Foto: Küchenkunst Einbaukunst Pfullingen/Reutlingen)

Eine gute Küche entsteht dann, wenn sie im Raum gedacht und geplant wird. Dazu zählt auch die bewusste Planung von Wänden, Böden, Essbereich und Lichteinfall. (Foto: Küchenkunst Einbaukunst Pfullingen/Reutlingen)

 

 

Zu guter Letzt: Warum nimmt der Wert der Küche in unserer Gesellschaft zu?

Die Küche wird heutzutage oft als „das neue Statussymbol“ betitelt. Das liegt nicht nur daran, dass viele Menschen das Kochen mit gesunden und frischen Zutaten für sich wiederentdeckt haben und entsprechend viel Zeit in der heimischen Küche verbringen. Oder daran, dass die Aufenthaltsbereiche Wohnen und Kochen architektonisch so weit miteinander verschmolzen sind, dass die Küche zum Lebensmittelpunkt für die ganze Familie geworden ist.

Es liegt insbesondere auch am langen Werterhalt, der bei einer Küche rund 20 Jahre oder mehr betragen kann. Selbst dann müssen in einigen Fällen lediglich Arbeitsplatten oder Fronten ausgetauscht werden. Daher lohnt es sich, Zeit und reiflich Überlegung in das Projekt „Küche planen“ zu investieren.

 

 

Die Küche rückt in den architektonischen Fokus der Wohnung. Entsprechend wichtig ist ihr Status - und entsprechend lang soll eine neu geplante Küche nachwirken. (Foto: KAH Küchen-Atelier Hamburg)

Die Küche rückt in den architektonischen Fokus der Wohnung. Entsprechend wichtig ist ihr Status – und entsprechend lang soll eine neu geplante Küche nachwirken. (Foto: KAH Küchen-Atelier Hamburg)

 

 

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Zum Autor
Jesper Thiersemann

Unser Analytiker Jesper nutzt seine geräumige Küche mit Südbalkon gern, um abends von der Welt der Zahlen und Fakten Abstand zu nehmen und den Tag mit einem guten Essen oder einem kühlen Bier in der untergehenden Abendsonne ausklingen zu lassen. Wenn seine Jungs mit Kugelgrill und Zubehör anrücken, ist die Ruhe zwar vorbei. Aber wo ließe sich schöner Trubel und Entspannung gleichzeitig genießen als in der eigenen Küche? Eben.